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Willkommen auf den Seiten
der Hobby-Sternwarte
Muchelndorf

Welcome to Muchelndorf
Amateur Observatory

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Muchelndorf

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Amateur Observatory




Darf ich vorstellen? Meine private Hobbysternwarte! Der Begriff "Sternwarte" sollte nicht zu ernst genommen werden, denn meine Teleskope haben keinen festen Standort.
Ich bin kein Profi sondern bin dabei, mich langsam auf dem Gebiet der Astrofotografie "vorranzutasten".

Der Satz "Astrophotography is not like taking a photo of your cat", aus einem Erklärvideo im Internet hat sich mir inzwischen eingeprägt. Zum Beispiel ist der Jupiter im Durchschnitt 778 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Noch deutlich anspruchsvoller ist die Aufnahme von Galaxien und Nebeln. Es geht darum, die Photonen, die ein solches Objekt aussendet, einzufangen und dann ein vernünftiges Signal aus dem Rauschen zu generieren. Und - letztendlich ein Bild.
Erste Ergebnisse und eine Beschreibung meiner Bemühungen stelle ich Euch auf diesen Seiten vor.



Bild des Monats


Hier stelle ich Euch in loser Abfolge mein "Bild des Monats vor"

Diesmal: Messier 42 im Sternbild Orion - ca. 1350 Lichtjahre von der Erde entfernt. Belichtet habe ich das Bild 68,5 Minuten mit dem Omegon Pro Apo 72/400 Quintuplet

Meesier 42

 

 

Mobile Sternwarte

Meine Sternwarte ist mobil, denn unser Grundstück ist rundherum von Bäumen umgeben. Wir haben aber eine "Hauskoppel" in deren Mitte ich 360° Rundumblick habe.

mob sw250

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Meine Ausrüstung

Ich habe mit einem ganz einfachen Teleskop (<100€) angefangen und den Mond damit beobachtet. Sogar meine schwere Canon-Kamera habe ich - mittels Adapter - dort angeschlossen. Das Ganze war natürlich furchtbar wackelig...

c11 250

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Der Blick nach oben - Fotos vom Himmel

Grundsätzlich gibt es "Teilbereiche" in der Astro-Fotografie: zum Beispiel die Planetenfotografie und die "Deep-Sky-Fotografie" (Galaxien und Nebel). Gute Fotos der Milchstrasse gelingen mit einer DSLR-Kamera, einem Stativ und einer langen Belichtung, für Planeten und Deepsky-Objekte braucht es ein Teleskop und gute Sicht. Bei der Planetenfotografie wird ein "Film" aufgenommen, dieser wird dann durch eine Software in Einzelbilder "zerlegt". Die Einzelbilder werden von einer weiteren Software zu einem einzigen Bild zusammengefügt und dann (mit noch mehr Software) gefiltert, entrauscht und geschärft.


Da sich Die Erde dreht, scheinen sich die Sterne zu bewegen. Bei langen Belichtungszeiten (z.B. Milchstrassen-Aufnahmen) oder langen (Film-)Aufnahmen ist das Nachführen daher essentiell. Im Tell "erste Ergebnisse" seht Ihr meine ersten Aufnahmen der Milchstrasse. Diese habe ich nur mit Kamera und Stativ aufgenommen und Ihr seht schon, dass die Sterne dort aufgrund der Bewegung zu Strichen (="trails") werden. Eine Nachführungseinrichtung, die der Erdbewegung folgt, würde das verhindern. Somit wären noch längere Belichtungszeiten möglich. Für Deep-Sky-Aufnahmen (meine aktuelle Baustelle - eine von vielen..) mit einen Teleskop ist eine Nachführung und ein zusätzliches Guiding (siehe Beschreibung) unerlässlich.

 

 

t10 600

Unser Sonnensystem

Innerhalb unseres Sonnensystemes gibt es viel zu entdecken. Die Sonne mit Ihren Protuberanzen und Flares, der fazinierende Mond und die Planeten.

saturn250

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Deepsky, das bedeutet Galaxien und Nebel, die teilweise Millionen von Lichtjahren von uns entfernt sind. Die Fotografie solcher Objekte ist eine echte Herausforderung.

wp250

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Der Sternenblog - Neues von der Sternwarte



29.01.2026

Ich hatte da noch einen Datensatz aus Chile auf der Festplatte, der bearbeitet werden wollte - man kommt ja zu nichts... ;-)

Es handelt sich um die Objekte NGC 1760, 1761, 1763, 1769, 1773, 1776 and friends im Sternbild Schwertfisch in der Großen Magellanschen Wolke.

Die Daten lagen als SHO wie folgt vor:

SII=4x600s, HA=4x600s und OIII=4x600s = 2 Stunden Gesamt-Integrationszeit.

Kombiniert habe ich die Schmalband-Kanäle in Pixelmath (R=SII, G=HA, B=OIII) und finalisiert habe ich mit Photoshop.

Leider waren die Daten mal wieder ein wenig "Sat-Spuren verseucht" - bei den wenigen Einzelframes hatte das Kappa-Sigma-Clipping von APP entsprechend Schwierigkeiten zu Mitteln und ich musste ein wenig mit einem ganz feinen Klonstempel nachhelfen.

Das Aufnahmeteleskop war ein ASA500N, das ist ein korrigierter Newton-Reflektor, die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.



:right_arrow: hier die zoombare Ansicht im Astrotreff-Viewer, Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus :left_arrow:



NGC1760_27012026_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: ASA 500N | Kamera FLI PL16803 |Belichtung: SII=4x600s, HA=4x600s und OIII=4x600s = 2 Stunden| gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

NGC1760_27012026_1200_Annotated.jpg

Die volle Auflösung gibt es natürlich auch wieder in der Galerie bei astrotreff.de.



27.01.2026

Jetzt gibt es wieder nur Schnee, eisige Temperaturen und Wolken. Der Kollege Heiko hat einen weiteren Teilbereich des Orion-Widefield-Projektes gestackt und auch ich

habe mal ein wenig an den Daten herumgespielt. Ja, es sind noch einige verrauschte Bereiche da, aber trotzdem finde ich: wir sind bisher unglaublich weit gekommen.

Die Rohdaten sind sicher nicht perfekt, aber ich befürchte fast, dass das Endergebnis großartig werden wird. ;-)

Boogeyman-Casper_v2_27012026.jpg

Boogeyman_Casper_v2_27012026_Annotated.jpg



23.01.2026

Die fünfte komplett klare Nacht in Folge - langsam wird es anstrengend...;-)

Die gute Nachricht: meine EQ6Pro ist wieder schon wieder da! Frisch gereinigt und geschmiert, mit neuen Lagern versehen und auf Riemenantrieb umgerüstet

schnurrt sie wie ein Kätzchen:

Montierung23012026.jpg

Hier also meine Ergebnisse der "Schönwetter-Katasrophe". ich betrachte alle hier gezeigten Bilder als "Zwischenversionen", denn die benötigen sicher alle noch "mehr Licht".

Jetzt erwarten wir hier aber erstmal wieder viele Tage Wolken und ich hatte einfach mal Bock, das gesammelte Material zu bearbeiten.

Zunächst der Sh2-224 "Chinese Hat Nebula":

in 5 Nächten habe ich insgesamt 1807x60s = 30,12 Stunden des lichschwachen Supernova-Überrestes im Fuhrmann eingesammelt.

Mit meiner ASI294MC habe ich 1667x60s mit dem SVBONY SV220 Dual-Narrowband Filter und 140x60s ohne Filter (=RGB) aufgenommen.

Sh2-224_23012026_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 18.-23.01.2026

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C

Belichtung: 1667x60s mit SVBONY SV220 Dual-Narrowband und 140x60s ohne Filter = 30,12 | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | je 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Sh2_224_23012026_1200_Annotated.jpg

Auch das zweite Objekt braucht sicher noch mehr Licht. Vier Nächte habe ich auf den NGC2170 "Engel-Nebel" im Sternbild Einhorn draufgehalten.

Vom Standort meiner Sternwarte aus gibt es in Südrichtung leider nur einen ca. 1stündigen Sichtslot - dementsprechend konnte ich hier nur 291x60s = 4,85 Stunden sammeln.

NGC_2170_23012026_1200_1.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 18.-23.01.2026

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 144x60s = 2,4 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

NGC_2170_23012026_1200_Annotated.jpg

Und mit dem S30 habe ich mir eine besondere Challenge auferlegt: ich versuche seit über einem Jahr, mit dem winzigen 30/150er Smartie und seinem extrem "rauschigen" IMX662 ein Bild vom sehr schwachen Supernova-Überrest Sh2-240 "Spaghetti-Nebel" (aka Simeis 147) hinzubekommen. Aus den genannten Gründen ist das mit dem Winzling eine sportliche Aufgabe. Aber wäre es einfach, hieße es schließlich Fussball!

Insgesamt hat der Zwerg 10715x10s = 29,76 Stunden Licht gesammelt - überwiegend LP-Narrowband mit ein wenig IR-Cut gemischt.

Die Belichtungszeit ist allerdings relativ, da der SNR riesig ist und nur die Hälfte davon auf den Chip passt. Ich habe jeweils "links und rechts" abwechselnd belichtet und dabei

auch noch den Mosaikmodus mit dem größten Framing (2x) angewendet. Die Belichtung "pro Kachel" ist also deutlich weniger.

Im Rohstack ist nur nach extremer Streckung überhaupt etwas zu erkennen, ich denke, ich muss da ganz locker nochmal verdoppeln.

Und ja, ich weiß - das Bild ist totgestreckt, kaputtentrauscht und der Pixelmatsch ist danach auch noch überschärft.

Und es gibt tausend bessere Bilder des SNR im Netz. Allerdings nicht von mir und weil mir bekanntlich nichts wirklich peinlich ist, zeige ich das Bild trotzdem mal: ;-)

Sh2-240_23012025_1.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 2025/2026 - immer mal wieder

Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 10715x10s = 29,76 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

In Summe war es auf jeden Fall eine aufregende "Schönwetter-Katastrophe" (auch wegen des Polarlichtes) und jetzt freue ich mich auch mal wieder über ein wenig Wolke

und vor allem eine Mütze Schlaf. Mir hat es mega Spaß gemacht - es lebe unser aufregendes Hobby!

:dizzy: Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)



22.01.2026

Noch eine komplett klare Nacht - diesmal ohne Polarlicht.

Und nochmal das gewohnte Setup: 42/400er Apo --> Sh2-224 mit Abstecher zum NGC2170, 2x Seestar S50 --> Orion Widefield, S30 --> Sh2-240.

:dizzy:  Der Meteorfang der Nacht (link zu Astrotreff.de)



21.01.2026

Noch eine komplett klare Nacht. Wieder das gewohnte Setup: 42/400er Apo --> Sh2-224, 2x Seestar S50 --> Orion Widefield, S30 --> Sh2-240.

Und wieder begann die Nacht mit einem Polarlicht.

Nicht so heftig und so spektakulär wie in der vergangenen Nacht, aber immerhin:

Polarlicht20012026_1.jpg

Polarlicht20012026_2.jpg

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Polarlicht20012026_4.jpg

Polarlicht20012026_5.jpg

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Es gab über eine lange Strecke einen grünen Schimmer am Horizont, aber es gab auch 3 Peaks. Ich habe dazu auf die Schnelle mal gif-Animationen aus den Einzelbildern erstellt:

20.01.2026 | 18:20Uhr MEZ

127293-pl20012026-1820hrs-gif

20.01.2026 | 23:14Uhr MEZ

127292-pl20012026-2314hrs-gif

21.01.2026 | 00:19Uhr MEZ

127294-pl21012026-0019hrs-gif

:dizzy: Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)



20.01.2026

Was für eine Nacht. Zunächst hatte ich mein Setup wie letzte Nacht aufgebaut: 42/400er Apo --> Sh2-224, 2x Seestar S50 --> Orion Widefield, S30 --> Sh2-240.

Plötzlich tauche am Nordhorizont ein Polarlicht auf. Zuerst schwach, aber schon deutlich visuell wahrnehmbar. Es wurde dann zu einem Spektakel, wie ich es noch nicht erlebt habe.

