Der Sternenblog - Neues von der Sternwarte
09.05.2026
In den letzten Nächten stand immer mal wieder der Test von PINS - der LINUX-Portierung von NINA (link zu astrotreff.de) mit meinem modifizierten Origin (link zu astrotreff.de) an.
Die Nächte sind hier im Norden aktuell sehr kurz, ich hatte bereits in einer ersten Session 5 Panels des Herznebels IC1805 (& friends) aufgenommen und leider wurde es hell, bevor das 6 Panel an der Reihe war.
Dank des PINS/NINA Sequenzers ist es aber kein Problem, so eine Session wieder aufzunehmen.
Ich habe im APP "pro Panel" gestackt, evt. wäre es besser gewesen, den (langwierigen) Mosaikmodus zu verwenden. So hatte ich einige Helligkeitsabstufungen bei den
Übergängen der Kacheln, die ich in der Bildbearbeitung bekämpfen musste.
Ich kann sagen, dass PINS insgesamt sehr intuitiv zu bedienen ist und das alles wie am Schnürchen funktioniert: Autofokus, Guiding / Dithering, Flip,... das ist schon eine tolle Sache!
Weil das f/2.2 RASA helle Bereiche sehr schnell ausbrennen lässt, habe ich mich für eine 10s-Einzelbelichtung entschieden.
Das Mosaik enthält 1764x10s = 4,9 Stunden Licht - auf alle Kacheln verteilt ist das sicher nicht viel.
Und mit Schmalbandfilter wäre sicher mehr drin gewesen, aber es sollte ja nur ein "schneller Test" sein.
Mein Fazit: mit PINS hat das Origin den Komfort und Leistungsumfang von NINA - inkl. Mosaikmodus - und es bleibt trotzdem "smart".

Aufnahmedaten:
Datum: 21./22.04. und 08./09.05.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 1764x10s = 4,9 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | Aufnahme mit PINS, 6 Mosaik-Kacheln| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Auch die Smarties waren wieder aktiv, das S30 Pro hat weiteres Licht an der IC342 "The Hidden Galaxy" im Sternbild Giraffe/Camelopardis gesammelt.
Ihren Namen hat die Galaxie, weil sie sich hinter Staubregionen in der Nähe des Himmeläquators versteckt.
Insgesamt habe ich 2113x10s = 5,87 Stunden Material aus zwei Nächten verwendet.

Aufnahmedaten:
Datum: 07./08.05. und 08./09.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 2113x10s = 5,87 Stunden | gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

An "Coddington's Nebula" IC2574 im Ursa Major habe ich in der vergangenen Nacht zwei Seestars arbeiten lassen.
Verwendet habe ich 3347x10s = 9,30 Stunden. Ergänzt wurde der Stack durch 1881x10s = 5,23 Stunden vom Astrokollegen Heiko - Danke dafür!
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 5228x10s = 14,52 Stunden. Mit der schwachen Galaxie ist das kleine Seestar sicher stark gefordert, das braucht auf jeden Fall "mehr Licht".
Immerhin - verglichen mit meinem "Erstversuch" mit 1,14 Stunden Gesamt-Integrationszeit (link zu astrotreff.de) kann man schon etwas mehr erkennen.

Aufnahmedaten:
Datum: 07./08.05 und 08./09.05.2026 (plus Heikos Lights)
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 5228x10s = 14,52 Stunden| gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

08.05.2026
Heute habe ich zwei Smarties zum Lichtsammeln abgestellt: das Seestar S50 habe ich auf die Galaxie IC2574 "Coddingtons Nebula" im Ursa Major abgestellt,
während das S30Pro an IC342 "The Hidden Galaxy" im Sternbild Giraffe/Camelopardis belichtet hat.
02.05.2026
Parallel zu meinen C11-Justierarbeiten habe ich in der Vollmond-Nacht vom 01. auf den 02.05.2026 das S30Pro auf den M13 Herkuleshaufen gehalten.
Für die helle Umgebung hat sich der Zwerg m.E. gar nicht so schlecht geschlagen.
Insgesamt 1048x10s = 2,91 Stunden habe ich verwendet. Das Bild ist ein crop.

Aufnahmedaten:
Datum: 01./02.05.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1048x10s = 2,91 Stunden | gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

Auch der "Propeller" ist zu erkennen:

30.04.2026
Es ist zum verrückt werden mit dem C11 - wieder habe ich die ganze Nacht mit irgendwelchen "Adjustments" verbracht.
Naja, ich arbeite dran.
Immerhin gab es ein paar Meteore (link zu astrotreff.de)
29.04.2026
Die klare Nacht habe ich mit meinem C11 am Mond verbracht - das hat nach einem Sturz aus geringer Höhe (20cm auf die Tischplatte) ein scheinbar schwerwiegendes Justageproblem, welches ich noch nicht beheben konnte.
Einen Meteor gab es immerhin (link zu astrotreff.de)
28.04.2026
27.04.2026
Wieder eine klare Nacht ohne mich - aber die Meteorkamera hat Ihre Fangnetze ausgeworfen:
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de
26.04.2026
Die klare Nacht musste ich aus Zeitgründen leider sausen lassen, immerhin hat die Meteorkamera etwas eingefangen:
Der Meteorfang der Nacht (link zu astrotreff.de)
22.04.2026
Wieder eine klare Nacht. Es stand ein Test der Mosaik-Funktion von PINS an.
Auch das hat hervorragend funktioniert:
1) Ziel im Framing-Assistenten definiert,
2) Kacheln als "Favorite Targets" abgespeichert,
3) Sequenz erstellt
4) Erstes Panel aus den Favoriten als Target im DSO-Container eingestellt
5) DSO-Container dupliziert + editiert --> zweites Panel aus den Favoriten geladen
6) Schritt 5 für alle Kacheln durchgeführt
Die Mosaik-Sequenz ist dann perfekt durchgelaufen. Autofokus, Guiding, Dithering, Flip - alles funktioniert prima!
Ich habe gerade mal die Daten zusammengestackt.
Es sind insgesamt 6 Panel, aus Zeitgründen habe bis zum Sonnenaufgang nur leider nur 5 geschafft.
Da sich die Sequenzen aber abspeichern lassen, kann ich da jederzeit weitermachen.
Jedes Panel enthält 250 frames a 10s, das Original-Bild hat eine Auflösung 5693x5535 Pixel:
Ich freue mich schon darauf, das Mosaik fertigzustellen und zu bearbeiten - leider ist jetzt erstmal Wolke.
Hinter die Mosaikfunktion von PINS kann ich also auch schonmal einen Haken setzen.
Das S30Pro hatte ich natürlich parallel am Start - ich habe jetzt in 5 Nächten 3440x10s = 9,56 Stunden Licht am NGC7023 - Mosaik gesammelt.

--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen
Aufnahmedaten:
Datum: 06./07.04., 10./11.04., 16./17.04., 19./20./04. und 21./22.04.2026
Teleskop: Seestar S30Pro |Belichtung: 3440x10s = 9,56 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
21.04.2026
Nach diversen Trockentests konnte ich letzte Nacht meinen Origin-Umbau (link zu astrotreff.de) zum ersten Mal mit
PINS - der NINA-Linux-Portierung auf dem Raspberry-PI (link zu astrotreff.de) am Sternenhimmel testen.
Meine EQ6Pro wird von PINS problemlos erkannt. Da ich noch nie mit NINA gearbeitet habe (ich komme von APT und bin dann direkt zu ASIAir gewechselt), muss ich mich erstmal in
die Sequenzen und Trigger (z.B. AF bei Temp-Änderung) eingrooven - ich muss aber sagen, dass das alles sehr intuitiv wirkt.
Der externe Temperatursensor des Gemini EAF wird erkannt und liefert einen Wert.
Nachdem ich ein wenig Schwierigkeiten mit der PHD-Kalibrierung hatte (lag an mir, ich war zu nah am Zenit), lief dann eine erste Sequenz.
TPPA, Guiding, Dithering, AF (auch nach Temp. Änderung), Sequenzerstellung - es funktioniert alles! Vielen Dank an die Entwickler dafür!

Den "Testoutput" der Nacht habe ich dann auch gleich mal zu einem Bildchen verwurstet.
Nur mal ganz quick and dirty - 3,58 Stunden gibt zwar nur eine sehr lichtschwache Makrele, aber immerhin ist es mein Firstlight mit PINS!

Die Meteorschau der Nacht gibt es hier zu sehen (link zu astrotreff.de)
17.04.2026
Das S30Pro habe ich heute wieder im Kepheus abgestellt, um weiteres Licht am NGC7023 Widefield zu sammeln.
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
15.04.2026
13.04.2026
So richtig CS gibt es bei mir aktuell nicht. In der letzten Nacht (12./13.04.2026) hat meine Kamera trotzdem 3 Meteore eingefangen.
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
12.04.2026
Das Seestar S30Pro habe ich eine weitere Nacht am Kepheus-Mosaik NGC7023 (& friends) laufen lassen.
ich konnte weitere 725x10s = 2,01 Stunden nachlegen (ebenfalls im Mosaikmodus). Die Gesamt-Integrationszeit habe ich also verdoppelt und bin jetzt
bei 1438x10s = 3,99 Stunden angelangt.

Als nächstes werde ich die 4 Stunden dann auf 8h verdoppeln - die grobe Faustregel: um ein doppelt so gutes Signal-Rausch-Verhältnis zu bekommen, benötigt man die 4fache Belichtungszeit.
Der Meteorfang der Nacht (link zu astrotreff.de)
09.04.2026
Meine Meteorkamera hat in der Nacht 3 Exemplare eingefangen (link zu astrotreff.de)
08.04.2026
Heute in den frühen Morgenstunden habe ich mit dem 72/400er Apo den Kugelsternhaufen M3 (aka NGC5272) im Sternbild Jagdhunde / Canes Venatici besucht.
Um ein Ausbrennen des hellen Kerns einigermassen einzudämmen, habe ich die Belichtungszeit pro frame auf 10s verringert.
Herausgekommen sind 682x10s = 1,89 Stunden Gesamt-Integrationszeit.