Teilweise war es taghell, das Polarlicht ging deutlich über den Zenit hinaus bis in den Orion hinein. Eine krasse Show:

Polarlicht19012026_1gr.jpg

Polarlicht19012026_2gr.jpg

Polarlicht19012026_3gr.jpg

Polarlicht19012026_5gr.jpg

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Polarlicht19012026_8gr.jpg

Polarlicht19012026_9gr.jpg

Polarlicht19012026_10gr.jpg

Polarlicht19012026_11gr.jpg

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Polarlicht19012026_13gr.jpg

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Polarlicht19012026_15gr.jpg

Polarlicht20012026_8.jpg


Auf meinen Himmelskameras ist die "Eskalation" deutlich zu sehen:

Was für eine grandiose Show!  Natürlich mussten die Deepsky-Sessions ein wenig pausieren, auf einen Abstecher zum NGC2170 musste ich ganz verzichten.



19.01.2026

Endlich eine komplett klare Nacht. Meine EQ6 ist noch in Reparatur und so habe ich den kleinen 72/400er Apo auf meine Ausweichmontierung (die HEQ5Pro) geschnallt.

Ich habe begonnen, am Sh2-224 "Chinese Hat Nebula" Licht zu sammeln, das ist ein extrem schwacher SNR im Fuhrmann.

Unterbrochen habe ich die Session nur, um für eine gute Stunde zwischendurch auf den NGC2170 "Engel-Nebel" im Sternbild Einhorn zu schwenken - vom Standort meiner Sternwarte aus gibt es in Südrichtung leider nur einen ca. 1stündigen Sichtslot auf den Nebelkomplex.

Auch mit den Smarties war ich natürlich aktiv - ich hatte wieder zwei Seestar S50 draussen und habe Licht für unser Orion-Widefield-Gemeinschaftsprojekt gesammelt -

überwiegend habe ich Barnard's-Loop und die Gegend um den Stern Meissa (λ Orionis) mit dem Narrowband-Filter abgegrast.

Das S30 hat weiter den Spaghetti-Nebel Sh2-240 "bearbeitet".

:dizzy: Die Meteore der Nacht gibt es hier zu sehen (link zu astrotreff.de)



16.01.2026

:dizzy: Der Meteorfang der Nacht (link zu astrotreff.de)



15.01.2026

Eigentlich nur ein Beifang, aber ich wollte die Daten auch nicht entsorgen...

In einer 40 minütigen Wolkenlücke am 14.01.2026 habe ich zur Eingrenzung des DEC-Nachführungsfehlers (link zu astrotreff.de) an meiner EQ6Pro u.a. mit der Achsvorspannungseinstellung der Montierung experimentiert.

Ich hatte dabei den 72/400er Apo auf den offenen Sternhaufen NGC7789 (aka Caroline's Rose - benannt nach Caroline Herschel) im Kassiopeia ausgerichtet.

Der Fehler ist nicht behoben und ich habe mich dazu entschlossen, die Montierung einzuschicken und in dem Zuge gleich auf Riemenantrieb umrüsten zu lassen.

Immerhin konnte ich das Guiding soweit verbessern, dass 27x60s einigermaßen brauchbare frames mit akzeptabler Sternabildung dabei herauskamen.

Flats hatte ich keine erstellt (es sollte ja nur ein Montierungs-Test werden) und habe einfach alte benutzt. Das hat erstaunlich gut funktioniert.

NGC7789_16010206_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 14.01.2026

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 27x60s = 27 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

NGC7789_16010206_1200_Annotated.jpg

:dizzy: Es hat sich nur ein kleiner Meteor durch die Wolkendecke getraut (link zu astrotreff.de)



12.01.2026

:dizzy:  Nur ein einziger Meteor hat es letzte Nacht (11./12.01.2026) durch die dichte Wolkendecke geschafft (link zu astrotreff.de)



11.01.2026

Gestern Nacht gab es endlich ein Wolkenlücke... Ich wollte den Sh2-155 "Cave Nebula" aufnehmen... und leider hat mein Guiding kläglich versagt.

Ich habe einen beständigen "Ausreißer" im DEC-Graphen, das spricht wegen des periodischen Auftretens sehr für ein mechanisches Problem an meiner EQ6Pro.

Wir haben das bereits hier diskutiert (link zu astrotreff.de), ich werde mich demnächst mal mit der Montierungsmechanik beschäftigen müssen.

117 frames a 60s hatte ich bereits aufgenommen, die hatten alle Eiersterne. Ich hatte das leider zu spät bemerkt, erst nachdem ich das Tablet-Bild "aufgezoomt" hatte.

eiersterne.jpg

Nach einigen erfolglosen Einstellungen im PHD2-Klon des ASIAir (Guide-Belichtung, Gain, Agressivität, Neukalibrierung, usw.) habe ich in meiner Verzweiflung dann

nochmal auf 10s-Frames heruntergeschaltet und habe die Guiding-Belichtung auf 0,5s heruntergeregelt.

Damit waren die Sterne halbwegs rund. 1000x 10s konnte ich aufnehmen, dann kamen die Wolken.

Jetzt habe ich mich mal an der Rettung der Session versucht - es gibt hier in der Galerie sicher deutlich bessere Sh2-155, aber ich wollte trotzdem mal mein Ergebnis zeigen

und den Weg dahin dokumentieren.

Zunächst habe ich die 60s-frames mit den Eiersternen in APP geladen. Ich habe zunächst versucht, die Qualtitäts-Wichtung auf "Starshape" zu setzten und danach auf "Quality".

Beide Versuche führten zu diesem interessanten Ergebnis:

APP11012026.jpg

Dann habe ich alle 10s-Frames gestackt (bzw. 90% davon).

ich habe dann alle 60s-frames nochmal als "Session 1" in APP geladen und das Integrationsergebnis des 10s-Stacks in eine "Session 2" dazu gepackt.

Ich habe dann zunächst nur "Analyse Stars" ausgeführt. Dann habe ich die in "Session 2" geladene 10s-Integration als Referenzfile ausgewählt (rechte Maustaste & "set reference") und bin

dann weiter zum Reiter "Register" gegangen und habe die Registrierung gestartet. Jetzt werden alle frames mit den kaputten Sternen auf das Referenzfile (=10s Integration) ausgerichtet.

Im Reiter "Integrate" habe ich dann in den "Multisession Options" "Integrate per Session & All" ausgewählt.  Jetzt sah der Stack schon viel gefälliger aus, hatte aber natürlich nach wie vor Eiersterne.

Ich habe dann zunächst versucht, den BlurXTerminator auf das Integrationsergebnis anzuwenden. Für die Sternenform hat das sogar einigermassen funktioniert,

leider hat der BXT ein paar unschöne Artefakte ins Bild gezaubert - auch um die "korrigierten" Sterne:

bx_artefakt1.jpg


bx_artefakt2.jpg

Ich habe den linearen Stack also ohne BXT-Anwendung mit Bill Blanshan's "Streched_unlinked"-Pixelmath Script vorgestreckt.

Das Ergebnis habe ich mit dem StarXTerminator entsternt und nochmals in Siril mit GHS etwas "nachgestreckt" (GHS finde ich in Siril viel "intuitiver" als in PI, deshalb mache ich das seit einiger Zeit da) .

Damit hatte ich "starless-Bild" der Gesamt-Integration (60s+10s-frames) des Nebelkomplexes.

Die nächste Schwierigkeit: bei der 10s-Integration hat scheinbar das Dithering nicht funktioniert. Das Bild war voller "Banding":

SH2-155_10s_wn.jpg

Bei solchen Problemen funktioniert meiner Erfahrung nach immer noch das gute alte Fitswork mit seiner Funktion "Zeilen gleichhell" am besten.

Hier das "Nachher-Ergebnis" aus fitswork:

SH2-155_10s_nach_fitswork.jpg

Da auch auf der entsternten Gesamt-Integration ein Banding erkennbar war, habe ich das auch nochmal durchs fitswork gejagt.

Jetzt habe ich die 10s-Version mit den einigermaßen brauchbaren Sternen im Photoshop per Layertechnik auf das Starless der Gesamt-Integration gelegt.

(Auf 10-15% i.d. Helligkeit reduzierte Version des Bildes mit den Sternen als Layer auf das Starless gelegt - Modus "negativ Multiplizieren + Tonwert-Korrekturebene) .

Nach ein paar weiteren Anpassungen (Farbe, lokaler Kontrast, Denoise,...) ist das hier dabei herausgekommen:

SH2-155_11012026_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 10.01.2026

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C mit SVBONY SV220 NB-Filter| Belichtung: 100x60s + 900x10s = 4,17 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

SH2_155_11012026_1200_Annotated.jpg

Sicherlich mal wieder kein Weltmeisterbild, aber zum wegschmeißen war mir das Material zu schade. Das Bild ist übrigens mit dem SVBony SV 220 Dual-Narrowband-Filter aufgenommen - ich vermute, das u.A. dem vdB155 (=Reflexionsnebel) deswegen die blaue Farbe ein wenig abgeht. Und auch die Sterne sind natürlich "Schmalband-Sterne".

Wie gesagt: eigentlich war das alles ein wenig anders geplant. Doch erstens kommt es anders,...;-)

Parallel habe ich 2 Seestar S50 für unser Orion-Widefield-Projekt (link zu astrotreff.de) abgestellt und mit dem S30 "mehr Licht" für mein Dauerprojekt Sh2-240 (aka Simeis 147) gesammelt.

:dizzy: Die Meteore der Nacht (link zu Astrotreff.de)



08.01.2026

Da mein Himmel momentan so gar nichts hergibt und ich noch ein paar TL-Credits aus der Weihnachtsaktion übrig habe, habe ich mich für einen weiteren "Besuch" in Chile entschieden.

Ich habe den Kugelsternhaufen "47 Tucanae" ausgewählt. Der Name des Kugelsternhaufens im Sternbild Tukan rührt daher, dass er aufgrund seines kompakten Aussehens zunächst als Stern identifiziert wurde. Nach Omega Centauri ist "47 Tucanae" der zweithellste Kugelsternhaufen am Himmel. Die NGC-Katalogbezeichnung lautet NGC104.

Die Daten lagen als LRGBHa als buntes "Belichtungszeiten-Sammelsurium" vor:

L: 10x5s, 8x15s, 16x60s, 10x300s, 1x600s = 3770s

R: 11x5s, 4x15s, 3x45s, 23x60s, 5x180s, 12x300s, 1x600s = 6730s

G: 10x5s, 4x15s, 3x45s, 32x60s, 4x180s, 14x300s,1x600s = 7685s

B: 10x5s, 4x15s, 3x45s, 34x60s, 5x180s, 12x300s, 1x600s = 7385s

Ha: 1x600s =600s

Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 7,27 Stunden.

An der Bearbeitung sitze ich schon ein paar Tage (immer mal wieder). Zunächst habe ich es mit der LRGB-Kombi in Pixinsight probiert, hier hat die Luminanz mir aber die Farbe gekillt.

Ich habe mich dann dazu entschlossen, das RGB separat zu bearbeiten und den Luminanzkanal als Layer im Mischmodus "Luminanz" im Photoshop einzumischen.

Gleiches habe ich mit dem HA getan - das Signal habe ich in den Rotkanal im Modus "Ineinanderkopieren" eingefügt. Das HA-Signal ist mit 1x600s eher marginal, es gab 2x600s aber bei einem der beiden frames hat APP die Registrierung beharrlich verweigert.

Das Aufnahmeteleskop war wieder mal mein "Lieblingsgerät" - das Planewave CDK24 (das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor), die Kamera war eine FLI PL 9000 CCD-Kamera. Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

47_Tucanae_08012026_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera FLI PL 9000 | LRGBHa 7,027 Stunden - siehe Text| gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

_47_Tucanae_08012026_1200_Annotated.jpg



07.01.2026

Heute Morgen tat sich ab ca. 5:20 Uhr tatsächlich mal eine winzige Lücke im ansonsten völlig wolkenverhangenen Himmel auf.

:dizzy: ... und sofort haben es drei Meteore auf die Kamera geschafft (link zu astrotreff.de)



03.01.2026

:dizzy: ein Meteor hat es durch die Wolkendecke geschafft (link zu astrotreff.de)



01.01.2026

Draußen tobt ein heftiger Wintersturm, also habe ich mich mit meinen TL-Credits nach Chile begeben.

Diesmal habe ich den Abell 2151 Galaxienhaufen im Herkules. gewählt.