Aufnahmedaten:
Datum: 08.04.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 982x60s = 1,89 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Mit dem S30Pro habe ich mich nebenbei mal am Iris-Nebel NGC7023 im Mosaikmodus versucht.
Vorab: da fehlt noch eine Menge Signal, nur 713x10s = 1,98 Stunden Licht (von insges. 743 frames) habe ich verwendet.
Außerdem ist das im Mosaikmodus aufgenommen, d.h. nicht jede Kachel hat die vollen 2h abbekommen.
Das Bild ist totgestreckt und überentrauscht... und trotzdem finde ich es erstaunlich, was der Zwerg da schon an Dunkelnebeln zeigt.
ich werde das auf jeden Fall noch ergänzen, die Testbearbeitung möchte ich hier (sozusagen als "Preview") aber doch mal zum Besten geben:

Aufnahmedaten:
Datum: 07./08.04.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 713x10s = 1,98 Stunden|gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

Zum Vergleich: so sieht der Onboard-Stack direkt aus dem Seestar aus:

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
07.04.2026
in der vergangenen Nacht gab es bei uns wieder CS und ich habe mich auch nochmal mit dem Astrotreff ODM 04/2026 Hickson 57 aka Copeland's Septett beschäftigen können.
Weil ich in der Nacht noch mehr vorhatte, habe ich nur den kleinen 72/400er Apo aufgesattelt und da meine Sicht in Richtung Süden begrenzt ist,
sind aus meinen Bemühungen leider auch nur 114x60s = 1,9 Stunden Gesamtintegrationszeit geworden.
Zunächst das volle Feld zoombar und in der vollen Auflösung im Astrotreff-Viewer (link zu astrotreff.de)
Hickson 57 / Copeland's Septett - Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus ![]()
Herunterskaliert auf Thread-konforme 1200px Breite:

Und die "Hauptdarsteller" im hochskalierten Crop:


Aufnahmedaten:
Datum: 07.04.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 114x60s = 1,9 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
Ist jetzt nicht supertoll, aber "a bissl was" geht auch mit kleinem Geschirr.
Danach habe ich mit meinem 72/400er Apo die Eule und Ihr Surfboard (M97 und M108) im weiten Feld aufgenommen.
Der Mond hat in der zweiten Nachthälfte ganz schön genervt - die überhellten frames (= über eine Stunde Material) habe ich alle entsorgt.
In den Stack sind 260x60s = 4,33 Stunden Licht eingeflossen.

Aufnahmedaten:
Datum: 06./07.04.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 260x60s = 4,33 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Im Bild finden sich eine Menge kleiner Galaxien:

Crop / Details:
M97 / NGC3587 "Eulennebel", ein Planetarischer Nebel im Ursa Major, ca. 2030-2800 Lichtjahre von und entfernt:

M108 / NGC3556 "Surfboard-Galaxie", Entfernung ca. 46 Millionen Lichtjahre:

Mit dem S30Pro habe ich dann noch eine dritte Nacht an der Mosaikaufnahme vom Sh2-155 und Sh2-154 im Kepheus verbracht.
Ich habe viele frames wegen des hellen Mondes verworfen, insgesamt habe ich 1918x10s = 5,33 Stunden verarbeitet.

Aufnahmedaten:
Datum: 01./02.04, 02./03.04 und 06./07.04.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1918x10s = 5,33 Stunden mit LP-Filter|gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
03.04.2026
Letzte Nacht habe ich weiteres Licht an den Emissionsnebeln Sh2-155 und Sh2-154 im Kepheus gesammelt.
02.04.2026
In der vergangenen Nacht schien der Mond hell und ich habe mein S30Pro auf die Emissionsnebel Sh2-155 und Sh2-154 im Kepheus ausgerichtet.
Das Ergebnis benötigt noch mehr Licht.
Als ich heute Morgen dann mein Seestar von der Wiese geholt habe, habe ich schnell nochmal den Mond besucht.
Die Aufnahme ist ein Single-Frame im 2fach-Zoom-Modus.

Aufnahmedaten:
Datum: 02.04.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Einzelframe, 2x Zoom|bearbeitet mit PS
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
21.03.2026-28.03.2026
Wir waren vom 21.-28.03. auf La Palma - einen kleinen Reisebericht dazu gibt es auf astrotreff.de


Leider konnte ich wetterbedingt den mitgebrachten Apo nicht nutzen, mit dem S30 habe ich aber einiges eingefangen, was ich hier auch nochmal einsortieren möchte:
28.03.2026
Gestern Abend habe ich eine zweite Session am RCW19 - dem Emissionsnebel zwischen r Pup und q Pup - aufnehmen können.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt jetzt 611x10s = 1,69 Stunden mit LP-Filter.

Aufnahmedaten:
Datum: 26. und 28.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 611x10s = 1,69 Stundenmit LP-Filter|gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

Ab 3Uhr Morgens bis zum Sonnenaufgang habe ich eine dritte Session am Rho-Ophiuchi-Nebelkomplex aufgenommen.
Drei Mosaike mit überlappenden Bildfeldern habe ich zusammengebastelt. Insgesamt konnte ich 595x10s = 1,65 Stunden Licht sammeln.
Es ist nicht ganz so toll geworden wie meine Bearbeitung einer Chilenischen Aufnahme des Objektes (link zu astrotreff.de) - aber ich finde,
das S30Pro hat sich für die kurze Zeit ganz wacker geschlagen:

Aufnahmedaten:
Datum: 26., 27. und 28.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 595x10s = 1,65 Stunden|gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS

27.03.2026
Für die letzte Nacht hatte ich mir den RCW19 vorgenommen - das ist ein Emissionsnebel im Puppis.
Ich konnte ein wenig Licht mit LP-Filter sammeln, der Nebel ist aber ziemlich schwach, da braucht es noch mehr Integrationszeit.
Der Mond wird auch langsam ziemlich "dominant" - der Belegungskalender unserer Astro-Unterkunft liest sich übrigens wie ein Mondphasen-Kalender. ;-)

Aufnahmedaten:
Datum: 26..03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Einzelframe, 2x Zoom|gestackt mit APP| bearbeitet mit PI und PS
Irgendwann zog sich der Himmel zu, ich habe noch einen ganz kurzen Blick auf die M104 "Sombrero-Galaxie" werfen können.
Wegen der zunehmenden Bewölkung habe ich schon nach 28x10s = 4,6 Minuten (!) aufgegeben:

Ich finde es aber wirklich krass, was sich aus dem Material des S30Pro mit nicht mal 5 Minuten Belichtungszeit herauskitzeln lässt:

(das Bild ist ein hochskalierter Crop)
Nach 5 Uhr am Morgen riss dann die Wolkendecke auf und ich konnte noch etwas Licht am der Rho-Ophiuchi-Wolke einfangen.
26.03.2026
Gestern Abend habe ich zwei offene Sternhaufen im Puppis abgelichtet - sowas geht ja auch bei nur teilweise klarem Himmel fast immer.
Der NGC2477 (aka "E-Gitarren-Haufen") im Sternbild Puppis ist ein offener Sternhaufen der Trumpler Klassifikation I3r, hier habe ich 221x10s = 37 Minuten belichtet:

Aufnahmedaten:
Datum: 25.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 221x10s = 37 Minuten|bearbeitet mit PI und PS

Das zweite Sternhaufen-Mitbringsel findet sich auch im Puppis - der NGC2546 "Herz-und-Dolch-Haufen" oder auch "Verwundetes-Herz-Haufen" - ein OC der Trumpler-Klasse III2m.
Hier habe ich 153x10s=25,5 Minuten belichtet:

Aufnahmedaten:
Datum: 25.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 221x10s = 37 Minuten | bearbeitet mit PI und PS

Gegen 3 Uhr Morgens ist dann der Rho-Ophiuchi-Nebelkomplex vor unserer Terrasse aufgetaucht und ich habe begonnen, etwas Licht für ein Mosaik zu sammeln.
Der Meteorfang der Nacht auf der heimischen Kamera (link zu astrotreff.de)
25.03.2026
23.03.2025
In der vergangenen Nacht konnte ich trotz immer wieder durchziehender Wolken und Regengebiete mit dem S30Pro das Leo-Triplet ablichten.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 367x10s = 61 Minuten.

Aufnahmedaten:
Datum: 22./23.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 367x10s = 61 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Außerdem habe ich mich an einem kurzen Mosaik der Makarjanschen Kette versucht:

Aufnahmedaten:
Datum: 23.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 162x10s = 27 Minuten|gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Blick von der Terrasse unserer Ferienwohnung auf die Milchstrasse - leider mit etwas Wolke:


Da ist was los am Himmel: ;-)

20.03.2026
Kein Wetter für die Astrofotografie, aber meine Meteorkamera hat 4 Exemplare erwischt.
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
19.03.2026
In der vergangenen Nacht war es halbwegs klar, es zogen jedoch immer mal wieder einige Wolkenfelder durch.
Mit dem kleinen 72/400er Apo habe ich ein wenig "kosmischen Dreck" im Kepheus eingefangen: LBN550 (& friends).
Insgesamt habe ich 460 Minuten Licht eingesammelt, davon habe ich allerdings wegen der Wolken im Bild nur 319 x 60s = 5,32 Stunden verwendet.

Aufnahmedaten:
Datum: 18./19.03.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 319x60s = 5,32 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Und während mein kleiner Apo mit den Lynd's-Objekten im Kepheus beschäftigt war, habe ich das S30Pro in den Orion gehalten.
Ich habe den M78 in einem weiten Feld aufgenommen. Leider war der vorhergesagte klare Himmel immer wieder von Wolken durchzogen - letztendlich habe ich von 557
gesammelten Frames nur 401x10s = 1,11 Stunden verwenden können. Ich finde, in Anbetracht der kurzen Belichtungszeit hat das S30Pro einen ganz guten Job gemacht.

Aufnahmedaten:
Datum: 18.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 401x10s = 1,11Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Als zweites S30Pro-Objekt der Nacht habe ich mich für einen späten NGC7000 (aka "Nordamerika-Nebel") entschieden.
In das native FOV des S30Pro passt auch der Pelikan (IC5070) noch mit rein.
Bis zum Sonnenaufgang habe ich 1730 frames mit dem LP-Filter gesammelt, verwendet habe ich wegen durchziehender Wolken aber nur 1202x10s = 3,34 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 19.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1202x10s = 3,34 Stunden mit LP-Filter| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Zwei Seestar S50 waren zusätzlich im Orion in Sachen "Lichtakquise" für unser Astrotreff-Gemeinschaftsprojekt tätig. ![]()
Die Meteorschau der Nacht (link zu astrotreff.de)
18.03.2026
Letzte Nacht (17./18.03.2026) wurde es ab ca. 1Uhr klar. Ich habe mit meinem kleinen 72/400er Apo die "Geister der Kassiopeia" IC59 und IC63 besucht.
Bis zum Sonnenaufgang habe ich 145x60 Sekunden = 2,42 Stunden Licht sammeln können.

Aufnahmedaten:
Datum: 17./18.03.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 145x60s = 2,42 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | je 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen
Detail:

Annotiert:

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
17.03.2026
Letzte Nacht habe ich mit dem 72/400er Apo den Medusanebel Sh2-274 im Sternbild Zwillinge aufgenommen.
Belichtet habe ich 170x60s = 2,83 Stunden mit dem SVBONY SV220 Dual-Narrowband-Filter.