Die Daten lagen als LRGB wie folgt vor: L=43x300s, R=37x300s, G=39x300s, B=36x300s - die Gesamt-Integrationszeit beträgt 12,92 Stunden.

Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Abell2151_01012025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung: L=43x300s, R=37x300s, G=39x300S, B=36x300 = 12,92 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Abell2151_01012025_1200_Annotated.jpg



31.12.2025

Gestern Abend sollte es bis 22Uhr CS geben. Da es aktuell recht früh dunkel wird, wollte ich das natürlich ausnutzen und hatte den kleinen Apo auf die EQ6Pro geschnallt.

Ich habe den NGC6914 besucht, das ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Schwan.

Leider war der Himmel nicht so toll wie versprochen - es zogen immer wieder Wolkenfelder durch. Von insgesamt 240x60s habe ich nur 144x60s = 2,4 Stunden verwenden können.

Der Mond hat den Himmel auch ordentlich aufgehellt, das war alles nicht so optimal. Aber immerhin - für einen schnellen Astrospaß hat es gereicht.

NGC6914_30122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 30.12.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 144x60s = 2,4 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

NGC6914_30122025_1200_Annotated.jpg

Ich hatte gerade meine Deepsky-Session beendet, weil Wolken aufgezogen waren und hatte bereits meine flats erstellt.

Eigentlich wollte ich schon einpacken, bin dann aber doch nochmal auf den Mond geschwenkt.

Dem bloßen Auge nach war der eigentlich schon von einem Wolkenschleier bedeckt - umso faszinierender, was der Apo da noch draus gezaubert hat.

Mond30122025_1200.jpg

 

Aufnahmedaten:

Datum: 30.12.2025 | 22:06 Uhr MEZ

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS

:dizzy: Die Meteorkamera hat nur ein Exemplar eingefangen (link zu astrotreff.de)



30.12.2025

Der Dezember meint es hier im Norden zum Ende hin wirklich gut mit mir. 

Gestern Abend gab es schon einige Wolkenlücken, aber ab 2Uhr Morgens gab es bis zum Sonnenaufgang stabiles CS.

Ich habe den 72/400er Apo auf dem NGC281 "Pacman-Nebula" im Kassiopeia geparkt.

Weil der Mond immer noch etwas nervte, habe ich mich für eine Belichtung mit dem SVBONY SV220-Narrowband-Filter entschieden.

Von 280 gesammelten frames habe ich 266x60s = 4,43 Stunden verwendet.

NGC281_3012025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 30.12.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C mit SVBONY SV220 NB-Filter| Belichtung: 266x60s = 4,43 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie

NGC281_3012025_1200_Annotated.jpg

:dizzy: ...und wieder hatte die Meteorkamera "fette Beute" in Ihren Fangnetzen (link zu astrotreff.de)



28.12.2025

Wie wir alle wissen war der Dezember hierzulande (astro-) wettertechnisch eher bescheiden, aber zum Jahresende legt er scheinbar nochmal los.

Letzte Nacht war es schon wieder klar. 

Ich hatte mich für VdB152 (& friends) - die "Sockenpuppe" im Kepheus entschieden und den 72/400er APO gewählt.

Ich habe von 708 60s-frames 97% verwendet - die Gesamt-Integrationszeit beträgt 687x60s =  11,45 Stunden.

Wohl gemerkt - in einer einzigen Nacht und (mal wieder) ohne jegliche Probleme vom ASIAir plus aufgezeichnet.

Trotz Mondlicht habe ich ich ohne Filter belichtet, der Supernova-Remnant in der Umgebung benötigt noch etwas Schmalband - da lege ich evt. nochmal nach.

VdB152_28122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 27./28.12.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 687x60s = 11,45 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

VdB152_28122025_12001_Annotated.jpg

Der Mond steht aktuell im 1. Viertel:

Aufnahmedaten:

Datum: 27.12.2025 | 17:34 Uhr MEZ

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS



26.12.2025

In der vergangenen Nacht habe ich mit dem 72/400er APO den IC5146 "Kokon-Nebel" im Sternbild Schwan abgelichtet.

In den Nebel ist der offene Sternhaufen Collinder 470 eingebettet. Der Nebel befindet sich am östlichen Ende der langgezogenen Dunkelwolke Barnard 168.

Ich konnte 284x60s = 4,73 Stunden Licht einfangen, dann schob sich ein Baum in den Weg.

:right_arrow: Das Bild im Astrotreff-Viewer. Taste "a" oder ein Klick auf das Stiftsymbol schaltet die Annotation an- und aus. :left_arrow:

IC5146_26122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 25./26.12.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 284x60s = 4,73 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

IC5146_26122025_1200_Annotated.jpg

Und auch in dieser Nacht hat die Meteorkamera zwei fette Brocken abgelichtet:

26.12.2025 | 01:12:13 Uhr MEZ


Meteor GIF

Meteor JPG

26.12.2025 | 05:33:42 Uhr MEZ


Meteor GIF

Meteor JPG



25.12.2025

Letzte Nacht gab es bei uns CS und ich habe den kleinen 72/400er Apo mal auf dem IC405 "Flaming Star Nebula" im Fuhrmann laufen lassen.

Dank ASIAir läuft mein Setup zum Glück vollautomatisch durch die Nacht, so dass ich meinen Astro-Spleen am Heiligabend einigermaßen "sozialverträglich" ausleben konnte!

CS ist CS, da mach'ste nix!    

Ich habe die Aufnahme ohne Schmalbandfilter gemacht. Der blaue Nebelanteil ist nämlich keine OIII-Emission sondern ein Reflexionsnebel - beleuchtet vom Stern AE Aurigae.

Von 514 frames habe ich 488x60s = 8,13 Stunden verwendet, die Bildbearbeitung erfolgte wie immer beim Morgenkaffee.

volles Feld:

IC405_25122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 24./25.12.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 488x60s = 8,13 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei Astrotreff.de

IC405_25122025_1200_Annotated.jpg

crop:

IC405_25122025_crop_1200.jpg

IC405_25122025_crop_1200_Annotated.jpg

--> auch hier gibt es die volle Auflösung in der Galerie bei astrotreff.de

Die Meteorkamera hat u.a. zwei schöne Boliden eingefangen:

24.12.2025 | 20:17:14 Uhr MEZ


Meteor GIF

Meteor JPG



25.12.2025 | 06:08:21 Uhr MEZ


Meteor GIF


Meteor JPG



24.12.2025

Für gestern Abend waren zwei Stunden CS angesagt. Endlich! Leider hatte sich die Wettervorhersage diesmal in die andere Richtung verschätzt und es war fast die ganze Nacht klar.

Ich hatte nicht damit gerechnet und hatte einfach nur zwei Sehsterne auf die Wiese gestellt. Weil ich mit "nur 2h" gerechnet hatte, leider ohne Powerbank.

Bei 29% Akkustand habe ich dann abgebrochen und bin zum Orion gewechselt, um unser Widefield-Prjekt im Astrotreff voranzutreiben - diesmal mit Powerbank.

Leider war es dann so kalt, dass die Seestars nach kurzer Zeit das Aufladen eingestellt haben - ich habe also viel "klaren Himmel" verschenkt.

Egal - mein erstes Objekt war der NGC7822 im Kepheus, da habe ich mit zwei Seestars im Mosaikmodus drauf belichtet. Ein paar Frames musste ich wegen durchziehender Wolken verwerfen, insgesamt sind 908x10s = 2,52 Stunden Gesamt-Integrationszeit zusammengekommen.

Das Mosaik habe ich auf die "interessanten" Nebelanteile zurechtgecropt.

NGC7822_24122025_crop2_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 23.12.2025

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 908x10s =2,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

NGC7822_24122025_crop2_1200_Annotated.jpg



22.12.2025

Heute konnte ich bei all den Wolken zumindest den Mond in einer kleinen Lücke erwischen.

Unser Begleiter steht aktuell bei 8% zunehmend, das Bild habe ich mit dem kleinen Seestar S30 aufgenommen und beim Stacking mit Autostakkert

habe ich 3fach Drizzle angewendet:

Mond23122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 22.12.2025 | 17:36 Uhr MEZ

Teleskop: Seestar S30 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1008 frames, 3x Drizzle| bearbeitet mit PS


19.12.2025

Gestern Abend gegen 18 Uhr wurde es tatsächlich für 2 Stunden klar. Ich habe mir spontan einen Sehstern gegriffen und habe den Sh2-106 im Schwan besucht.

702x10s = 1,95 Stunden der gesammelten Frames habe ich verwendet.

Hier also das winzige "kosmische Hustenbonbon" mit 2 Zoll Öffnung fotografiert :

SH2_106_19122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 18.12.2025

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 702x10s =1,95 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

SH2_106_19122025_1200_Annotated.jpg

crop, hochskaliert auf 1200px Breite:

SH2-106_1crop_1200.jpg

Und ein weiterer Remote-Datensatz aus meinem Schnäppchenshopping bei Telescope Live - die Bearbeitung: wie immer beim Morgenkaffee... 

Der NGC1555 (aka "Hind's Variable Nebula") im Sternbild Taurus/Stier ist ein Reflexionsnebel der vom veränderlichen Stern T Tauri beleuchtet wird.

Es handelt sich um ein Herbig-Haro-Objekt. Die Annotation zeigt oberhalb des NGC1555 den NGC1554 "Struve's lost Nebula" an.

Der Nebel ist tatsächlich "lost" - die Identifikation ist unsicher. An den Koordinaten von NGC1554 befindet sich kein Nebel.

Allerdings gibt es dort einen Stern 14. Größenklasse, etwa 4 Bogenminuten west-südwestlich von T Tauri, sodass die Möglichkeit besteht, dass der von Struve entdeckte Nebel einen veränderlichen Stern umgab und nur gelegentlich aufleuchtet (vielleicht sogar in einem jahrhunderte­langen Zyklus). Es könnte sich aber auch einfach nur um einen Beobachtungsfehler handeln.

Bei der Bearbeitung hatte ich so meine Schwierigkeiten - insgesamt schien mir die Schärfe (Fokus?) nicht gut. Das Material war außerdem mal wieder von reichlich Sat-Spuren durchzogen.

Die Rohdaten lagen in LRGB wie folgt vor: L=41x300a, R=38x300s, G=47x300S und B=45x300s - das ergibt eine Gesamt-Integrationszeit von 14,25 Stunden.

Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

NGC1555_19122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung: L=41x300a, R=38x300s, G=47x300S, B=45x300 = 14,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

NGC1555_19122025_1200_Annotated.jpg

18.12.2025

Aus der letzten Discount-Aktion bei Telescope-Live habe ich noch ein paar Credits übrig. Ich habe mich für einen relativ tief belichteten M45-Datensatz entschieden.

Die Daten lagen in LRGB wie folgt vor: L=33x300s, R=23x300s, G=23x300s, B=26x300s. Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 8,75 Stunden.

Das aufnehmende Teleskop war ein Takahashi FSQ-106ED f/3.6 Refraktor, die Kamera war eine QHY600M CMOS-Kamera.

Aufnahmestandort ist das Heaven's Mirror Observatory in Yass, New South Wales, Australien.

Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de oder im Viewer:

:right_arrow: Hier das Bild im Astrotreff-Viewer - die Taste "a" oder das Stift-Symbol schaltet die Annotation an und aus :left_arrow:

M45_18122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Takahashi FSQ-106ED| Kamera QHY600M | Belichtung L=33x300s, R=23x300s, G=23x300s, B=26x300s = 8,75 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

M45_18122025_1200_Annotated.jpg



08.12.2025 -16.12.2025

Ein Besuch der Insel Malta - Ich versuche auf solchen Reisen ja immer ein wenig "astronomisches" in das Besichtigungsprogramm einzubauen (siehe auch hier und hier).

Auch Malta hat da etwas zu bieten und darüber möchte ich berichten und Euch auf einen Kurztrip mitnehmen.

Zu Malta selber: die Insel ist ein faszinierender arabisch-europäischer Kulturmix, die Architektur hat zum Teil deutlich arabische Einflüsse.

Auch an der Sprache merkt man die Nähe zum Maghreb - das Malti ist eine semitische Sprache und übrigens die einzige, die mit lateinischem Alphabet geschrieben wird:

Malta_2.jpg

Ein ziemlich verrückter Mix, wir hatten täglich so um die 20°C und es gibt trotzdem (jede Menge) Weihnachtsdeko, jedes Dorf hat einen Weihnachtsmarkt inkl. Glühweinstand...

Dazu kommt, dass Malta bis 1964 unter britischer Verwaltung stand - es gibt hier z.B. die typischen roten Telefonzellen und Linksverkehr.

Auf Malta gibt es viel (historisches) zu sehen, allerdings ist die Republik ziemlich klein. Die Hauptinsel misst von Nordwesten nach Südosten knapp 30km, das bedeutet natürlich, dass die Bebauung sehr dicht ist.

Die Städte gehen nahtlos ineinander über - wenn man mit dem Auto im Südosten im Großraum Valetta unterwegs ist, dann fühlt es sich an, als würde man durch eine einzige große Stadt fahren.

Im Westen und auf der Nachbarinsel Gozo geht es ein wenig beschaulicher zu, hier gibt es schroffe Steilküste und wunderschöne Aussichtspunkte.

Auf Gozo gibt es in der Nähe des Örtchens Nadur - abseits der Lichtverschmutzung der Hauptinsel - das "Malta National Optical Astronomy Observatory".

Da die Entfernungen nicht so riesig sind und wir einen Mietwagen hatten, sind wir mit der Autofähre einfach mal "auf blauen Dunst" übergesetzt - in der Hoffnung, dort den Hausmeister anzutreffen...

Die Überfahrt nach Gozo geht übrigens blitzschnell - es fahren 4 Fähren und wir haben nie lange warten müssen. Die Schiffe fahren ca. 20 Minuten und gezahlt wird erst auf dem Rückweg - man kann auf dem Weg nach Gozo also einfach auf das Schiff fahren, ohne ein Ticket zu lösen.

Am Observatorium war natürlich niemand, die Gerätschaften werden wohl überwiegend "remote" bedient. Aber eigentlich hatten wir das auch nicht erwartet.

Das Observatorium selbst ist nicht sehr spektakulär - ein 3m Dome, im inneren ein 500mm Ritchey-Chrétien-Teleskope - einige Amateur-Astronomen haben so etwas vermutlich zuhause...

Malta_3.jpg

Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem, in der direkten Umgebung lässt es sich gut wandern, allerdings nur, wenn die rote Flagge nicht oben ist...

Malta_5.jpg

Auf der Hauptinsel - in Kalkara - gibt es das "Esplora Interactive Science Centre" inklusive Planetarium, das konnten wir natürlich nicht auslassen.

Malta_10.jpg

Im Esplora-Centre gibt es viele interaktive naturwissenschaftliche Experimente - für kleine und große Kinder!

Tornado-Simulation:

Malta_11.jpg

Wie schwer ist der 3kg Koffer auf dem Mars?

Malta_13.jpg

Astrobotanik mit simulierter Bodenbeschaffenheit:

Malta_19.jpg

Geschichte der Raumfahrt:

Malta_14.jpg

Malta_15.jpg

Das Planetarium ist natürlich das Highlight - als wir da waren, lief gerade eine interessante Show über Lichtverschmutzung, deren Auswirkungen und Ansätze zur Vermeidung.

Malta_12.jpg

Malta_16.jpg

Malta_18.jpg

Insgesamt ein sehr lohnenswerter Besuch.

Und natürlich hatte ich auch ein "Telesköpchen" (S30) dabei. Unser Quartier hatten wir in Pembroke / St. Giljan aufgeschlagen, das ist quasi nur eine Bucht von der Mega-Bebauung (und Lichtverschmutzung) von Sliema und Valetta entfernt. Aus Richtung Pembroke war der Orion kaum zu erkennen:

Malta_1.jpg

Unser Zimmer hatte zum Glück einen Balkon zum Meer hin, da wurde es dann doch relativ dunkel.

Malta_8.jpg

Im Prinzip hatten wir 5 halbwegs klare Nächte. Nie durchgehend, immer wieder zogen Wolken durch. Der Vorteil am Smartie ist aber ja, dass man es einfach laufen lassen kann.

Der Kleine hat sich tapfer durch die Nächte gekämpft, ich musste aber einiges an Material entsorgen.

Zudem war der Balkon bis 22Uhr "zwangsbeleuchtet" und zeigte nach Nordwesten - da war die Objektauswahl leider auch etwas eingeschränkt. Richtung Zenit ging wegen des darüber liegenden Balkon auch nichts... Aber egal - man nimmt ja, was man kriegen kann... ;-)

Das erste meiner Urlaubs-Mitbringsel ist ein Mosaik von Nordamerika-Nebel (NGC7000), Pelikan (IC5070) & friends.

Die Zielobjekte waren um 23:30Uhr bereits im Meer "abgetaucht", ich habe also in Etappen gesammelt.

Die Gesamt-Integrationszeit habe ich wegen der sporadisch durchziehenden Wolken auf 718x10s = 1,99 Stunden zusammengedampft.

NGC7000_17122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 08.12.,10.12.,11.12.,13.12. und 14.12.2025

Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 427x10s = 1,19 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

NGC7000_17122025_1200_Annotated.jpg

Außerdem habe ich ein Mosaik von Hummerschere (Sh2-157) ,Bubble (NGC7635), M52 und NGC7538 mitgebracht.

Die Gesamt-Integrationszeit beträgt hier 1861x10s = 5,17 Stunden.

NGC7635_17122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 10./11.12.,11./12.12.,12./13.12. und 13./14.12.2025

Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 1861x10s = 5,17 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

NGC7635_17122025_1200_Annotated.jpg

Als drittes Objekt habe ich mich mit dem Winzling am Sh2-132 "Löwennebel" versucht. Die Gesamt-Integrationszeit beträgt hier 939x10s = 2,61 Stunden:

Sh2-132_18122025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 09.12.2025

Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 939x10s = 2,61 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Sh2-132_18122025_1200_Annotated.jpg

Insgesamt haben wir - auch abseits des "astronomischen" viel gesehen und konnten dem heimischen Grau mal ein paar Tage entfliehen.



05.12.2025

Ein weiterer "Remote-Datensatz" von Telescope Live:

Diesmal ist es ein alter Bekannter - der NGC2237 "Rosettennebel" im Monocerus (Einhorn).

Der Nebelkomplex umfasst die NGC-Nummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.

Die Daten lagen diesmal als LRGBHa vor, die Gesamt-Integrationszeit beträgt 1,33 Stunden.

Wie es sich für einen Discount-Datensatz gehört, waren die EInzelframes mal wieder mit Sat-Spuren durchseucht und aufgrund der wenigen Frames pro Kanal hatte das Kappa-Sigma-Clipping natürlich wieder keine Chance. Ich habe den Frames vor dem Stacking also mal wieder einen "Vorwaschgang" mit dem SetiAstro "Satellite-Removal-Tool" angedeihen lassen.(Haken raus bei "Clip Satellite Trail to 0.000" !). Das hat soweit auch ganz ok funktioniert, es sind zumindest nur noch minimale Spuren zu sehen.

Nach der Vorwäsche habe ich mit APP gestackt und alles aufeinander registriert.

In Pixinsight habe ich mir dann erstmal eine RGB-Version mit Pixelmath gebaut (R=R, G=G, B=B).

In das RGB-Bild habe ich dann mit dem NBRGB-Combination-Script den Ha-Kanal eingemischt und im LRGBCombination-Prozess habe ich dann

diesen modifizierten Rotkanal mit L,G und B kombiniert. Das hat soweit gut funktioniert, nach der Streckung habe ich das ganze im Photoshop finalisert.

Ich habe allerdings im PS zur stärkeren Wichtung den HA-Kanal als Falschfarbenbild noch einmal zusätzlich untergemischt (Astronomy Tools | "B&W --> HA false color").

Es gibt sicherlich elegantere Wege um LRGBHa zu kombinieren, für mich hat das aber ganz gut funktioniert.

Für die Sternfarben habe ich die helligkeitsreduzierte RGB-Version als Layer im Modus "negativ Multiplizieren" auf das Starless-Bild gelegt (mit Tonwert-Korrektur).

Die Vorkalibrierung der Einzelframes war scheinbar auch nicht so toll, es gab wieder reichlich Hotpixel wegzutupfen - ich hoffe, ich habe alle erwischt.

Das aufnehmende Teleskop war diesmal ein ASA 500N - das ist ein korrigierter Newton mit 50cm Öffnung. Die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

:right_arrow: Vollansicht im Astrotreff-Viewer, Taste "a" oder das kleine Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus :left_arrow:

Caldwell49_0512025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: ASA 500N | Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung L=2x300s, R=2x300s, G=2x300s, B=2x300s, Ha=4x600s = 1,33 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Caldwell49_0512025_1200_Annotated.jpg

Details:

Caldwell49_0512025_crop1_1200.jpg

Caldwell49_0512025_crop2_1200.jpg

...und natürlich der "springende Panther": 

Caldwell49_0512025_crop3_1200.jpg



04.12.2025

Ach ja, das Wetter...

Den fast vollen Mond konnte ich heute in einer winzigen Wolkenlücke erwischen. Leider hat es nicht mal für ein einminütiges Video gereicht und ich musste mich mit einem Schnappschuss begnügen.

Aufnahmedaten:

Datum: 04.12.2025

Teleskop: Seestar S50 | Einzelframe | bearbeitet mit PS



03.12.2025

Heute habe ich mich mal an die nicht wirkliche einfache Bearbeitung des Seestar-Mosaiks "IC 5146 - LDN 1024" der Astro-Kollegen Heiko und Dennis gemacht. In den Rohdatenstack sind 7421 Lights eingeflossen, die gesamt-Integrationszeit beträgt 20,6 Stunden.

:right_arrow: Vollansicht im Astrotreff-Viewer, Taste "a" oder das kleine Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus :left_arrow:

IC5146-LDN1024_1200.jpg

IC5146_LDN1024_1200_Annotated.jpg



27.11.2025

Der nächste Datensatz, den ich für meine monatlichen Credits erworben habe, war mal wieder so ein "Budget-Datensatz".

Ich sollte da die Finger davon lassen, die Daten waren - wie so häufig bei den budgetierten Datensätzen von Telescope Live - mal wieder eine technische Katastrophe... 

Ich hatte mir die Nebel-Region Sh2-297 / Gum3 / VdB94 / CED90 ausgesucht - das ist quasi die Flügelspitze des Möwennebels IC2177 an der Grenze von Monceros und Canis Major.

Die Daten lagen als RGBHa vor und ausnahmslos JEDES Einzelbild war von fiesen vertikalen Linien durchzogen:

GUM3_27112025_streifen.jpg

Das zog sich über die gesamte Aufnahmedauer -das sind definitiv keine Sat-Spuren, da muss der Sensor kaputt gewesen sein.

Oder über dem Teleskop hängt eine Hochspannungsleitung. 

Wenn so etwas jedes Bild betrifft, dann hat die Mittlung des Kappa-Sigma-Clippings natürlich keine Chance.

Auch der Seti-Astro Satspuren-Entferner hat leider versagt - da war nichts zu machen.

Zusätzlich waren die bereits kalibrierten Einzelframes mit Hotpixeln und Artefakten übersät:

GUM3_27112025_hotpixel.jpg

Ich musste also "chirurgisch" tätig werden und habe das Bild mit winziger Pipette und wechselnder Nutzung des Photoshop Clonestamps und des GIMP "Heilen"-tools verschlimmbessert.

Den "lässt es sich nach den Malerarbeiten noch platesolven?"-Test hat das Bild aber bestanden. 

Abgesehen von diesem "Spezial-Vorwaschprogramm"... die Daten lagen als RGBHa wie folgt vor:

R=4x180s, G=3x180s, B=3x180s, Ha=13x600s = 2,67 Stunden Gesamt-Integration.

Kombiniert habe ich in Pixinsight mit Pixelmath: R=(R * 0.2) + (Ha * 0.8), G=G, B=B und gesteckt habe ich mit Bill Blanshan's "Streched_Unlinked"-Pixelmath-Script.