Aufnahmedaten:
Datum: 16./17.03.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 170x60s = 2,83 Stunden mit SVBONY SV220 Dual-Narrowband Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | je 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Mit dem S30Pro habe ich versucht, den NGC2174 / NGC2175 "Monkey Head Nebula" im Orion einzufangen.
Ich hatte zunächst mit dem LP-Narrowband-Filter belichtet. Leider war die Nacht nicht vollständig wolkenfrei und der Filter schluckt scheinbar eine Menge Licht.
Nach über zwei Stunden hatte der Zwerg erst 118x10s Licht gesammelt. Da der Nebel dann langsam Richtung Westen abgetaucht ist, habe ich das Teleskop nochmal an eine Stelle mit
"Horizontsicht" umgesetzt. Auch hier hat das Smartie mit LP-Filter nur "Startrails, image discarded" angezeigt. Mit UV/IR-Cut ging es dann aber und ich habe nochmal 178x10s dazu addieren können.
Das Bild hat also mehr RGB als Schmalband abbekommen - naja... ist halt so - mehr hat das Wetter nicht hergegeben.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 296x10s=49 Minuten.
Die Katalogbezeichnungen des Objektes sind nicht ganz eindeutig - SIMBAD benutzt NGC2174 für den Nebel und NGC 2175 für den Sternhaufen.
Hierzu ein Zitat aus der englischen Wikipedia:
There is some equivocation in the use of the identifiers NGC 2174 and NGC 2175. These may apply to the entire nebula, to its brightest knot, or to the star cluster it includes. Burnham's Celestial Handbook lists the entire nebula as 2174/2175 and does not mention the star cluster. The NGC Project (working from the original descriptive notes) assigns NGC 2174 to the prominent knot at J2000 06h 09m 23.7s, +20° 39′ 34″ and NGC 2175 to the entire nebula, and by extension to the star cluster.Simbad uses NGC 2174 for the nebula and NGC 2175 for the star cluster.

Aufnahmedaten:
Datum: 16./17.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 118x10s mit LP-Filter plus 178x10s mit UV/IRCut-Filter = 49 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Und natürlich habe ich auch wieder die üblichen zwei Seestars auf das Orion-Gemeinschaftsprojekt im Astrotreff angesetzt. ;-)
Die Meteorschau der Nacht (link zu astrotreff.de)
13.03.2026
Es stürmt und das Wetter ist nach einem Frühlings-Intermezzo wieder ziemlich eklig.
12.03.2026
Es ist noch nicht so richtig M13-Saison. Da es gestern erst nach Mitternacht CS gab, habe ich trotzdem mal den kleinen 72/400er Apo auf den GC im Herkules draufgehalten.
200x60s = 3,33 Stunden habe ich insgesamt belichtet.
DIe volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de.

Aufnahmedaten:
Datum: 12.03.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 200x60s = 3,33 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

...wenn man den PGC-Katalog in die Annotation einbezieht, wird es wuselig...

Hier das (erschreckende) Stackergebnis (invertiert und Kontraste hochgezogen wegen der besseren Sichtbarkeit) :

blink:
Das S30Pro habe ich auf dem OC M44 Beehive Cluster (aka "Praesepe") im Sternbild Krebs gerichtet.
Aufgenommen habe ich 900x10s = 2,5 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 12.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 900x10s = 2,5 Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Zusätzlich habe ich noch ein Seestar auf der NGC3365 abgestellt. Ich habe leider nur 857x10s= 2,38 Stunden Licht sammeln können.
Das Bild ist ein Crop eines größeren Feldes und hochskaliert von 948px auf 1200px Breite.


Aufnahmedaten:
Datum: 12.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 857x10s =2,38 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
10.03.2026
Gestern Abend war bei mir bis Mitternacht CS angesagt, danach zog ein dichter Nebel auf.
Mit dem 72/400er APO habe ich den Supernova-Überrest IC443 (aka Sh2-248) im Sternbild Zwillinge / Gemini aufgesucht.
Von den 235 gesammelten frames habe ich 223x60s verwendet - die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 3,72 Stunden.
Aufgenommen habe ich mit dem SVBONY SV220 Dual-Narrowband-Filter.
Ansicht im Astrotreff-Viewer (Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus) ![]()
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 09.03.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 223x60s = 3,72 Stunden mit SVBONY SV220 Dual-Narrowband Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | je 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
Normalerweise annotiere ich ein auf 1200px Breite herunterskaliertes Bild mit dem PI Annotationsscript. Bei der vollen Auflösung werden die Beschreibungen immer so fizzelig.
Diesmal hat das irgendwie nicht geklappt - das Bild wird ordnungsgemäß gesolved, aber die Annotation liegt total daneben. Warum auch immer - bei der vollen Auflösung funktioniert es problemlos - Astrometry beschriftet auch das 1200px-Bild ordnungsgemäß. Es gibt also diesmal keine fancy Beschriftung sondern nur ein von Astrometry annotiertes Bild.

Mit dem S30Pro habe ich gestern Abend den Möwennebel (IC2177) im Einhorn aufgenommen.
Das Bild ist ein Mosaik, die Gesamt-Integrationszeit beträgt 526x10s = 1,46 Stunden mit LP-Filter.
Mehr war leider nicht drin, denn irgendwann war der Nebelkomplex aus meinem Sichtfeld verschwunden.
Ich musste das schwache Signal daher extrem strecken, was sicher das eine oder andere Artefakt verursacht haben dürfte - also besser nicht zu sehr hineinzoomen... ;-)

Aufnahmedaten:
Datum: 09.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 526x10s = 1,46 Stunden mit LP-Filter| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Für das Widefield-Projekt (link zu astrotreff.de) konnte ich mit zwei Seestar S50 weiteres Licht am Orion sammeln.
Nach Mitternacht war es dann vorbei mit dem wolkenfreien Himmel, der Tag war dann ziemlich verregnet.
Immerhin habe ich (mit dem Xiaomi 14T) einen schönen, doppelten Regenbogen einfangen können:

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
09.03.2026
In der vergangenen Nacht (08./09.03.2026) habe ich mit den 72/400er APO mal ein paar Galaxien rund um M101 im Ursa Major abgelichtet.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 276x60s = 4,6 Stunden.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 08./09.03.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro | Belichtung: 276x60s ohne Filter = 4,6 Stunden | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
Im Bild sind die NGC-Galaxien NGC5422, NGC5449, NGC5450, NGC5451, NGC5455, NGC5457 (aka M101), NGC5461, NGC5462, NGC5471, NGC5473, NGC5474, NGC5477, NGC5484, NGC5485 und NGC5486 zu sehen:

...und richtig wuselig wird es, wenn man den PGC-Katalog mit in die Annotation einbezieht:

Parallel habe ich M81, M82 und NGC3077 im Ursa Major mit dem winzigen Seestar S30Pro abgelichtet.
Wirklich Sinn macht das zwar nicht, aber Ich wollte es einfach mal mit 30mm Öffnung versuchen... ;-)
Herausgekommen sind dabei 1376x10s = 3,82 Stunden Gesamt-Integrationszeit.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 08./09.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1376x10s = 3,82 Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Auch am Orion-Widefield-Projekt (link zu astrotreff.de)konnte ich weiterbelichten - hierzu hatte ich zwei Seestar S50 "abkommandiert".
Es ist gar nicht so einfach, 4 Teleskope gleichzeitg zu beaufsichtigen, da kommt man bei der EInrichtung ganz schön ins Schwitzen... ;-)
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
07.03.2026
Gestern Abend habe ich mit dem S30Pro die M31 besucht. Ich habe im Mosaikmodus bei 1.3x framing aufgenommen und 459x10s = 1,28 Stunden Licht gesammelt.
Das Ergebnis hat mich jetzt nicht umgehauen und mehr habe ich bei der Bearbeitung auch nicht herausbekommen. Dennoch ich finde es immer wieder erstaunlich, was 30mm Öffnung so reißen können.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 06.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 459x10s = 1,28 Stunden| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
06.03.2026
Letzte Nacht gab es wieder "hervorragende Bedingungen" für die Astrofotografie. Aber naja... man nimmt halt, was man kriegen kann.
Zusätzlich zum hellen Mond hat sich auch noch eine ordentlich Prise Sahara-Sand in die Aufnahme geschlichen - meine Frau hat vorgestern Fenster geputzt - das war für die Katz...
Ich habe mit dem modifizierten Origin 2594x10s am NGC7129 im Kepheus gesammelt.
Dazu habe ich noch 1306x10s einer Aufnahme von 03/2025 gemischt (link zu astrotreff.de) - unglaublich: auch diese wurde laut meinen Aufzeichnungen vom Saharastaub beeinflusst.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 3900x10s = 10,83 Stunden.
Dafür ist das Ergebnis sicher mager, die zugemischten Frames sind zudem zu Zeiten aufgenommen worden, wo das Celestron noch diese "Background-Noise" Problemchen hatte - was den Hintergrund nicht ruhiger macht.
Ich habe also wieder zu Holzhammer und Schmirgelpapier gegriffen und habe das Bild ordentlich plan gefräst. ;-)
Außerdem mit im Bild ist der NGC7142 - das ist ein offener Sternhaufen der Trumpler Klassifikation II2r.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 10./11.03. 2025 und 05./06.03.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung 3900x10s = 10,83 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Außerdem versuche ich seit 4 Nächten versuche ich mit dem winzigen Seestar S30Pro dem Himmel ein Bild vom "kosmischen Fragezeichen" NGC7822 im Kepheus abzutrotzen.
Wettertechnisch waren alle Widrigkeiten dabei: durchziehende Wolken, Vollmond und Saharastaub.
Vom 02. bis zum 06.03.2026 habe ich insgesamt 4470x10s = 12,42 Stunden Licht im Mosaikmodus (2fach-framing, teilw. gedreht) gesammelt.
Da geht bestimmt noch mehr - jetzt habe ich aber erstmal keine Lust mehr... ;-)
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 02. bis 06.03.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 4470x10s = 12,42 Stunden mit LP-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Der Orion ist aktuell "früh dran" - die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Ich hatte am frühen Abend aber endlich mal wieder Gelegenheit,
zwei Seestar S50 für unser Widefield-Gemeinschaftsprojekt (link zu astrotreff.de) abzustellen und habe mich auf die ausgedehnten HII-Gebiete im "Kopf" des Orion gestürzt.
05.03.2026
In der vergangenen Nacht (04./05.03.2026) habe ich mit meinem Frankenstein-Origin (link zu astrotreff.de) den NGC7635 "Bubble Nebula" im Kassiopeia aufgenommen.
Wegen des hellen Vollmondes habe ich den Celestron Narrowband-Filter benutzt.
Herausgekommen sind 1638x15s Belichtung, diese habe ich zusätzlich mit 292x10s RGB aus meinem Festplattenarchiv ergänzt.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 7,64 Stunden.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen.