Hier nun das Ergebnis eines weiteren Versuches, aus Sch...rott Marzipan zu machen - keine Ahnung, ob mir das vollständig gelungen ist... :

GUM3_27112025_1200.jpg

Das aufnehmende Teleskop war diesmal ein ASA RC-1000AZ - das ist ein Ritchey Chrétien Reflektor mit 1m Öffnung. Die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: ASA RC-1000AZ | Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung R=4x180s, G=3x180s, B=3x180s, Ha=13x600s = 2,67 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

GUM3_27112025_1200_Annotated.jpg



26.11.2025

Ein seltener Gast am wolkenverhangenen Himmel - da musste ich doch gleich mal die Canon zücken... ;)

Der Mond (27%, zunehmend) am 26.11.2025

Mond26112025.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 26.11.2025

Kamera: Canon R7 mit Sigma 18-300mm F3,5-6,3 Objektiv |Brennweite 300mm|Belichtung 1/200 Sek.| Blendenwert: 5,38 EV | ISO: 250



23.11.2025

Eine Stunde CS hatte mir das Wolkenradar gestern versprochen - was fängt man damit an? 

Sowas kann ich (natürlich) nicht verstreichen lassen und habe mit dem Seestar S50 auf den M15 / NGC 7078 Kugelsternhaufen im Pegasus gehalten.

186x10s = 31 Minuten brauchbare frames habe ich zusammenbekommen, immerhin.

M15_22112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 22.11.2025

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 186x10s = 31 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

M15_22112025_1200_Annotated.jpg

Dann kamen auch sofort die Wolken zurück und ich hatte ich mein Seestar schon wieder abgebaut.

Völlig überraschend wurde es ab 22:30 Uhr dann doch wieder klar - ich habe das Seestar dann nochmal rausgestellt und habe 269x10s im 1,5fach-Mosaik-Modus an der M33-Galaxie im Sternbild Triangulum gesammelt.

Und da ich ja grundsätzlich immer alle alten Daten aufbewahre, habe ich die Rohdaten einer Aufnahme aus dem Oktober 2023 dazu addiert. Weil mein Rechner gerade mit einem anderen Stack ziemlich beschäftigt ist, habe ich in einer zweiten Instanz mit APP einfach den APP-Stack aus 2023 und den aktuellen Seestar-Stack zusammengestapelt. Das Ergebnis war ganz ok. Da die Aufnahme aus 2023 kein Mosaik war, habe ich die unterschiedlich belichteten Ränder etwas weggecropt.

Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 647x10s = 1,8 Stunden.

M33_23112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 22.10.2023 und 22.11.2025

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 647x10s =1,8 Stunden |gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

M33_23112025_1200_Annotated.jpg

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)

23.11.2025 | 00:02:55 Uhr MEZ


Meteor GIF

Meteor JPG



22.11.2025

Die Meteore der Nacht - zwei schöne Boliden waren dabei:

21.11.2025 | 21:05:23 Uhr MEZ


Meteor GIF

Meteor JPG

22.11.2025 | 00:39:03 Uhr MEZ

Meteor GIF

Meteor JPG



21.11.2025

Endlich konnte ich meinen kleinen Apo "mobilisieren".

Bei Kleinanzeigen hatte ich für relativ kleines Geld einen gebrauchten HEQ5 Pro-Montierungskopf erworben und habe den mit einem Geoptik-Adapter an das bisher brach liegende Stativ meiner EQ6Pro adaptiert.

In der vergangenen Nacht konnte ich das Setup erstmals ausprobieren. Während der Esprit 120ED sein erstes Mono-Adventure beginnen durfte, habe ich den 72/400er APO auf die HEQ5 geschnallt:

Apos21112025.jpg

Insgesamt ist das EQ5-Erlebnis natürlich etwas "fipsiger" - von der schweren EQ6 bin ich anderes gewohnt. Die Azimut-Schrauben haben irgendwie einen sehr kurzen "Stellweg" -

ich könnte mir vorstellen, diesen durch etwas längere Schrauben zu verbessern. Ich habe beim Polaralignment schlussendlich den gesamten Kopf gelöst und etwas gedreht.

Das ging so leidlich, bei der EQ6 geht es viel präziser. Auch die Einstellung der Teilkreise beim Austarieren empfand ich als ziemlich fummelig.

Aber für ein mobiles, relativ leichtes Setup kann ich nicht meckern.

Der ASIAir hat die Montierung sofort erkannt, die Montierung kommt gut mit dem Gewicht des Apos+Anbauteilen klar und das Guiding war prima.

Als Testobjekt habe ich mir den "Dark Shark Nebula" LDN1235 im Kepheus ausgesucht.

Ich habe insgesamt 500x60s=8,33 Stunden Licht eingefangen. Der Orientierung wegen habe ich das Bild gecoppt.

LDN1235_21112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 20./21.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 500x60s = 8,33 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

LDN1235_21112025_1200_Annotated.jpg

Mein Fazit: die HEQ5Pro ist für den mobilen Einsatz mit dem Omegon 72/400 Apo absolut tauglich und der ASiAir macht quasi ein Smartie draus - ich bin soweit zufrieden..

Mit dem Esprit 120ED habe wie gesagt "nebenbei" endlich meine ersten Mono-Tests machen können. Ich habe mich eventuell ein wenig übernommen mit meinem „Test-Projekt“.

Ich wollte dem wunderschönen Bild der Umgebung des „SNR G108.2-00.6“ von Astrotreff User "pete_xl" nacheifern und habe ein (seeeehr) großzügiges Mosaik im ASIAir von 5x5 Kacheln programmiert.

Mein Plan war, zunächst ein Filter pro Nacht anzuwenden und ich habe mit Luminanz begonnen.

Das ganze Projekt ist alleine von der Datenmenge her eventuell etwas dick aufgetragen, aber jetzt habe ich schonmal angefangen...  

Später werde ich – für kleinere Projekte – Fokus-Offsets definieren, das wird auch die Erstellung der Flats vereinfachen.

Apropos Fokus:
leider ist dieser bei einigen Kacheln etwas aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte „Autofokus bei 5° Temperaturänderung“ eingestellt – in der Nacht wurde es aber knackekalt und der Sprung hat sich als zu groß erwiesen. Bei den schadhaften Panels werde ich das nochmal wiederholen. Wie gesagt – ich übe ja noch.

Beim Stacking mit APP hat es sich als sinnvoll erweisen, die Kacheln einzeln zu stacken und dann die Resultate miteinander zu verheiraten – sonst dauert es ewig.

Ich bin dazu diesem Tutorial von Frank Sackenheim gefolgt. Das Tutorial enthält allerdings einen Stolperstein: Frank hat zum Test nur zwei Panels in zwei Sessions gestackt, hat die Integration im ersten Step auf "per session" gestellt und sich gewundert, das da bereits aufeinander registriert wurde.

Ich habe festgestellt, dass APP auch im Integrationsmodus "normal" immer alle Sessions aufeinander registriert. Wenn man – so wie ich – 25 Panel hat, dann wird es schwierig, ein Referenzframe zu finden und die Registrierung bricht dann irgendwann mit Fehlermeldung ab. APP registriert nicht nach Lage der Objekte sondern sucht nach Überlappungen.

Scheinbar geht das Programm dabei nach einer numerischer Reihenfolge vor und sortiert dann Session 11 direkt hinter Session 1.

Wenn es da keine Stern-Überlappungen gibt, dann kann nicht registriert werden.

Aber wie gesagt: das Stacken pro Panel geht sehr schnell und die Panels können danach prima zusammengeführt werden – damit komme ich klar.

Mono_Mosaik_Test.jpg

Zusätzlich habe ich noch ein Seestar im Orion abgestellt - das hat weiteres Licht für unser Widefield-Projekt im Astrotreff gesammelt.

Ein Großteil meiner nächtlichen Exkursion wurde übrigens vom schaurig-schönen Bellen eines Fuchses begleitet.

Wenn man nicht weiß, was das ist, kann es einem schon durch Mark und Bein fahren... ;-)

Die Meteorschau der Nacht (link zu astrotreff.de)



20.11.2025

...und weiter geht's auf der Reise durch den Südhimmel.

Das zweite Objekt, dass ich für meine frischen Credits eintauschen konnte, ist die Fornax Dwarf Galaxy MCG-06-07-001.

Es handelt sich wieder um eine LRGB-Aufnahme. Der Datensatz hat mir reichlich Schwierigkeiten bereitet, denn es waren viele Sat-Spuren enthalten.

Im L-Kanal war kein einziger Frame ohne massive Satellitenspuren, da hat das Kappa-Sigma-Clipping von APP natürlich versagt. Abhilfe hat das Satellite-Removal-Tool" von SetiAstro geschaffen.

Im Unterschied zur Mittelwert-Ermittling im Kappa-Sigma-Clipping basiert dessen Trail-Erkennung auf einem KI-Modell.

Ich habe lange experimentiert - der Trick ist, das Programm an allen betroffenen Einzelframes auszuführen - dafür hat das Programm einen Batch-Prozess.

Der Haken bei "Clip Satellite Trail to 0.000" muss auf jeden Fall raus - ansonsten erkennt das Programm zwar die Trails, zeichnet diese aber wie mit einem dicken Edding nach.

Wenn die so "vorbehandelten" Daten dann gestackt werden, sind die Spuren verschwunden.

Kombiniert habe ich mit dem LRGBCombination-Process in Pixinsight, gestreckt habe ich diesmal per Autostretch (STF + Histogramm) und finalisiert habe ich in Photoshop.

Die Daten lagen wie folgt vor: L = 6x300s, R = 6x300s, G= 6x300s, B=6x300s, daraus ergibt sich eine Gesamt-Integrationszeit von 24x300s = 2 Stunden.

Das aufnehmende Teleskop ist ein Takahashi FSQ-106ED (106mm f/3.6) die Aufnahmekamera war eine QHY600M CMOS-Kamera.

Aufnahmestandort ist das Heaven’s Mirror Observatory in New South Wales, Australien.

Fornax_Dwarf_20112025_1200.jpg

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Takahashi FSQ106ED| Kamera QHY600M | Belichtung L= 6x300s, R=6x300s, G=6x300s und B=6x300s = 2 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Fornax_Dwarf_20112025_1200_Annotated.jpg

19.11.2025

Heute gab es neue Telescope-Live Credits!

Ich habe mir als erstes die Galaxiengruppe NGC3169, NGC3166 und NGC3165 im Sternbild Sextant am Südsternhimmel ausgesucht.

Die Daten lagen als LRGB wie folgt vor: 8x300s L, 6x300S R, 4x300s G und 4x300s B - die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 22x300s = 1,83 Stunden.

Ich habe die Daten mit dem LRGBCombination-Prozess in Pixinsight zusammengefügt, getreckt habe ich mit Bill Blanshans "Stretch_Unlinked"-Pixelmath-Script und finalisiert habe ich mit Photoshop.

Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

NGC3169_19112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung 8x300s L, 6x300S R, 4x300s G und 4x300s B = 1,83 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

NGC3169_19112025_1200_Annotated.jpg

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)



18.11.2025

Heute Abend war es bis 21 Uhr klar.

Stellarium hat mir ein Closeup der Crew Dragon 11 versprochen. Pünktlich um 18:15:39 Uhr ist das Raumschiff vor den Saturn-Nebel (NGC7009) geflogen.

Visuell war das Teil gut auszumachen - es war sehr hell und sah fast aus wie ein einigermassen hoch fliegendes Flugzeug.

Ich habe auf den Saturnnebel draufgehalten und bin 1,5 Minuten vor dem Transit in den Scenery-Modus gewechselt. Das Tracking konnte ich über den Button in der "Joystick-Funktion"

aktivieren. Das hat auch alles gut funktioniert. Ich weiß ja - es wird nicht besser, wenn man den selben Fehler immer wieder macht... Ich habe mit 10ms/frame einfach zu lange belichtet.

Hier also ein weiteres Video eines fliegenden TicTac:

cd11_1_pipp.gif

Nach dem Exkurs in die Raumfahrt wollte ich den Sehstern noch ein bisschen an der frischen Luft lassen und habe 245x10s= 40,8 Minuten im Mosaikmodus am NGC7789 (aka "Carolines Rose" oder "Herschels Spiralhaufen")

im Sternbild Kassiopeia gesammelt. Der offene Sternhaufen hat die Trumpler Klassifikation II1r und ist ca. 8000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt:

NGC7789_18112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 18.11.2025

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 245x10s = 40,8 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

NGC7789_18112025_1200_Annotated.jpg



17.11.2025


Letzte Nacht gab es tatsächlich eine knappe Stunde CS. Das war aber zwischen zwei Regengebieten eingeklemmt und erschien mir doch ein bisschen kurz für ein Astrofoto.

Immerhin hat die Meteor-Kamera ein paar Schnappschüsse machen können (link zu astrotreff.de)

Für den Abend hatte mir das Wolkenradar bis 21Uhr CS versprochen und ich hatte meinen kleinen 72/400er Apo aufgesattelt.

Um kurz nach 21Uhr war immer noch keine Wolke zu sehen.

Die Aufnahme hatte ich schon beendet und das Flatpanel aufgesetzt. Während die Flat-Sequenz lief, bin ich kurz nach drinnen gegangen.

Und plötzlich hörte ich von draußen ein lautes Prasseln. Ein heftiger Regenschauer.  

Ich bin dann etwas in Panik geraten, habe den Apo von der Montierung gerissen und dabei auch noch das Flatpanel heruntergeworfen.

Unter Absingen schmutziger Lieder habe ich das triefnasse Equipment ins Haus getragen und erstmal die Optik trockengefönt.

Das Flatpanel hat den Sturz zum Glück überlebt, nur eine von den Plastik-Klemmschrauben ist abgebrochen.

Und was soll ich sagen: genau 5 Minuten später war der Himmel wieder klar.

Achja, der November... drinnen ist es einfach sicherer! Das kommt da von, wenn man versucht jede Lücke zu nutzen...   

Egal - dem Equipment und dem Herrchen geht es den Umständen entsprechend gut und ich habe immerhin 200x60s Licht von der Dunkelwolke LDN1164 / Barnard 174 (& friends) im Kepheus einsammeln können.

Wegen der sporadisch durchziehenden Wolken habe ich 50 Minuten sausen lassen, die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 150x60s = 2,5 Stunden.

Hier die Ansicht im Astrotreff-Viewer. Die Annotation kann mit dem kleinen Bleistift-Symbol oder mit der Taste "a" an und ausgeschaltet werden:

:right_arrow: LDN1164 / Barnard 174 (& friends) :left_arrow:

LDN1164_18112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 17.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 250x60s = 2,5 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

LDN1164_18112025_1200_Annotated.jpg

Detail:

LDN1164_18112025_crop1.jpg

Meteortechnisch war die Nacht vom 17. auf den 18.11.2025 wieder einigermassen ergiebig (link zu astrotreff.de)

Bei einem Exemplar (18.11.2025 | 01:09:36 Uhr MEZ) erkennt man auf der Aufnahme meiner Horizont-Kamera eine persistente Plasmaspur:

Meteor18092025_010836_pipp.gif

14.11.2025

Heute habe ich mich an die Bearbeitung eines Seestar S50-Mosaiks vom Astrokollegen Heiko gemacht.

Das Mosaik vom IC1396 enthält insgesamt 25 Stunden Licht.

--> Vollansicht im Astrotreff Viewer (link zu astrotreff.de) (Annotation ein/aus mit dem Bleistift-Symbol oder Taste "a")





13.11.2025

Ach, wenn doch nur mal "richtiges CS" wäre... 

In der vergangenen Nacht war es mal wieder "nicht Fleisch, nicht Fisch" - es zogen andauernd irgendwelche Wolkenfelder durch, in der zweiten Nachthälfte nervte der Mond...

Mit dem 72/400er Apo habe ich auf den NGC7380 "Wizard Nebula" (aka "Zaubernebel") im Kepheus belichtet.

Von 569x60s habe ich 121 frames wegen "Wolke" verworfen, übrig geblieben sind 448x60s= 7,46 Stunden Gesamt-Intergrationszeit.

Obwohl ich mein Glück wieder einmal ohne Filter versucht habe, hatte ich mir eigentlich mehr erhofft. Ich bräuchte einfach mal Neumond und durchgehend CS - aber wer von uns bräuchte das nicht... Egal, weil November ist, zeige ich das Bild trotzdem.

Aufnahmedaten:

Datum: 12./13.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 448x60s = 7,46 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

NGC7380_v1_13112025_1200_Annotated.jpg

Am Morgen gabe es dann noch ein schönes Polarlicht. Als ich in aller Frühe die Flatframes für meine nächtliche Astroaufnahme machen wollte, habe ich kurz auf meine Himmelskameras geschaut. Das Polarlicht war voll im Gange. Ich habe mir meine Canon geschnappt, bin auf den Acker gerannt und... Speicherkarte nicht erkannt... Also bin ich im Laufschritt wieder rein, neue Speicherkarte holen. Zum Glück habe ich die letzten Zuckungen noch erwischt:

Das Geschehen auf der Meteorkamera:



07.11.2025

Es ist schon krass, dass CS sehr häufig mit Vollmond, Wolke und Nebel einhergeht. Das ist definitiv nichts für die Astrofotografie, aber sein lassen konnte ich es auch nicht - es ist ja CS. Ich habe letzte Nacht insgesamt 600x60s = satte 10 Stunden meinen kleinen APO mit ASIAir am IC1795 "Fish Head Nebula" im Kassiopeia laufen lassen - natürlich ohne Filter. Livin' on the Egde!

Das Hautproblem waren die durchziehenden Wolken und ich wiederhole meinen Respekt dafür, wie der ASIAir stoisch weitermacht und das Guiding jedesmal wieder aufnimmt. Und es war quasi Tageslicht-Fotografie bei dem hellen Mond. Die gesammelten 600x60s habe ich händisch auf 299x60s = 4,98 Stunden zusammendampfen müssen.

Das Resultat hat dafür alles, was man sich für eine gute Vollmond-Fotografie wünscht: es ist detaillos, kontrastarm und hat reichlich Gradienten... Aber egal, ich konnte meinen Spleen mal wieder ausleben und hatte Spaß. What more can you ask for?

Aufnahmedaten:

Datum: 06./07.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 299x60s = 4,98 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

IC1795_07112025_1200_Annotated.jpg

Mit dem Origin habe ich den Kometen C/2025 R2 (SWAN) besucht:

Aufnahmedaten:

Datum: 06.11.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 584x10s = 1,62 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

C2025_R2_SWAN__1_Annotated.jpg

Um 05:30Uhr konnte ich dann auch noch einen "fotografischen Blick" auf den von der Presse so gehypten "Supermond" werfen, das Seeing war leider nicht so super...

Aufnahmedaten:

Datum: 06.11.2025

Teleskop: Seestar S50 | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1124 frames, | bearbeitet mit PS

Ein paar schöne Meteore gab es auch zu sehen:

06.11.2025 | 23:56:35 Uhr MEZ

07.11.2025 | 00:10:35 MEZ



03.11.2025

Letzte Nacht habe ich den Pelikan IC5070 im Schwan aufgenommen. Ich zeige hier jetzt mal kein "State-of-the-Art" - Astrobild sondern eine ganz besondere Aufnahmesituation und was daraus wurde. Wir beschweren uns ja alle oft über das miese Wetter. Ich persönlich versuche, jede mögliche Lücke zu nutzen und gestern hatte mir das Wolkenradar CS von 18 bis 21 Uhr versprochen. Der Mond steht bei 83%, zunehmend und leuchtet alles perfekt aus - aber hey... Versuch macht kluch!

Das einzig positive, was ich über die Bedingungen sagen kann ist, dass es trocken war.

Die insgesamt 165 gesammelten 60s-frames habe ich auf 61x60 Sekunden zusammengedampft und das hier ist dabei herausgekommen:

IC5070_03112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 02.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 61x60s = 61 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

IC5070_03112025_1200_Annotated.jpg

Mit Nebelfilter wäre sicher noch mehr drin gewesen. Interessant fand ich, dass der ASiAir sich nach Durchzug von dicken Wolkenfeldern (Guidestar verloren) immer sofort wieder

gefangen hat. Mit meinem APT-Laptop hätte es bei fehlendem Guiding irgendwann eine Center-Drift gegeben und ich wäre am Ende Kepheus gelandet.

Hier ein Video der Aufnahmebedingungen:

Dann habe ich das erste Mal den Mond mit meinem 72/400er APO und dem ASIAir plus abgelichtet.

Das Auffinden und die Videoaufnahme hat mit dem ASIAir wunderbar funktioniert - nichts zu meckern...

Aufnahmedaten:

Datum: 02.11.2025 | 21:42 Uhr MEZ

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS

Und dann gab es da noch diesen "Budget-Datensatz" bei Telescope Live von M108, den ich lieber hätte liegenlassen sollen... 

Der LRGB-Datensatz besteht aus nur 8 frames (je 2x600s pro Filter).

Ausnahmslos JEDER frame war von einem vertikalen Streifen durchzogen, es sieht aus, als hätte ein A380 direkt über dem Teleskop geparkt.

Kappa-Sigma-Clipping war also schonmal nicht... 

Außerdem sind TL-Lightframes normalerweise bereits kalibriert, aber diesmal hatte der Praktikant das wohl vergessen.

Die Bilder waren durchsetzt von Hotpixeln, es gab 3 fette Dust-Donuts und eine schöne Vignette... 

M108probs1.jpg

M108probs2.jpg

Nun bin ich so erzogen, dass ich generell nichts wegschmeissen kann und habe mich an die unheilvolle Aufgabe gemacht, das Bild zu "restaurieren".

In der Zeit, wo ich das gemacht habe, hätte ich die Galaxie locker selbst aufnehmen können.

Ich habe sämtliche Hotpixel auf subatomarer Basis wegretuschiert, den fetten Streifen habe ich mit dem "Heilen"-Tool von Gimp geheilt und die Retusche-Arbeiten

habe ich größtenteils mit einem nur wenige Pixel großen Klonstempel im Photoshop durchgeführt. Bei ungefähr 500 Hotpixeln...

Vermutlich ist mir der eine oder andere Stern dabei abhanden gekommen und ich entschuldige mich dafür ausdrücklich bei den Bewohnern des Planeten, der diesen Stern umkreist hat!

Zumindest ließ sich das Bild hinterher noch platesolven, das beruhigt mich ein wenig.

Um die gröbsten Schnitzer zu kaschieren, habe ich den Hintergund dann noch ein bisschen plattgemacht.

Hier das Ergebnis meines Rettungsversuchs:

M108_02112025_1200.jpg

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Officina Stellare 70cm F/8 RC| Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung L= 2x600s, R=2x600s, G=2x600s und B=2x600s = 1,33 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Aufnahmestandort ist das IC Astronomy Observatorium im Oria, Almeria, Spanien.

M108_02112025_1200_Annotated.jpg



01.11.2025

in der zweiten Nachthälfte ab Mitternacht wurde es heute klar.

Ich habe meinen kleinen APO aufgesattelt und habe als erstes Objekt den Eulenhaufen NGC457 im Kassiopeia besucht.

Belichtet habe ich 51x60s= 51 Minuten.


Aufnahmedaten:

Datum: 01.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 51x60s = 51 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

NGC457_01112025_1200_Annotated.jpg

Das zweite Objekt von heute Morgen (01.11.2025) - eine Stippvisite im Orion mit dem kleinen Apo: M42 und der "Running Man" NGC1977.

Aufgenommen habe ich (wegen des Kerns vom M42 kurzbelichtet) 411x10s = 68,5 Minuten ohne Filter.


Aufnahmedaten:

Datum: 01.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 411x10s = 68,5 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Das letzte Objekt am Morgen des 01.11.2025: bevor gegen 5Uhr die Wolken kamen, konnte ich noch 55x60s = 55 Minuten auf den Rosettennebel NGC2237 im Monoceros (Einhorn) gehalten.Der Nebelkomplex umfasst die NGC-Nummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.

Aufnahmedaten:

Datum: 01.11.2025

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 55x60s = 55 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

NGC2237_01112025_1200_Annotated.jpg

..und auch das Origin habe ich in den Orion gehalten. Ich habe jetzt in 2 Nächten 1253x10s = 3,48 Stunden Licht am M78 sammeln können.

Aufnahmedaten:

Datum: 18.10. und 01.11.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1253x10s = 3,48 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

M78_Origin01112025_1200_Annotated.jpg









Der Sternenblog - Beitragsarchiv Mai 2025



29.05.2025

Was fängt man mit einer Stunde CS an? 

Heute Abend habe ich dem Origin mal wieder seine Grenzen aufgezeigt und habe den winzigen PN NGC40 im Kepheus aufgenommen.