Aufnahmedaten:
Datum: 16/17.02.2025 und 04./05.03.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA modifiziert | Belichtung: 1638x15s mit dem Celestron Nebelfilter plus 292x10s RGB = 7,64 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Das S30Pro hat derweil fleissig am NGC7822 weiterbelichtet.
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
04.03.2026
Ist es das weltweit erste automatisierte Mosaik mit dem Celestron Origin? Man weiß es nicht...
Letzte Nacht habe ich unter widrigen Bedingungen (Vollmond und Wolke) ein 2x2 Mosaik vom IC1848 mit dem Frankenstein Origin (link zu astrotreff.de) aufgenommen.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 730x15s=3,04 Stunden.
Beschreibung siehe --> hier (link zu astrotreff.de) <--

Aufnahmedaten:
Datum: 03./04.03.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA modifiziert | Belichtung: 730x15s = 3,04 Stunden im 2x2 Mosaikmodus mit dem Celestron Nebelfilter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Parallel habe ich mit dem S30Pro weiter am NGC7822 belichtet.
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
03.03.2026
Das Wetter war letzte Nacht nicht Fleisch und nicht Fisch. Es sollte klar werden, aber es zogen immer wieder Wolken auf.
Mit dem S30Pro habe ich ein Mosaik vom NGC7822 - dem "kosmischen Fragezeichen" im Kepheus begonnen. Leider musste ich viele
Frames verwerfen, das Ergbenis ist noch nicht "zeigenswert"
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
27.02.2026
Zum Monatsabschluss noch eine Remoteaufnahme aus Chile.
Meine letzten TL-Credits für den Februar habe ich für einen offenen Sternhaufen verwendet: den Messier 7 (aka NGC6475) im östlichen Skorpion.
Seinen Namen "Ptolemy's Cluster" bzw. "Ptolemaeus' Sternhaufen" hat er von seinem Entdecker , dem griechischen Mathematiker und Astronom Claudius Ptolemaeus.
M7 ist der für uns dritthellste Sternhaufen neben den Plejaden (M45) und der Praesepe (M44). Seine Trumpler-Klassifizierung ist I3m.
Die Daten lagen als LRGB wie folgt vor:
L: 19x300s, R: 19x300s, G: 23x300s, B: 22x300s - die Gesamt-Integrationszeit beträgt 6,92 Stunden.
Die Kanäle habe ich mit dem LRGBCombination-Prozess in Pixinsight kombiniert.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine FLI ProLine PL9000 CCD-Kamera.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera: FLI ProLine PL9000 CCD | Belichtung: L: 19x300s, R: 19x300s, G: 23x300s, B: 22x300s = 6,92 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

In den frühen Morgenstunden hat es ein Meteor auf die Kamera geschafft (link zu astrotreff.de)
26.02.2026
In der vergangenen Nacht konnte ich mit meinem modifizierten Origin weiteres Licht am NGC7023 im Kepheus sammeln.
Es handelt sich um "Testlights" aus verschiedenen Sessions, die ich alle miteinander verwurstet habe und mit ein paar "Bestandsdaten" von meiner Festplatte ergänzt habe.
Es ist mal wieder kein Weltmeisterbild - trotz RASA sind die Dunkelnebel noch etwas schwächlich. Ich habe diese deshalb stark gestreckt und hinterher kräftig entrauscht - das ist ganz sicherein Patentrezept für ein gutes Astrobild! Der Hintergrund ist auch ein bisschen unruhig, weil ich die ungeditherten Frames eingemischt habe.
Mein Konzept funktioniert aber und ich werde das Origin nicht wieder zurückbauen.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 3233x10s = 8,98 Stunden.
Beschreibung siehe --> hier (link zu astrotreff.de) <--

Aufnahmedaten:
Datum: 30.01./03.02./06.02. und 10.02.2025, 19.02. und 25./26.02.2026
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 3233x10s = 8,98 Stunden | bearbeitet mit PI und PS

Ein Smartie hatte ich natürlich auch am Start - das S30Pro ist mein aktueller Liebling!
Ich habe nebenbei mit dem S30Pro ein Mosaik von Seelennebel (IC1848) bis Herznebel (IC1805) im Kassiopeia aufgenommen.
Bei der Bearbeitung habe ich mich schwer getan, der Mond hat heftige Gradienten in das Bild gezaubert. Belichtet habe ich 1215x10s = 3,38 Stunden mit LP-Filter im Mosiakmodus mit 2-fach Framing.

Aufnahmedaten:
Datum: 25./26.02.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 1215x10s = 3,38 Stunden mit LP-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS
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Die Meteorkamera hat in den frühen Morgenstunden ein schönes Exemplar eingefangen:
26.02.2026 | 01:51:16 Uhr MEZ


weitere Meteore der Nacht gibt es hier zu sehen (link zu astrotreff.de)
24.02.2026
Die TL-Credits aus dem Februar wollen verbraucht werden und ich habe mich für ein Sommermotiv (können wir sicher alle gebrauchen... ) entschieden.
M16 / NGC6611 im Sternbild Schlange / Serpens bezeichnet eigentlich den Offenen Sternhaufen, es hat sich aber etabliert, die Katalogbezeichnungen für Sternhaufen und HII-Emissionsnebel zu verwenden.
Der Datensatz lag als HALRGB wie folgt vor:
HA: 52x300s + 6x240s
Luminanz: 2x300s
R: 2x300s +13x60s
G: 3x300s + 13x60s
B: 2x300s + 13x60s
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 6,13 Stunden.
Kombiniert habe ich die Daten in Pixinsight zunächst mit dem LRGBCombination-Prozess, das HA-Schmalbandsignal habe ich dann mit dem NBRGBCombination-Script dazugemischt.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | HA:52x300s+6x240s, L:2x300s, R: 2x300s +13x60s, G: 3x300s + 13x60s, B: 2x300s + 13x60s | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

19.02.2026
Gestern Abend habe ich überwiegend meine "Origin-Modifikation" (link zu astrotreff.de) getestet.

Es gibt mit INDI/Ekos ja jede Menge Parameter zu "tweaken" - im Groben funktioniert aber bereits alles.
Nur mal ganz "quick & dirty" eine M31 - nicht schön, aber selten: 447x10s bei Gain 30, ungeguided, kalibriert mit je 30 Darks, 30 flats und 30 BIAS:

Also ja... es kommt etwas aus dem "Frankenstein-Origin" heraus...
Und nebenbei bleibt ja immer irgendwie Zeit, ein Smartie auf die Wiese zu werfen.
Mit dem S30Pro habe ich mich in das Einhorn / Monoceros begeben und habe ein Mosaik von Rosettennebel*** bis Sh2-282 aufgenommen.
(*** der Nebelkomplex umfasst die NGC-Katalognummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.)
Insgesamt habe ich 652x10s = 1,81 Stunden im 1.3fach-Framingmodus belichtet.

Aufnahmedaten:
Datum: 18.02.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 652x10s = 1,81 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

--> die volle Auflösung gibt es wieder in der Galerie bei astrotreff.de
Der Meteorfang der Nacht (link zu astrotreff.de)
15.02.2026
Man glaubt es kaum - ich habe CS. Das allererste Mal im Februar!
Endlich konnte ich das S30Pro ausprobieren. Ich muss sagen - ich bin ziemlich angetan von dem Zwerg!
Ich konnte noch nicht allzu viel testen, aber ich habe mal mit einem kleinen Widefield im Orion begonnen:
Ich habe eine Mosaik-Aufnahme von NGC2024, IC434, NGC1977 und M42 (mit 2fach-Framing) gemacht.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt nur 398x10s = 61 Minuten.
Im Vergleich zum alten S30 "classic" ist der Sensor schon krass - es rauscht schon deutlich weniger.
Ansicht im Astrotreff-Viewer (Taste "a" oder das Stiftsymbol schaltet die Annotation an/aus) ![]()
--> die volle Auflösung gibt es außerdem in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Aufnahmedaten:
Datum: 14.02.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 398x10s = 61 Minuten | linearer Rohstack aus dem Gerät | bearbeitet mit PI und PS

Das zweite Bild der vergangenen Nacht (14./15.02.2026) : für das "Second Light" habe ich mein neues S30Pro mal auf dem IC1396 im Kepheus abgestellt.
Ich wollte einfach mal testen, ob das Gerät auf vom Bug in der aktuellen Seestar-Firmware betroffen ist und habe das Gerät mit dem LP-Narrowband-Filter belichten lassen.
Kurz: es hat funktioniert, allerdings ist die Sterndarstellung nicht ganz so schön wie beim IRCUT-Filter, besonders die helleren Sterne schienen etwas "ausgefranst".
Ich habe versucht, das nach Kräften zu kaschieren. Außerdem habe ich mich wieder für die Verarbeitung des Linearstacks auf dem Gerät entschieden.
Ich habe zwar parallel die Subframes nochmal im APP gestackt, das Ergebnis war aber deutlich verrauschter als der onboard-Stack.
Als ich den Zwerg am ganz frühen Morgen von der Wiese geholt habe, waren es draussen -11°C und der Kleine war von einer dicken Eisschicht überzogen.
Der Akkustand war dank unterstützender Powerbank bei 19% - das Gerät hat also problemlos eine klirrend kalte Nacht lang durchgehalten.
Eingesammelt habe ich 797x10s = 2,21 Stunden Licht mit LP-Filter im Mosaikmodus mit 1.1x Framing (also kleinste Stufe)

Aufnahmedaten:
Datum: 14./15.02.2026
Teleskop: ZWO Seestar S30Pro | Belichtung: 797x10s = 2,21 Stunden mit LP-Filter | linearer Rohstack aus dem Gerät | bearbeitet mit PI und PS

--> auch hier gibt es eine höhere Auflösung wieder in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen
In der zweiten Nachthälfte gab es dann auch noch ein schwaches Polarlicht.
Meine Meteorkamera ist leider komplett zugefroren - das allererste Mal seitdem ich die betreibe.
29.01.2026
Ich hatte da noch einen Datensatz aus Chile auf der Festplatte, der bearbeitet werden wollte - man kommt ja zu nichts... ;-)
Es handelt sich um die Objekte NGC 1760, 1761, 1763, 1769, 1773, 1776 and friends im Sternbild Schwertfisch in der Großen Magellanschen Wolke.
Die Daten lagen als SHO wie folgt vor:
SII=4x600s, HA=4x600s und OIII=4x600s = 2 Stunden Gesamt-Integrationszeit.
Kombiniert habe ich die Schmalband-Kanäle in Pixelmath (R=SII, G=HA, B=OIII) und finalisiert habe ich mit Photoshop.
Leider waren die Daten mal wieder ein wenig "Sat-Spuren verseucht" - bei den wenigen Einzelframes hatte das Kappa-Sigma-Clipping von APP entsprechend Schwierigkeiten zu Mitteln und ich musste ein wenig mit einem ganz feinen Klonstempel nachhelfen.
Das Aufnahmeteleskop war ein ASA500N, das ist ein korrigierter Newton-Reflektor, die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: ASA 500N | Kamera FLI PL16803 |Belichtung: SII=4x600s, HA=4x600s und OIII=4x600s = 2 Stunden| gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Die volle Auflösung gibt es natürlich auch wieder in der Galerie bei astrotreff.de.
27.01.2026
Jetzt gibt es wieder nur Schnee, eisige Temperaturen und Wolken. Der Kollege Heiko hat einen weiteren Teilbereich des Orion-Widefield-Projektes gestackt und auch ich
habe mal ein wenig an den Daten herumgespielt. Ja, es sind noch einige verrauschte Bereiche da, aber trotzdem finde ich: wir sind bisher unglaublich weit gekommen.
Die Rohdaten sind sicher nicht perfekt, aber ich befürchte fast, dass das Endergebnis großartig werden wird. ;-)


23.01.2026
Die fünfte komplett klare Nacht in Folge - langsam wird es anstrengend...;-)
Die gute Nachricht: meine EQ6Pro ist wieder schon wieder da! Frisch gereinigt und geschmiert, mit neuen Lagern versehen und auf Riemenantrieb umgerüstet
schnurrt sie wie ein Kätzchen:

Hier also meine Ergebnisse der "Schönwetter-Katasrophe". ich betrachte alle hier gezeigten Bilder als "Zwischenversionen", denn die benötigen sicher alle noch "mehr Licht".
Jetzt erwarten wir hier aber erstmal wieder viele Tage Wolken und ich hatte einfach mal Bock, das gesammelte Material zu bearbeiten.
Zunächst der Sh2-224 "Chinese Hat Nebula":
in 5 Nächten habe ich insgesamt 1807x60s = 30,12 Stunden des lichschwachen Supernova-Überrestes im Fuhrmann eingesammelt.
Mit meiner ASI294MC habe ich 1667x60s mit dem SVBONY SV220 Dual-Narrowband Filter und 140x60s ohne Filter (=RGB) aufgenommen.