Das Bild ist ein crop und hochskaliert, die Gesamt-Integrationszeit beträgt 303x10s = 50 Minuten.

NGC40_28052025.jpg

M82np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 29.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 303x10s = 50 Minuten| bearbeitet mit PI und PS

Auch hier nochmal das komplette Feld:

NGC40full_28052025.jpg

M82np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 29.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 303x10s = 50 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

--> die volle Auflösung gibt es wieder in der Galerie bei astrotreff.de

Und noch etwas Licht von der Südhalbkugel:

Meine monatlichen Credits von Telescope Live habe ich diesmal für insgesamt 5 Sessions am Henize 70 (aka N70, LHA 230-N70) verbraten.

Henize 70 ist eine Superblase in der Großen Magellanschen Wolke / Large Magellanic Cloud (LMC).

Die Daten lagen als SHO vor, die habe ich in Pixinsight mit Pixelmath klassisch nach Hubble-Palette kombiniert (SII = R, HA = G, OIII =B).

Getreckt habe ich mit dem Pixelmath-Script "Bills_Stretch_Unlinked" von Bill Blanshan und anschließend habe ich "Modified SCNR" (ein weiteres Pixelmath-Script, ebenfalls von Bill Blanshan) drüberlaufen lassen.

Die Gesamt-Integrationszeit der Aufnahme beträgt 5,08 Stunden wie folgt:

SII = 6x600s + 8x300s = 1,67 Stunden

HA = 6x600s + 9x300s = 1,75 Stunden

OIII = 6x600s + 8x300s = 1,67 Stunden

Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.

Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Henize70_29052025kl.jpg

m2718092023_NP.png

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | 6x600s+9x300s HA, 6x600s+8x300s SII, 6x600s+8x300s OIII = 5,08 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

--> Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de



28.05.2025

Heute habe ich mich mit der Entwicklung des Bildes unseres Astrotreff-Gemeinschaftsprojektes "Hai jagt Makrele" (LDN1235 und LDN1251) beschäftigt.

HM_7_kl.jpg

Das Bildfeld ist riesig, eine auf 50% verkleinerte Version gibt es in der Galerie bei astrotreff.de.



26.05.2025

ich versuche seit einiger Zeit, die Lagune (aka M8 / NGC6523) zu erwischen. Der Nebelkomplex steht sehr tief und bisher war immer irgendwie ein Baum im Weg.

Heute Morgen hatte ich mir den Wecker auf 2:30Uhr gestellt, denn das Wetterradar hatte mir eine Lücke versprochen.

Da mein Blick Richtung Süden eingeschränkt ist, bin ich mit dem Origin an das Ufer unseres kleinen "Hausflüsschens" gezogen.

Wie gesagt, das Objekt steht sehr tief und am Flussufer steht das Gras mittlerweile so hoch, dass ich es großflächig runtertrampeln musste.

Falls also demnächst etwas von "Kornkreisen" in der Zeitung steht: das war ich! 

Zuerst sah es ganz gut aus, dann zogen aber immer wieder Wolkenfelder durch.

Ich konnte letztendlich auch nur 130x10s = 21 Minuten "einigermassen" brauchbare frames sammeln, denn das Origin hat zwischendurch 5x abgebrochen wegen "keine Sterne". 

Um überhaupt etwas zustande zu bekommen musste ich quasi in die Morgendämmerung hinein fotografieren. Das und die durchziehenden Wolken sieht man meinem Bild durchaus an.

Ich habe das trotzdem mal schnell beim Morgenkaffee  "probebearbeitet".

Mit mehr Licht und unter besseren Umständen aufgenommen ist das sicher ein großartiges Objekt für das Origin.Da werde ich auf jeden Fall weiter sammeln.

Der M8-Nebelkomplex besteht übrigens aus Emissions- und Reflexionsnebel - ich habe die Aufnahme ohne Nebelfilter gemacht:

M8_26052025_v2.jpg

ngc2024np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 26.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 130x10s = 21 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS



18.05.2025

Ich habe mich erneut mit dem Seestar an der ISS versucht.

Die gute Nachricht: wenn man die Flugbahndaten im Stellarium aktuell hält, ist die ISS immer pünktlich!

Die schlechte Nachricht:

die Strategie, das Deepsky-Objekt anzufahren, durch das der Transit passieren soll und dann (um Belichtung und Gain manuell einzustellen) in den Lunar Modus zu wechseln und dort "Skip Goto" zu drücken (damit das Seestar nicht auf den Mond schwenkt) funktioniert leider nur bedingt. Nämlich nur dann, wenn der Mond über dem Horizont steht. Ansonsten gibt es nur eine Fehlermeldung, dass der Mond nicht observierbar ist.

Es gibt ja auch noch den Scenery-Modus für Filmaufnahmen. Bisher konnte man dort nur komprimiertes mp4 aufnehmen.

Ganz aktuell gibt es aber ein Firmware-Update und man kann jetzt RAW-AVIs aufnehmen.

Allerdings... und jetzt kommt das große ABER... es gibt im Scenery-Modus kein Tracking...

Wenn also der Mond nicht irgendwo am Himmel steht (und somit der Lunar-Modus nicht verfügbar ist) , dann muss man wirklich in allerletzter Minute vor dem ISS-Transit in den Scenery-Modus wechseln, in Windeseile auf RAW-Video schalten, Belichtung und Gain reduzieren und hoffen, dass der Zielbereich nicht inzwischen aus dem Bildfeld gewandert ist.

Da der Transit in wenigen Sekunden passiert, sorgt das definitiv für Adrenalinschübe. 

Ich habe diesmal die Belichtungs- und Gaineinstellungen nach optischem Eindruck gewählt. Weil meine letzten Versuche ein völlig dunkles Bild ergeben haben, habe ich die Einstellungen so reduziert, dass die Sterne gerade eben noch zu sehen waren. Das war ein Fehler, denn für die ISS war es wieder viel zu hell. Durch das fehlende Tracking ist das Zeil innerhalb ganz kurzer Zeit aus dem Bildfeld gedriftet, die ISS hat nur die obere Ecke angekratzt:

ISS16052025crop.gif

Dafür aber ein Schnappschuss in den frühen Morgenstunden (18.05.2025) - der M11/NGC6705 Wild Duck Cluster (aka "Wildentenhaufen") - ein Offener Sternhaufen vom Trumpler-Typ II2r im Sternbild Schild.

Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 96x10s = 16 Minuten.

M11_18052025kl.jpg

M82np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 18.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 96x10s = 16 Minuten | bearbeitet mit PI und PS

---> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Ein weiterer Fang am frühen Morgen: der M10 / NGC6254 Kugelsternhaufen im Sternbild Schlangenträger / Ophiuchus.

Insgesamt habe ich 276x10s = 46 Minuten belichtet:

M10_18052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 18.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 96x10s = 16 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de



17.05.2025

Ich habe letzte Nacht weitere 1312x10s mit dem Origin an der "Makrele" aka "Rotten Fish Nebula" LDN1251 im Kepheus gesammelt.

Die Gesamt-Integrationszeit beträgt jetzt 6015x10s = 16,71 Stunden.

So richtig gefällt mir das Ergebnis noch nicht, die Bearbeitung empfand ich als extrem schwierig. Ich denke, das braucht evt. noch 'ne Messerspitze mehr Licht. 

LDN1251_17052025_v2.jpg

M82np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 30./31.04., 02./03.05., 05./06.05. und 16./17.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 6015x10s = 16,71 Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

In der zweiten Nachthälfte, ab ca. 23:35 Uhr UTC = 01:35 Uhr MESZ gab es ein schönes Polarlicht:

Polarlicht17042025.gif

Interessant dabei: es gibt einen Moment, da reflektiert das Licht an der vorderen Windmühle (siehe untere Animation). Kann das sein? 

Das müsste doch sehr hell gewesen sein...

FF_DE000M_20250517_002910_760_0396032.fits_maxpixel_pipp.gif



16.05.2025

Und noch so ein "Winzobjekt"... 

Letzte Nacht (15./16.05.2025) habe ich mit dem Origin das intergalaktische Hustenbonbon Sh2-106 (aka "Celestial Snow Angel") im Schwan aufgenommen.

Das Bild ist ein crop und etwas hochskaliert.

Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 1376x10s = 3,82 Stunden.

Sh2-106_16052025.jpg

M94np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 15./16.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1376x10s = 3,82 Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Ich habe dann zusätzlich noch zwei Seestars auf unser Astrotreff-Gemeinschaftsprojekt "Hai jagt Makrele" abgestellt und Licht gesammelt.

Auch die ISS wollte nochmal mit dem Seestar probieren, leider hat sich im Moment des Transits eine Wolke vor das "Zielgebiet" geschoben... 

Einen schönen Meteor gab es auch noch zu sehen:

16.05.2025 | 01:29:06 Uhr MESZ:

Meteor_20250516_012906.jpg

Das Teil ist durch die Fireball-Detection geschlüpft, weil er sich über 6 frames (6x10,2s = 61,2 Sekunden !) gezogen hat.

Ich habe das Video aus dem Timelapse extrahiert und mir daraus eine Animation gebastelt:

Meteor_20250516_012906.gif



14.05.2025

Heute habe ich von 3Uhr Morgens bis kurz vor Sonnenaufgang den M57 / NGC6720 Ringnebel im Sternbild Leier aufgenommen.

Insgesamt habe ich 306x10s = 51 Minuten belichtet, dann wurde es zu hell.

Das Bild ist ein crop, die Original-Auflösung war 756x474px und ich habe das Bild hochskaliert auf 1024x642px:

M57_14052025.jpg

ngc891np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 14.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 306x10s = 51 Minuten| bearbeitet mit PI und PS

Ich habe dann noch den M53 / NGC5024 Kugelsternhaufen im Haar der Berenike besucht - hier konnte ich 368x10s =61 Minuten belichten:

M53_14052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 13.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 368x10s = 61 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

--> die volle Auflösung gibt's in der Galerie bei astrotreff.de

Last but no least:
das dritte Bild der Nacht vom 13. auf den 14.05.2025 und ein weiterer Kugelsternhaufen: der M5 / NGC5904 im Sternbild Schlange.

Ich habe 560x10s aufgenommen, habe wegen durchziehender Wolkenfelder aber nur 504x10s = 42 Minuten verwendet:

M5_14052025kl.jpg

 

Aufnahmedaten:

Datum: 14.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 504x10s = 42 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de



13.05.2025

Letzte Nacht habe ich mit dem Origin einen weiteren Winzling besucht: den M76 (aka NGC650/651) Little Dumbbell Nebula (aka "kleiner Hantelnebel) im Perseus.

Das Bild ist ein crop, dessen Original-Größe (865x590px) habe ich auf 1024x683px hochskaliert, die Gesamt-Integrationszeit beträgt 1518x10s = 4,22 Stunden.

M76crop_13052025.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 12./13.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1518x10s = 4,22 Stunden| bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

Auch hier nochmal das (fast) volle Feld - die Feldrotation habe ich natürlich abgeschnitten) :

M76full_13052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 12./13.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1518x10s = 4,22 Stunden| bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

--> die volle Auflösungs gibt's in der Galerie bei astrotreff.de



12.05.2025

Ich habe mich gestern Abend nochmal mit dem Seestar auf die Jagd nach der ISS begeben.

Um 22:16:14 Uhr MESZ ist die Raumstation pünktlich durch die NGC4760 Galaxie im Sternbild Jungfrau gerauscht.

Der Trick ist, nach der Objekterfassung in den Lunar-Modus zu wechseln, dort den "Locate"-Button zu drücken und dann "Skip Goto".

Ich habe die Belichtung auf 10ms heruntergesetzt, Gain 100. Da muss ich nochmal ein bisschen experimentieren.

Natürlich ist die Auflösung des Seestar viel zu gering für eine Darstellung von Details, aber der TicTac vom Erstversuch hat immerhin ein bisschen "Kontur" bekommen.

Das Bild habe ich hochskaliert:

ISS_11052025gr.jpg

Und hier das Video des Vorbeiflugs:

iss11052025crop.gif

Aber zurück zum Deepsky - ich habe dann mit meinem Origin den PN NGC1501 im Sternbild Camelopardis (Giraffe) aufgenommen.

Der Zentralstern des Planetary ist ein kohlenstoffreicher und massearmer Wolf-Rayet-Stern.