Aufnahmedaten:
Datum: 18.-23.01.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C
Belichtung: 1667x60s mit SVBONY SV220 Dual-Narrowband und 140x60s ohne Filter = 30,12 | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | je 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Auch das zweite Objekt braucht sicher noch mehr Licht. Vier Nächte habe ich auf den NGC2170 "Engel-Nebel" im Sternbild Einhorn draufgehalten.
Vom Standort meiner Sternwarte aus gibt es in Südrichtung leider nur einen ca. 1stündigen Sichtslot - dementsprechend konnte ich hier nur 291x60s = 4,85 Stunden sammeln.

Aufnahmedaten:
Datum: 18.-23.01.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 144x60s = 2,4 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Und mit dem S30 habe ich mir eine besondere Challenge auferlegt: ich versuche seit über einem Jahr, mit dem winzigen 30/150er Smartie und seinem extrem "rauschigen" IMX662 ein Bild vom sehr schwachen Supernova-Überrest Sh2-240 "Spaghetti-Nebel" (aka Simeis 147) hinzubekommen. Aus den genannten Gründen ist das mit dem Winzling eine sportliche Aufgabe. Aber wäre es einfach, hieße es schließlich Fussball!
Insgesamt hat der Zwerg 10715x10s = 29,76 Stunden Licht gesammelt - überwiegend LP-Narrowband mit ein wenig IR-Cut gemischt.
Die Belichtungszeit ist allerdings relativ, da der SNR riesig ist und nur die Hälfte davon auf den Chip passt. Ich habe jeweils "links und rechts" abwechselnd belichtet und dabei
auch noch den Mosaikmodus mit dem größten Framing (2x) angewendet. Die Belichtung "pro Kachel" ist also deutlich weniger.
Im Rohstack ist nur nach extremer Streckung überhaupt etwas zu erkennen, ich denke, ich muss da ganz locker nochmal verdoppeln.
Und ja, ich weiß - das Bild ist totgestreckt, kaputtentrauscht und der Pixelmatsch ist danach auch noch überschärft.
Und es gibt tausend bessere Bilder des SNR im Netz. Allerdings nicht von mir und weil mir bekanntlich nichts wirklich peinlich ist, zeige ich das Bild trotzdem mal: ;-)

Aufnahmedaten:
Datum: 2025/2026 - immer mal wieder
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 10715x10s = 29,76 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS
In Summe war es auf jeden Fall eine aufregende "Schönwetter-Katastrophe" (auch wegen des Polarlichtes) und jetzt freue ich mich auch mal wieder über ein wenig Wolke
und vor allem eine Mütze Schlaf. Mir hat es mega Spaß gemacht - es lebe unser aufregendes Hobby!
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
22.01.2026
Noch eine komplett klare Nacht - diesmal ohne Polarlicht.
Und nochmal das gewohnte Setup: 42/400er Apo --> Sh2-224 mit Abstecher zum NGC2170, 2x Seestar S50 --> Orion Widefield, S30 --> Sh2-240.
Der Meteorfang der Nacht (link zu Astrotreff.de)
21.01.2026
Noch eine komplett klare Nacht. Wieder das gewohnte Setup: 42/400er Apo --> Sh2-224, 2x Seestar S50 --> Orion Widefield, S30 --> Sh2-240.
Und wieder begann die Nacht mit einem Polarlicht.
Nicht so heftig und so spektakulär wie in der vergangenen Nacht, aber immerhin:






Es gab über eine lange Strecke einen grünen Schimmer am Horizont, aber es gab auch 3 Peaks. Ich habe dazu auf die Schnelle mal gif-Animationen aus den Einzelbildern erstellt:
20.01.2026 | 18:20Uhr MEZ
20.01.2026 | 23:14Uhr MEZ
21.01.2026 | 00:19Uhr MEZ
Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
20.01.2026
Was für eine Nacht. Zunächst hatte ich mein Setup wie letzte Nacht aufgebaut: 42/400er Apo --> Sh2-224, 2x Seestar S50 --> Orion Widefield, S30 --> Sh2-240.
Plötzlich tauche am Nordhorizont ein Polarlicht auf. Zuerst schwach, aber schon deutlich visuell wahrnehmbar. Es wurde dann zu einem Spektakel, wie ich es noch nicht erlebt habe.
Teilweise war es taghell, das Polarlicht ging deutlich über den Zenit hinaus bis in den Orion hinein. Eine krasse Show:















Auf meinen Himmelskameras ist die "Eskalation" deutlich zu sehen:
Was für eine grandiose Show! Natürlich mussten die Deepsky-Sessions ein wenig pausieren, auf einen Abstecher zum NGC2170 musste ich ganz verzichten.
19.01.2026
Endlich eine komplett klare Nacht. Meine EQ6 ist noch in Reparatur und so habe ich den kleinen 72/400er Apo auf meine Ausweichmontierung (die HEQ5Pro) geschnallt.
Ich habe begonnen, am Sh2-224 "Chinese Hat Nebula" Licht zu sammeln, das ist ein extrem schwacher SNR im Fuhrmann.
Unterbrochen habe ich die Session nur, um für eine gute Stunde zwischendurch auf den NGC2170 "Engel-Nebel" im Sternbild Einhorn zu schwenken - vom Standort meiner Sternwarte aus gibt es in Südrichtung leider nur einen ca. 1stündigen Sichtslot auf den Nebelkomplex.
Auch mit den Smarties war ich natürlich aktiv - ich hatte wieder zwei Seestar S50 draussen und habe Licht für unser Orion-Widefield-Gemeinschaftsprojekt gesammelt -
überwiegend habe ich Barnard's-Loop und die Gegend um den Stern Meissa (λ Orionis) mit dem Narrowband-Filter abgegrast.
Das S30 hat weiter den Spaghetti-Nebel Sh2-240 "bearbeitet".
Die Meteore der Nacht gibt es hier zu sehen (link zu astrotreff.de)
16.01.2026
Der Meteorfang der Nacht (link zu astrotreff.de)
15.01.2026
Eigentlich nur ein Beifang, aber ich wollte die Daten auch nicht entsorgen...
In einer 40 minütigen Wolkenlücke am 14.01.2026 habe ich zur Eingrenzung des DEC-Nachführungsfehlers (link zu astrotreff.de) an meiner EQ6Pro u.a. mit der Achsvorspannungseinstellung der Montierung experimentiert.
Ich hatte dabei den 72/400er Apo auf den offenen Sternhaufen NGC7789 (aka Caroline's Rose - benannt nach Caroline Herschel) im Kassiopeia ausgerichtet.
Der Fehler ist nicht behoben und ich habe mich dazu entschlossen, die Montierung einzuschicken und in dem Zuge gleich auf Riemenantrieb umrüsten zu lassen.
Immerhin konnte ich das Guiding soweit verbessern, dass 27x60s einigermaßen brauchbare frames mit akzeptabler Sternabildung dabei herauskamen.
Flats hatte ich keine erstellt (es sollte ja nur ein Montierungs-Test werden) und habe einfach alte benutzt. Das hat erstaunlich gut funktioniert.

Aufnahmedaten:
Datum: 14.01.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 27x60s = 27 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Es hat sich nur ein kleiner Meteor durch die Wolkendecke getraut (link zu astrotreff.de)
12.01.2026
11.01.2026
Gestern Nacht gab es endlich ein Wolkenlücke... Ich wollte den Sh2-155 "Cave Nebula" aufnehmen... und leider hat mein Guiding kläglich versagt.
Ich habe einen beständigen "Ausreißer" im DEC-Graphen, das spricht wegen des periodischen Auftretens sehr für ein mechanisches Problem an meiner EQ6Pro.
Wir haben das bereits hier diskutiert (link zu astrotreff.de), ich werde mich demnächst mal mit der Montierungsmechanik beschäftigen müssen.
117 frames a 60s hatte ich bereits aufgenommen, die hatten alle Eiersterne. Ich hatte das leider zu spät bemerkt, erst nachdem ich das Tablet-Bild "aufgezoomt" hatte.

Nach einigen erfolglosen Einstellungen im PHD2-Klon des ASIAir (Guide-Belichtung, Gain, Agressivität, Neukalibrierung, usw.) habe ich in meiner Verzweiflung dann
nochmal auf 10s-Frames heruntergeschaltet und habe die Guiding-Belichtung auf 0,5s heruntergeregelt.
Damit waren die Sterne halbwegs rund. 1000x 10s konnte ich aufnehmen, dann kamen die Wolken.
Jetzt habe ich mich mal an der Rettung der Session versucht - es gibt hier in der Galerie sicher deutlich bessere Sh2-155, aber ich wollte trotzdem mal mein Ergebnis zeigen
und den Weg dahin dokumentieren.
Zunächst habe ich die 60s-frames mit den Eiersternen in APP geladen. Ich habe zunächst versucht, die Qualtitäts-Wichtung auf "Starshape" zu setzten und danach auf "Quality".
Beide Versuche führten zu diesem interessanten Ergebnis:

Dann habe ich alle 10s-Frames gestackt (bzw. 90% davon).
ich habe dann alle 60s-frames nochmal als "Session 1" in APP geladen und das Integrationsergebnis des 10s-Stacks in eine "Session 2" dazu gepackt.
Ich habe dann zunächst nur "Analyse Stars" ausgeführt. Dann habe ich die in "Session 2" geladene 10s-Integration als Referenzfile ausgewählt (rechte Maustaste & "set reference") und bin
dann weiter zum Reiter "Register" gegangen und habe die Registrierung gestartet. Jetzt werden alle frames mit den kaputten Sternen auf das Referenzfile (=10s Integration) ausgerichtet.
Im Reiter "Integrate" habe ich dann in den "Multisession Options" "Integrate per Session & All" ausgewählt. Jetzt sah der Stack schon viel gefälliger aus, hatte aber natürlich nach wie vor Eiersterne.
Ich habe dann zunächst versucht, den BlurXTerminator auf das Integrationsergebnis anzuwenden. Für die Sternenform hat das sogar einigermassen funktioniert,
leider hat der BXT ein paar unschöne Artefakte ins Bild gezaubert - auch um die "korrigierten" Sterne:


Ich habe den linearen Stack also ohne BXT-Anwendung mit Bill Blanshan's "Streched_unlinked"-Pixelmath Script vorgestreckt.
Das Ergebnis habe ich mit dem StarXTerminator entsternt und nochmals in Siril mit GHS etwas "nachgestreckt" (GHS finde ich in Siril viel "intuitiver" als in PI, deshalb mache ich das seit einiger Zeit da) .
Damit hatte ich "starless-Bild" der Gesamt-Integration (60s+10s-frames) des Nebelkomplexes.
Die nächste Schwierigkeit: bei der 10s-Integration hat scheinbar das Dithering nicht funktioniert. Das Bild war voller "Banding":

Bei solchen Problemen funktioniert meiner Erfahrung nach immer noch das gute alte Fitswork mit seiner Funktion "Zeilen gleichhell" am besten.
Hier das "Nachher-Ergebnis" aus fitswork:

Da auch auf der entsternten Gesamt-Integration ein Banding erkennbar war, habe ich das auch nochmal durchs fitswork gejagt.
Jetzt habe ich die 10s-Version mit den einigermaßen brauchbaren Sternen im Photoshop per Layertechnik auf das Starless der Gesamt-Integration gelegt.
(Auf 10-15% i.d. Helligkeit reduzierte Version des Bildes mit den Sternen als Layer auf das Starless gelegt - Modus "negativ Multiplizieren + Tonwert-Korrekturebene) .
Nach ein paar weiteren Anpassungen (Farbe, lokaler Kontrast, Denoise,...) ist das hier dabei herausgekommen:

Aufnahmedaten:
Datum: 10.01.2026
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C mit SVBONY SV220 NB-Filter| Belichtung: 100x60s + 900x10s = 4,17 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Sicherlich mal wieder kein Weltmeisterbild, aber zum wegschmeißen war mir das Material zu schade. Das Bild ist übrigens mit dem SVBony SV 220 Dual-Narrowband-Filter aufgenommen - ich vermute, das u.A. dem vdB155 (=Reflexionsnebel) deswegen die blaue Farbe ein wenig abgeht. Und auch die Sterne sind natürlich "Schmalband-Sterne".
Wie gesagt: eigentlich war das alles ein wenig anders geplant. Doch erstens kommt es anders,...;-)
Parallel habe ich 2 Seestar S50 für unser Orion-Widefield-Projekt (link zu astrotreff.de) abgestellt und mit dem S30 "mehr Licht" für mein Dauerprojekt Sh2-240 (aka Simeis 147) gesammelt.
Die Meteore der Nacht (link zu Astrotreff.de)
08.01.2026
Da mein Himmel momentan so gar nichts hergibt und ich noch ein paar TL-Credits aus der Weihnachtsaktion übrig habe, habe ich mich für einen weiteren "Besuch" in Chile entschieden.
Ich habe den Kugelsternhaufen "47 Tucanae" ausgewählt. Der Name des Kugelsternhaufens im Sternbild Tukan rührt daher, dass er aufgrund seines kompakten Aussehens zunächst als Stern identifiziert wurde. Nach Omega Centauri ist "47 Tucanae" der zweithellste Kugelsternhaufen am Himmel. Die NGC-Katalogbezeichnung lautet NGC104.
Die Daten lagen als LRGBHa als buntes "Belichtungszeiten-Sammelsurium" vor:
L: 10x5s, 8x15s, 16x60s, 10x300s, 1x600s = 3770s
R: 11x5s, 4x15s, 3x45s, 23x60s, 5x180s, 12x300s, 1x600s = 6730s
G: 10x5s, 4x15s, 3x45s, 32x60s, 4x180s, 14x300s,1x600s = 7685s
B: 10x5s, 4x15s, 3x45s, 34x60s, 5x180s, 12x300s, 1x600s = 7385s
Ha: 1x600s =600s
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 7,27 Stunden.
An der Bearbeitung sitze ich schon ein paar Tage (immer mal wieder). Zunächst habe ich es mit der LRGB-Kombi in Pixinsight probiert, hier hat die Luminanz mir aber die Farbe gekillt.
Ich habe mich dann dazu entschlossen, das RGB separat zu bearbeiten und den Luminanzkanal als Layer im Mischmodus "Luminanz" im Photoshop einzumischen.
Gleiches habe ich mit dem HA getan - das Signal habe ich in den Rotkanal im Modus "Ineinanderkopieren" eingefügt. Das HA-Signal ist mit 1x600s eher marginal, es gab 2x600s aber bei einem der beiden frames hat APP die Registrierung beharrlich verweigert.
Das Aufnahmeteleskop war wieder mal mein "Lieblingsgerät" - das Planewave CDK24 (das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor), die Kamera war eine FLI PL 9000 CCD-Kamera. Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera FLI PL 9000 | LRGBHa 7,027 Stunden - siehe Text| gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

07.01.2026
Heute Morgen tat sich ab ca. 5:20 Uhr tatsächlich mal eine winzige Lücke im ansonsten völlig wolkenverhangenen Himmel auf.
... und sofort haben es drei Meteore auf die Kamera geschafft (link zu astrotreff.de)
03.01.2026
ein Meteor hat es durch die Wolkendecke geschafft (link zu astrotreff.de)
01.01.2026
Draußen tobt ein heftiger Wintersturm, also habe ich mich mit meinen TL-Credits nach Chile begeben.
Diesmal habe ich den Abell 2151 Galaxienhaufen im Herkules. gewählt.
Die Daten lagen als LRGB wie folgt vor: L=43x300s, R=37x300s, G=39x300s, B=36x300s - die Gesamt-Integrationszeit beträgt 12,92 Stunden.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung: L=43x300s, R=37x300s, G=39x300S, B=36x300 = 12,92 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

31.12.2025
Gestern Abend sollte es bis 22Uhr CS geben. Da es aktuell recht früh dunkel wird, wollte ich das natürlich ausnutzen und hatte den kleinen Apo auf die EQ6Pro geschnallt.
Ich habe den NGC6914 besucht, das ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Schwan.
Leider war der Himmel nicht so toll wie versprochen - es zogen immer wieder Wolkenfelder durch. Von insgesamt 240x60s habe ich nur 144x60s = 2,4 Stunden verwenden können.
Der Mond hat den Himmel auch ordentlich aufgehellt, das war alles nicht so optimal. Aber immerhin - für einen schnellen Astrospaß hat es gereicht.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 144x60s = 2,4 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Ich hatte gerade meine Deepsky-Session beendet, weil Wolken aufgezogen waren und hatte bereits meine flats erstellt.
Eigentlich wollte ich schon einpacken, bin dann aber doch nochmal auf den Mond geschwenkt.
Dem bloßen Auge nach war der eigentlich schon von einem Wolkenschleier bedeckt - umso faszinierender, was der Apo da noch draus gezaubert hat.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.12.2025 | 22:06 Uhr MEZ
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS
Die Meteorkamera hat nur ein Exemplar eingefangen (link zu astrotreff.de)
30.12.2025
Der Dezember meint es hier im Norden zum Ende hin wirklich gut mit mir.
Gestern Abend gab es schon einige Wolkenlücken, aber ab 2Uhr Morgens gab es bis zum Sonnenaufgang stabiles CS.
Ich habe den 72/400er Apo auf dem NGC281 "Pacman-Nebula" im Kassiopeia geparkt.
Weil der Mond immer noch etwas nervte, habe ich mich für eine Belichtung mit dem SVBONY SV220-Narrowband-Filter entschieden.
Von 280 gesammelten frames habe ich 266x60s = 4,43 Stunden verwendet.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C mit SVBONY SV220 NB-Filter| Belichtung: 266x60s = 4,43 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie

...und wieder hatte die Meteorkamera "fette Beute" in Ihren Fangnetzen (link zu astrotreff.de)
28.12.2025
Wie wir alle wissen war der Dezember hierzulande (astro-) wettertechnisch eher bescheiden, aber zum Jahresende legt er scheinbar nochmal los.
Letzte Nacht war es schon wieder klar.
Ich hatte mich für VdB152 (& friends) - die "Sockenpuppe" im Kepheus entschieden und den 72/400er APO gewählt.
Ich habe von 708 60s-frames 97% verwendet - die Gesamt-Integrationszeit beträgt 687x60s = 11,45 Stunden.
Wohl gemerkt - in einer einzigen Nacht und (mal wieder) ohne jegliche Probleme vom ASIAir plus aufgezeichnet.
Trotz Mondlicht habe ich ich ohne Filter belichtet, der Supernova-Remnant in der Umgebung benötigt noch etwas Schmalband - da lege ich evt. nochmal nach.

Aufnahmedaten:
Datum: 27./28.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 687x60s = 11,45 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Der Mond steht aktuell im 1. Viertel:

Aufnahmedaten:
Datum: 27.12.2025 | 17:34 Uhr MEZ
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS
26.12.2025
In der vergangenen Nacht habe ich mit dem 72/400er APO den IC5146 "Kokon-Nebel" im Sternbild Schwan abgelichtet.
In den Nebel ist der offene Sternhaufen Collinder 470 eingebettet. Der Nebel befindet sich am östlichen Ende der langgezogenen Dunkelwolke Barnard 168.
Ich konnte 284x60s = 4,73 Stunden Licht einfangen, dann schob sich ein Baum in den Weg.

Aufnahmedaten:
Datum: 25./26.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 284x60s = 4,73 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Und auch in dieser Nacht hat die Meteorkamera zwei fette Brocken abgelichtet:
26.12.2025 | 01:12:13 Uhr MEZ


26.12.2025 | 05:33:42 Uhr MEZ


25.12.2025
Letzte Nacht gab es bei uns CS und ich habe den kleinen 72/400er Apo mal auf dem IC405 "Flaming Star Nebula" im Fuhrmann laufen lassen.
Dank ASIAir läuft mein Setup zum Glück vollautomatisch durch die Nacht, so dass ich meinen Astro-Spleen am Heiligabend einigermaßen "sozialverträglich" ausleben konnte!
CS ist CS, da mach'ste nix!
Ich habe die Aufnahme ohne Schmalbandfilter gemacht. Der blaue Nebelanteil ist nämlich keine OIII-Emission sondern ein Reflexionsnebel - beleuchtet vom Stern AE Aurigae.
Von 514 frames habe ich 488x60s = 8,13 Stunden verwendet, die Bildbearbeitung erfolgte wie immer beim Morgenkaffee.
volles Feld:

Aufnahmedaten:
Datum: 24./25.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 488x60s = 8,13 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei Astrotreff.de

crop:


--> auch hier gibt es die volle Auflösung in der Galerie bei astrotreff.de
Die Meteorkamera hat u.a. zwei schöne Boliden eingefangen:
24.12.2025 | 20:17:14 Uhr MEZ


25.12.2025 | 06:08:21 Uhr MEZ


24.12.2025
Für gestern Abend waren zwei Stunden CS angesagt. Endlich! Leider hatte sich die Wettervorhersage diesmal in die andere Richtung verschätzt und es war fast die ganze Nacht klar.
Ich hatte nicht damit gerechnet und hatte einfach nur zwei Sehsterne auf die Wiese gestellt. Weil ich mit "nur 2h" gerechnet hatte, leider ohne Powerbank.
Bei 29% Akkustand habe ich dann abgebrochen und bin zum Orion gewechselt, um unser Widefield-Prjekt im Astrotreff voranzutreiben - diesmal mit Powerbank.
Leider war es dann so kalt, dass die Seestars nach kurzer Zeit das Aufladen eingestellt haben - ich habe also viel "klaren Himmel" verschenkt.
Egal - mein erstes Objekt war der NGC7822 im Kepheus, da habe ich mit zwei Seestars im Mosaikmodus drauf belichtet. Ein paar Frames musste ich wegen durchziehender Wolken verwerfen, insgesamt sind 908x10s = 2,52 Stunden Gesamt-Integrationszeit zusammengekommen.
Das Mosaik habe ich auf die "interessanten" Nebelanteile zurechtgecropt.