Das Bild ist ein hochskalierter crop.

NGC1501crop_12052025.jpg

SENGC1491_29012024np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 11./12.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1583x10s = 4,4 Stunden| bearbeitet mit PI und PS

Der winzige planetarische Nebel im (fast) vollen Bildfeld (die Feldrotation habe ich natürlich abgeschnitten) :

NGC1501full_12052025kl.jpg

SENGC1491_29012024np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 11./12.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1583x10s = 4,4 Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

--> die volle Auflösung gibt's in der Galerie bei astrotreff.de

Ein Polarlicht gab es auch schon wieder - der Peak war zwischen 22:25 Uhr UTC und 22:40 Uhr UTC:

polarlicht_pipp.gif

Polarlicht12052025.jpg

...und der Elon feuert auch schon wieder aus allen Rohren: 

starlink1_pipp.gif

starlink1.jpg



11.05.2025

Als ich gestern Abend im Stellarium meine Objektplanung für die Nacht gemacht habe, flog die ISS als dicker "Blopp" über den Bildschirm.

Ich wollte versuchen, die Raumstation mit dem Seestar zu erwischen und hatte mir als "Zielgebiet" für den Transit den Planetary NGC6572 ausgeguckt.

Um 23:07 Uhr sollte die ISS die Umgebung des PN passieren.

Mein Origin fällt für solche Unternehmungen leider bisher aus (es gibt noch keinen Videomodus), also habe ich mir ein Seestar geschnappt.

Der NGC6572 steht ziemlich tief, beim ersten Versuch bin ich in den Bäumen gelandet. Ich bin dann nach gaaaaaanz weit hinten auf die Wiese gelaufen und habe dabei

scheinbar einen Fuchs so genervt, dass er mich die ganze Zeit aus nächster Nähe angekläfft hat.

Ich habe ihn nicht gesehen, ich habe ihn nur Bellen und Rascheln gehört - vermutlich stand ich mit einem Stativbein in seinem Bau. 

Jedenfalls: am anderen Ende der Wiese konnte ich auf den NGC6572 schwenken und wollte dann zur Aufnahme einer Videosequenzin den Planetary-Modus des S50 wechseln.

Habe ich gemacht - dann zeigt er mir nur die Planeten des Sonnensystems mit "Goto"-Option an. 

Ich hätte vermutlich in den Lunar-Modus wählen müssen, da kann man m.E. das Goto skippen...

Leider habe ich da nicht dran gedacht und bin dann in meiner Not - 3 Minuten vor dem Transit - in den Scenery-Modus gewechselt.

Da hat sich das Seestar dann erstmal komplett aufgehängt (Wartekringel dreht und dreht und nichts passiert). Ich habe die App dann mehrfach neu gestartet, ein Reconnect war nicht möglich. 

Genau 30 Sekunden vor dem Transit konnte ich dann endlich eine Videoaufnahme starten. Leider ist im Scenery-Modus kein RAW möglich und die Belichtung zu reduzieren habe ich auch nicht geschafft.

Ich bin - trotz Aufbaubeginn 40 Minuten vor Transit - ganz schön ins Rotieren gekommen. Ich lerne daraus: nächstes Mal ein Stunde einplanen!

Ein schwacher Trost bleibt: sie sieht zwar aus wie ein TicTac, aber ich habe die ISS erwischt! 

iss_3crop.gif

Es ist fast Vollmond (97%, zunehmend) - hier eine Aufnahme von 23:29Uhr MESZ mit dem Seestar (3x Drizzle) :

Mond10052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 10.05.2025

Teleskop: Seestar S50 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 1% von 2049 frames, 3x Drizzle | bearbeitet mit PS

Ich habe aber trotzdem versucht, mit meinem Origin die etwas kläglich geratene "59Minuten-durch-den-Bodennebel-hindurch-Belichtung"

der Galaxie NGC3718 (aka Arp214) im Ursa Major zu verschlimmbessern. 

Ich konnte immerhin 1612x10s zu Stack dazu addieren - die Gesamt-Integrationszeit liegt jetzt bei 1964x10s = 5,45 Stunden:

NGC3718_s12_11052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 01.05. und 10./11.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1964x10s = 5,45 Stunden |gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Annotationen (an Version 1) :

NGC3718_01042025ANT2.jpg

Und hier das gesamte Feld:

NGC3718_s12_11052025full_kl.jpg

SEIC405_09012024np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 01.05. und 10./11.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1964x10s = 5,45 Stunden |gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

NGC3718_s12_11052025full_klANT.jpg



09.05.2025

Nachdem ich mich gestern Früh (08.05.2025) bereits mit mäßigem Erfolg bei bewölktem Himmel am M17 / NGC6618 versucht hatte, habe ich den Emissionsnebel im Sternbild Schütze heute um kurz nach 2Uhr nochmals "aufs Korn" genommen.

Diesmal war ich ein wenig erfolgreicher, ich konnte immerhin 555x10s = 1,54 Stunden Licht sammeln:

M17_v2kl_09052025.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 09.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 555x10s = 1,54 Stunden | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben.

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Elon war letzte Nacht auch wieder aktiv und hat den Himmel mit weiteren Starlink-Satelliten verseucht.

Starlink-Train am 08.05.2025 um 21:46:20Uhr UTC:

starlink08052025.jpg

starlink08052025_pipp.gif



08.05.2025

Mein Vorhaben von heute Morgen muss ich wohl als quasi gescheitert betrachten. Das Wetterradar hat mir ab 3Uhr einen klaren Himmel versprochen, aber Pustekuchen.

Das Radar hat mir im 5 Minuten-Takt immer wieder neue Wolken auf den zuerst klaren Schirm gezaubert und das Origin hat ca. 10 Anläufe zum Initialisieren gebraucht, weil es keine Sterne sehen konnte.

Eigentlich war die Lagune mein Plan, aber da war nur Wolke. Ich habe dann etwas weiter nach oben gepeilt.

Quasi durch die Wolken hindurch habe ich einen äußerst mageren M17 erwischt - nach nur 81x10s = 13,5 Minuten musste ich abbrechen.

Außerdem hat mich das WLAN heute extrem genervt, ich musste 2x per USB-Stick mit Textdatei "OriginResetWifi" zurücksetzen.

Ja - es gibt Tage, da sollte man es lassen. 

Ich habe das magere Ergebnis trotzdem mal bearbeitet:

M17_08052025.jpg

lbn673np.png

Aufnahmedaten:

Datum: 08.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 81x10s = 13,5 Minuten | bearbeitet mit PI und PS



06.05.2025

Letzte Nacht war es komplett klar und ich habe mit dem Origin eine weitere Nacht auf dem "Rotten Fish" LDN1251 belichtet.

Kurz vor 3 Uhr bin ich dann mit dem Teleskop umgezogen - nachdem mein Süd-Sichtslot gestern schon einen kurzen Blick auf den Adler-Nebel (M16) ermöglicht hat,

war heute der M20 / NGC6514 "Trifid-Nebel" im Sternbild Schütze dran. Die Dunkelwolke, die den Nebel quasi in 3 Teile teilt ("trifidus" = lat. dreigeteilt, dreigespalten)

ist Barnard 85.

Da es um 4Uhr bereits dämmert, waren wieder nur 223x10s = 37 Minuten Gesamt-Integrationszeit drin. Zum Glück ist der M20 ein recht "dankbares Objekt" und das f/2.2 tut ein Übriges. Und wieder eine schnelle Bearbeitung bei Morgenkaffee - diesmal hat mir der bordeigene Rohstack so gut gefallen, dass ich auf das Stacken im APP verzichtet habe:

M20_06052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 06.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 212x10s = 35 Minuten | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!


--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de



05.05.2025

Als ich heute Morgen um kurz nach 3Uhr kurz wach wurde, blinzelte mich ein Sternenhimmel durch das Dachfenster an.

Aktuell ist das bei mir die beste Zeit für die M16-Passage durch meinen Süd-Sichtslot. Knapp 15 Minuten später war das Origin "schussbereit".

Leider geht bei uns die Sonne um kurz nach 4Uhr schon langsam wieder auf, ich konnte aber immerhin 212x10s = 35 Minuten Licht sammeln.

Eine schneller Stack und eine schnelle Bearbeitung beim Morgenkaffee  fördern kein Weltmeisterbild zu Tage, aber das f/2.2 des rasenden RASAs hat seine Vorzüge bestmöglich ausgespielt. 

M16_05052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 05.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 212x10s = 35 Minuten | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de



03.05.2025

Heute gab es in der 2. Nachthälfte ein schönes Polarlicht, hier die Aufzeichnungen meiner Himmelskameras:

Allsky:

polarlicht03052025_1_pipp.gif

Meteorkamera:

FF_DE000M_20250503_000019_819_0395264.fits_maxpixel_pipp.gif

FF_DE000M_20250503_001217_154_0413184.fits_maxpixel_pipp.gif

Außerdem hat Elon mal wieder neue Satelliten ausgesetzt... :rolleyes:

03.05.2025 | 21:16:51 Uhr UTC - 21:27:28 Uhr UTC

starlink03052025.jpg

starlink03052025_2_pipp.gif

Die Sonne um 08:56Uhr MESZ - aufgenommen mit dem Seestar S50.

Ich habe 1% von 1073 frames verwendet und diesmal mit 3x Drizzle gestackt:

Sonne03052025kl.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 03.05.2025

Teleskop: Seestar S50 | 1% aus 1073 frames| gestackt mit Autostakkert (3x Drizzle) |bearbeitet mit PS

ARs laut NOAA:

Sonne03052025klANT.jpg



01.05.2025

Eigentlich wollte ich letzte Nacht die ganze Nacht lang auf der wunderschönen Galaxie NGC3718 (aka Arp214) im Ursa Major belichten.

Leider hat das Origin zunächst die Zusammenarbeit verweigert, da das Objekt fast in Zenit stand (damit können azimutale Montierungen bekanntlich schlecht umgehen).

Ich habe also umgeplant und zunächst auf dem Dunkelnebel LDN1251 belichtet.

Gegen 3 Uhr Morgens bin ich dann doch nochmal auf die Galaxie geschwenkt und habe bis kurz nach 4Uhr (da geht bei uns im Norden zur Zeit so langsam die Sonne auf) Licht gesammelt.

Eine knappe Stunde (352x10s = 59 Minuten) konnte ich im aufziehenden Morgennebel Licht sammeln... immerhin.

NGC3718_01042025.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 01.05.2025

Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 352x10s = 59 Minuten | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

NGC3718_01042025ANT2.jpg

Tagsüber konnte ich dann noch einen Blick auf die Sonne mit der gewaltigen AR4079 werfen. Hier unser Stern um 11:22Uhr MESZ:

Sonne10052025kl.jpg

AR4079:

Sonne10052025_AR4079.jpg

Aufnahmedaten:

Datum: 01.05.2025

Teleskop: Seestar S50 | 1% aus 1382 frames| gestackt mit Autostakkert |bearbeitet mit PS

Alle aktuellen ARs laut NOAA:

Sonne10052025klANT.jpg



at1

Da mich das "Astrofieber" gepackt hat, habe ich mich an einen Nachbau des AllSky-Kamera-Projektes von Thomas Jacquin gemacht. Auf seiner GitHub-Seite gibt es eine genaue Projektbeschreibung. Eine 125mm-Doppelmuffe (Sanitärrohr), 2 Muffenstopfen, eine Plexiglas-Kuppel, ein Raspberry Pi 4 und eine Kamera - fertig ist das Himmels-Observatorium. Der Raspberry fertigt über Nacht Bilder, Sternenspur-Aufnahmen (Star-Trails), Timelapse-Videos und Keogramme für die Bewölkungsanalyse an. Für die Star-Trail-Aufnahmen werden automatisch die Bilder analysiert und die Fotos mit Bewölkung werden entfernt. Am Ende der Nacht lädt ein Script dann die "Ausbeute" auf meinen Server hoch. Eine konfigurierbare web-Seite stellt der Autor ebenfalls auf GitHub zur Verfügung. Ich hoffe, dass es mir durch die Dauerbeobachtung des Himmels gelingt, zum Beispiel Bilder von Sternschnuppen "einzufangen".

Durch einen Klick auf den Button gelangt Ihr zu einem Live-Bild meines "Observatoriums"

Allsky-Livebild

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