Aufnahmedaten:
Datum: 23.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 908x10s =2,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

22.12.2025
Heute konnte ich bei all den Wolken zumindest den Mond in einer kleinen Lücke erwischen.
Unser Begleiter steht aktuell bei 8% zunehmend, das Bild habe ich mit dem kleinen Seestar S30 aufgenommen und beim Stacking mit Autostakkert
habe ich 3fach Drizzle angewendet:

Aufnahmedaten:
Datum: 22.12.2025 | 17:36 Uhr MEZ
Teleskop: Seestar S30 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1008 frames, 3x Drizzle| bearbeitet mit PS
19.12.2025
Gestern Abend gegen 18 Uhr wurde es tatsächlich für 2 Stunden klar. Ich habe mir spontan einen Sehstern gegriffen und habe den Sh2-106 im Schwan besucht.
702x10s = 1,95 Stunden der gesammelten Frames habe ich verwendet.
Hier also das winzige "kosmische Hustenbonbon" mit 2 Zoll Öffnung fotografiert :

Aufnahmedaten:
Datum: 18.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 702x10s =1,95 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

crop, hochskaliert auf 1200px Breite:

Und ein weiterer Remote-Datensatz aus meinem Schnäppchenshopping bei Telescope Live - die Bearbeitung: wie immer beim Morgenkaffee...
Der NGC1555 (aka "Hind's Variable Nebula") im Sternbild Taurus/Stier ist ein Reflexionsnebel der vom veränderlichen Stern T Tauri beleuchtet wird.
Es handelt sich um ein Herbig-Haro-Objekt. Die Annotation zeigt oberhalb des NGC1555 den NGC1554 "Struve's lost Nebula" an.
Der Nebel ist tatsächlich "lost" - die Identifikation ist unsicher. An den Koordinaten von NGC1554 befindet sich kein Nebel.
Allerdings gibt es dort einen Stern 14. Größenklasse, etwa 4 Bogenminuten west-südwestlich von T Tauri, sodass die Möglichkeit besteht, dass der von Struve entdeckte Nebel einen veränderlichen Stern umgab und nur gelegentlich aufleuchtet (vielleicht sogar in einem jahrhundertelangen Zyklus). Es könnte sich aber auch einfach nur um einen Beobachtungsfehler handeln.
Bei der Bearbeitung hatte ich so meine Schwierigkeiten - insgesamt schien mir die Schärfe (Fokus?) nicht gut. Das Material war außerdem mal wieder von reichlich Sat-Spuren durchzogen.
Die Rohdaten lagen in LRGB wie folgt vor: L=41x300a, R=38x300s, G=47x300S und B=45x300s - das ergibt eine Gesamt-Integrationszeit von 14,25 Stunden.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung: L=41x300a, R=38x300s, G=47x300S, B=45x300 = 14,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

18.12.2025
Aus der letzten Discount-Aktion bei Telescope-Live habe ich noch ein paar Credits übrig. Ich habe mich für einen relativ tief belichteten M45-Datensatz entschieden.
Die Daten lagen in LRGB wie folgt vor: L=33x300s, R=23x300s, G=23x300s, B=26x300s. Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 8,75 Stunden.
Das aufnehmende Teleskop war ein Takahashi FSQ-106ED f/3.6 Refraktor, die Kamera war eine QHY600M CMOS-Kamera.
Aufnahmestandort ist das Heaven's Mirror Observatory in Yass, New South Wales, Australien.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de oder im Viewer:

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Takahashi FSQ-106ED| Kamera QHY600M | Belichtung L=33x300s, R=23x300s, G=23x300s, B=26x300s = 8,75 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

08.12.2025 -16.12.2025
Ein Besuch der Insel Malta - Ich versuche auf solchen Reisen ja immer ein wenig "astronomisches" in das Besichtigungsprogramm einzubauen (siehe auch hier und hier).
Auch Malta hat da etwas zu bieten und darüber möchte ich berichten und Euch auf einen Kurztrip mitnehmen.
Zu Malta selber: die Insel ist ein faszinierender arabisch-europäischer Kulturmix, die Architektur hat zum Teil deutlich arabische Einflüsse.
Auch an der Sprache merkt man die Nähe zum Maghreb - das Malti ist eine semitische Sprache und übrigens die einzige, die mit lateinischem Alphabet geschrieben wird:

Ein ziemlich verrückter Mix, wir hatten täglich so um die 20°C und es gibt trotzdem (jede Menge) Weihnachtsdeko, jedes Dorf hat einen Weihnachtsmarkt inkl. Glühweinstand...
Dazu kommt, dass Malta bis 1964 unter britischer Verwaltung stand - es gibt hier z.B. die typischen roten Telefonzellen und Linksverkehr.
Auf Malta gibt es viel (historisches) zu sehen, allerdings ist die Republik ziemlich klein. Die Hauptinsel misst von Nordwesten nach Südosten knapp 30km, das bedeutet natürlich, dass die Bebauung sehr dicht ist.
Die Städte gehen nahtlos ineinander über - wenn man mit dem Auto im Südosten im Großraum Valetta unterwegs ist, dann fühlt es sich an, als würde man durch eine einzige große Stadt fahren.
Im Westen und auf der Nachbarinsel Gozo geht es ein wenig beschaulicher zu, hier gibt es schroffe Steilküste und wunderschöne Aussichtspunkte.
Auf Gozo gibt es in der Nähe des Örtchens Nadur - abseits der Lichtverschmutzung der Hauptinsel - das "Malta National Optical Astronomy Observatory".
Da die Entfernungen nicht so riesig sind und wir einen Mietwagen hatten, sind wir mit der Autofähre einfach mal "auf blauen Dunst" übergesetzt - in der Hoffnung, dort den Hausmeister anzutreffen...
Die Überfahrt nach Gozo geht übrigens blitzschnell - es fahren 4 Fähren und wir haben nie lange warten müssen. Die Schiffe fahren ca. 20 Minuten und gezahlt wird erst auf dem Rückweg - man kann auf dem Weg nach Gozo also einfach auf das Schiff fahren, ohne ein Ticket zu lösen.
Am Observatorium war natürlich niemand, die Gerätschaften werden wohl überwiegend "remote" bedient. Aber eigentlich hatten wir das auch nicht erwartet.
Das Observatorium selbst ist nicht sehr spektakulär - ein 3m Dome, im inneren ein 500mm Ritchey-Chrétien-Teleskope - einige Amateur-Astronomen haben so etwas vermutlich zuhause...

Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem, in der direkten Umgebung lässt es sich gut wandern, allerdings nur, wenn die rote Flagge nicht oben ist...

Auf der Hauptinsel - in Kalkara - gibt es das "Esplora Interactive Science Centre" inklusive Planetarium, das konnten wir natürlich nicht auslassen.

Im Esplora-Centre gibt es viele interaktive naturwissenschaftliche Experimente - für kleine und große Kinder!
Tornado-Simulation:

Wie schwer ist der 3kg Koffer auf dem Mars?

Astrobotanik mit simulierter Bodenbeschaffenheit:

Geschichte der Raumfahrt:


Das Planetarium ist natürlich das Highlight - als wir da waren, lief gerade eine interessante Show über Lichtverschmutzung, deren Auswirkungen und Ansätze zur Vermeidung.



Insgesamt ein sehr lohnenswerter Besuch.
Und natürlich hatte ich auch ein "Telesköpchen" (S30) dabei. Unser Quartier hatten wir in Pembroke / St. Giljan aufgeschlagen, das ist quasi nur eine Bucht von der Mega-Bebauung (und Lichtverschmutzung) von Sliema und Valetta entfernt. Aus Richtung Pembroke war der Orion kaum zu erkennen:

Unser Zimmer hatte zum Glück einen Balkon zum Meer hin, da wurde es dann doch relativ dunkel.

Im Prinzip hatten wir 5 halbwegs klare Nächte. Nie durchgehend, immer wieder zogen Wolken durch. Der Vorteil am Smartie ist aber ja, dass man es einfach laufen lassen kann.
Der Kleine hat sich tapfer durch die Nächte gekämpft, ich musste aber einiges an Material entsorgen.
Zudem war der Balkon bis 22Uhr "zwangsbeleuchtet" und zeigte nach Nordwesten - da war die Objektauswahl leider auch etwas eingeschränkt. Richtung Zenit ging wegen des darüber liegenden Balkon auch nichts... Aber egal - man nimmt ja, was man kriegen kann... ;-)
Das erste meiner Urlaubs-Mitbringsel ist ein Mosaik von Nordamerika-Nebel (NGC7000), Pelikan (IC5070) & friends.
Die Zielobjekte waren um 23:30Uhr bereits im Meer "abgetaucht", ich habe also in Etappen gesammelt.
Die Gesamt-Integrationszeit habe ich wegen der sporadisch durchziehenden Wolken auf 718x10s = 1,99 Stunden zusammengedampft.

Aufnahmedaten:
Datum: 08.12.,10.12.,11.12.,13.12. und 14.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 427x10s = 1,19 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Außerdem habe ich ein Mosaik von Hummerschere (Sh2-157) ,Bubble (NGC7635), M52 und NGC7538 mitgebracht.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt hier 1861x10s = 5,17 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 10./11.12.,11./12.12.,12./13.12. und 13./14.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 1861x10s = 5,17 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Als drittes Objekt habe ich mich mit dem Winzling am Sh2-132 "Löwennebel" versucht. Die Gesamt-Integrationszeit beträgt hier 939x10s = 2,61 Stunden:

Aufnahmedaten:
Datum: 09.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 939x10s = 2,61 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Insgesamt haben wir - auch abseits des "astronomischen" viel gesehen und konnten dem heimischen Grau mal ein paar Tage entfliehen.
05.12.2025
Ein weiterer "Remote-Datensatz" von Telescope Live:
Diesmal ist es ein alter Bekannter - der NGC2237 "Rosettennebel" im Monocerus (Einhorn).
Der Nebelkomplex umfasst die NGC-Nummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.
Die Daten lagen diesmal als LRGBHa vor, die Gesamt-Integrationszeit beträgt 1,33 Stunden.
Wie es sich für einen Discount-Datensatz gehört, waren die EInzelframes mal wieder mit Sat-Spuren durchseucht und aufgrund der wenigen Frames pro Kanal hatte das Kappa-Sigma-Clipping natürlich wieder keine Chance. Ich habe den Frames vor dem Stacking also mal wieder einen "Vorwaschgang" mit dem SetiAstro "Satellite-Removal-Tool" angedeihen lassen.(Haken raus bei "Clip Satellite Trail to 0.000" !). Das hat soweit auch ganz ok funktioniert, es sind zumindest nur noch minimale Spuren zu sehen.
Nach der Vorwäsche habe ich mit APP gestackt und alles aufeinander registriert.
In Pixinsight habe ich mir dann erstmal eine RGB-Version mit Pixelmath gebaut (R=R, G=G, B=B).
In das RGB-Bild habe ich dann mit dem NBRGB-Combination-Script den Ha-Kanal eingemischt und im LRGBCombination-Prozess habe ich dann
diesen modifizierten Rotkanal mit L,G und B kombiniert. Das hat soweit gut funktioniert, nach der Streckung habe ich das ganze im Photoshop finalisert.
Ich habe allerdings im PS zur stärkeren Wichtung den HA-Kanal als Falschfarbenbild noch einmal zusätzlich untergemischt (Astronomy Tools | "B&W --> HA false color").
Es gibt sicherlich elegantere Wege um LRGBHa zu kombinieren, für mich hat das aber ganz gut funktioniert.
Für die Sternfarben habe ich die helligkeitsreduzierte RGB-Version als Layer im Modus "negativ Multiplizieren" auf das Starless-Bild gelegt (mit Tonwert-Korrektur).
Die Vorkalibrierung der Einzelframes war scheinbar auch nicht so toll, es gab wieder reichlich Hotpixel wegzutupfen - ich hoffe, ich habe alle erwischt.
Das aufnehmende Teleskop war diesmal ein ASA 500N - das ist ein korrigierter Newton mit 50cm Öffnung. Die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: ASA 500N | Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung L=2x300s, R=2x300s, G=2x300s, B=2x300s, Ha=4x600s = 1,33 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Details:


...und natürlich der "springende Panther":

04.12.2025
Ach ja, das Wetter...
Den fast vollen Mond konnte ich heute in einer winzigen Wolkenlücke erwischen. Leider hat es nicht mal für ein einminütiges Video gereicht und ich musste mich mit einem Schnappschuss begnügen.

Aufnahmedaten:
Datum: 04.12.2025
Teleskop: Seestar S50 | Einzelframe | bearbeitet mit PS
03.12.2025
Heute habe ich mich mal an die nicht wirkliche einfache Bearbeitung des Seestar-Mosaiks "IC 5146 - LDN 1024" der Astro-Kollegen Heiko und Dennis gemacht. In den Rohdatenstack sind 7421 Lights eingeflossen, die gesamt-Integrationszeit beträgt 20,6 Stunden.


27.11.2025
Der nächste Datensatz, den ich für meine monatlichen Credits erworben habe, war mal wieder so ein "Budget-Datensatz".
Ich sollte da die Finger davon lassen, die Daten waren - wie so häufig bei den budgetierten Datensätzen von Telescope Live - mal wieder eine technische Katastrophe...
Ich hatte mir die Nebel-Region Sh2-297 / Gum3 / VdB94 / CED90 ausgesucht - das ist quasi die Flügelspitze des Möwennebels IC2177 an der Grenze von Monceros und Canis Major.
Die Daten lagen als RGBHa vor und ausnahmslos JEDES Einzelbild war von fiesen vertikalen Linien durchzogen:

Das zog sich über die gesamte Aufnahmedauer -das sind definitiv keine Sat-Spuren, da muss der Sensor kaputt gewesen sein.
Oder über dem Teleskop hängt eine Hochspannungsleitung.
Wenn so etwas jedes Bild betrifft, dann hat die Mittlung des Kappa-Sigma-Clippings natürlich keine Chance.
Auch der Seti-Astro Satspuren-Entferner hat leider versagt - da war nichts zu machen.
Zusätzlich waren die bereits kalibrierten Einzelframes mit Hotpixeln und Artefakten übersät:
![]()
Ich musste also "chirurgisch" tätig werden und habe das Bild mit winziger Pipette und wechselnder Nutzung des Photoshop Clonestamps und des GIMP "Heilen"-tools verschlimmbessert.
Den "lässt es sich nach den Malerarbeiten noch platesolven?"-Test hat das Bild aber bestanden.
Abgesehen von diesem "Spezial-Vorwaschprogramm"... die Daten lagen als RGBHa wie folgt vor:
R=4x180s, G=3x180s, B=3x180s, Ha=13x600s = 2,67 Stunden Gesamt-Integration.
Kombiniert habe ich in Pixinsight mit Pixelmath: R=(R * 0.2) + (Ha * 0.8), G=G, B=B und gesteckt habe ich mit Bill Blanshan's "Streched_Unlinked"-Pixelmath-Script.
Hier nun das Ergebnis eines weiteren Versuches, aus Sch...rott Marzipan zu machen - keine Ahnung, ob mir das vollständig gelungen ist... :

Das aufnehmende Teleskop war diesmal ein ASA RC-1000AZ - das ist ein Ritchey Chrétien Reflektor mit 1m Öffnung. Die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.
Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: ASA RC-1000AZ | Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung R=4x180s, G=3x180s, B=3x180s, Ha=13x600s = 2,67 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

26.11.2025
Ein seltener Gast am wolkenverhangenen Himmel - da musste ich doch gleich mal die Canon zücken... ;)
Der Mond (27%, zunehmend) am 26.11.2025

Aufnahmedaten:
Datum: 26.11.2025
Kamera: Canon R7 mit Sigma 18-300mm F3,5-6,3 Objektiv |Brennweite 300mm|Belichtung 1/200 Sek.| Blendenwert: 5,38 EV | ISO: 250
23.11.2025
Eine Stunde CS hatte mir das Wolkenradar gestern versprochen - was fängt man damit an?
Sowas kann ich (natürlich) nicht verstreichen lassen und habe mit dem Seestar S50 auf den M15 / NGC 7078 Kugelsternhaufen im Pegasus gehalten.
186x10s = 31 Minuten brauchbare frames habe ich zusammenbekommen, immerhin.

Aufnahmedaten:
Datum: 22.11.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 186x10s = 31 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Dann kamen auch sofort die Wolken zurück und ich hatte ich mein Seestar schon wieder abgebaut.
Völlig überraschend wurde es ab 22:30 Uhr dann doch wieder klar - ich habe das Seestar dann nochmal rausgestellt und habe 269x10s im 1,5fach-Mosaik-Modus an der M33-Galaxie im Sternbild Triangulum gesammelt.
Und da ich ja grundsätzlich immer alle alten Daten aufbewahre, habe ich die Rohdaten einer Aufnahme aus dem Oktober 2023 dazu addiert. Weil mein Rechner gerade mit einem anderen Stack ziemlich beschäftigt ist, habe ich in einer zweiten Instanz mit APP einfach den APP-Stack aus 2023 und den aktuellen Seestar-Stack zusammengestapelt. Das Ergebnis war ganz ok. Da die Aufnahme aus 2023 kein Mosaik war, habe ich die unterschiedlich belichteten Ränder etwas weggecropt.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 647x10s = 1,8 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 22.10.2023 und 22.11.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 647x10s =1,8 Stunden |gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
23.11.2025 | 00:02:55 Uhr MEZ


22.11.2025
Die Meteore der Nacht - zwei schöne Boliden waren dabei:
21.11.2025 | 21:05:23 Uhr MEZ


22.11.2025 | 00:39:03 Uhr MEZ


21.11.2025
Endlich konnte ich meinen kleinen Apo "mobilisieren".
Bei Kleinanzeigen hatte ich für relativ kleines Geld einen gebrauchten HEQ5 Pro-Montierungskopf erworben und habe den mit einem Geoptik-Adapter an das bisher brach liegende Stativ meiner EQ6Pro adaptiert.
In der vergangenen Nacht konnte ich das Setup erstmals ausprobieren. Während der Esprit 120ED sein erstes Mono-Adventure beginnen durfte, habe ich den 72/400er APO auf die HEQ5 geschnallt:

Insgesamt ist das EQ5-Erlebnis natürlich etwas "fipsiger" - von der schweren EQ6 bin ich anderes gewohnt. Die Azimut-Schrauben haben irgendwie einen sehr kurzen "Stellweg" -
ich könnte mir vorstellen, diesen durch etwas längere Schrauben zu verbessern. Ich habe beim Polaralignment schlussendlich den gesamten Kopf gelöst und etwas gedreht.
Das ging so leidlich, bei der EQ6 geht es viel präziser. Auch die Einstellung der Teilkreise beim Austarieren empfand ich als ziemlich fummelig.
Aber für ein mobiles, relativ leichtes Setup kann ich nicht meckern.
Der ASIAir hat die Montierung sofort erkannt, die Montierung kommt gut mit dem Gewicht des Apos+Anbauteilen klar und das Guiding war prima.
Als Testobjekt habe ich mir den "Dark Shark Nebula" LDN1235 im Kepheus ausgesucht.
Ich habe insgesamt 500x60s=8,33 Stunden Licht eingefangen. Der Orientierung wegen habe ich das Bild gecoppt.

Aufnahmedaten:
Datum: 20./21.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 500x60s = 8,33 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Mein Fazit: die HEQ5Pro ist für den mobilen Einsatz mit dem Omegon 72/400 Apo absolut tauglich und der ASiAir macht quasi ein Smartie draus - ich bin soweit zufrieden..
Mit dem Esprit 120ED habe wie gesagt "nebenbei" endlich meine ersten Mono-Tests machen können. Ich habe mich eventuell ein wenig übernommen mit meinem „Test-Projekt“.
Ich wollte dem wunderschönen Bild der Umgebung des „SNR G108.2-00.6“ von Astrotreff User "pete_xl" nacheifern und habe ein (seeeehr) großzügiges Mosaik im ASIAir von 5x5 Kacheln programmiert.
Mein Plan war, zunächst ein Filter pro Nacht anzuwenden und ich habe mit Luminanz begonnen.
Das ganze Projekt ist alleine von der Datenmenge her eventuell etwas dick aufgetragen, aber jetzt habe ich schonmal angefangen...
Später werde ich – für kleinere Projekte – Fokus-Offsets definieren, das wird auch die Erstellung der Flats vereinfachen.
Apropos Fokus:
leider ist dieser bei einigen Kacheln etwas aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte „Autofokus bei 5° Temperaturänderung“ eingestellt – in der Nacht wurde es aber knackekalt und der Sprung hat sich als zu groß erwiesen. Bei den schadhaften Panels werde ich das nochmal wiederholen. Wie gesagt – ich übe ja noch.
Beim Stacking mit APP hat es sich als sinnvoll erweisen, die Kacheln einzeln zu stacken und dann die Resultate miteinander zu verheiraten – sonst dauert es ewig.
Ich bin dazu diesem Tutorial von Frank Sackenheim gefolgt. Das Tutorial enthält allerdings einen Stolperstein: Frank hat zum Test nur zwei Panels in zwei Sessions gestackt, hat die Integration im ersten Step auf "per session" gestellt und sich gewundert, das da bereits aufeinander registriert wurde.
Ich habe festgestellt, dass APP auch im Integrationsmodus "normal" immer alle Sessions aufeinander registriert. Wenn man – so wie ich – 25 Panel hat, dann wird es schwierig, ein Referenzframe zu finden und die Registrierung bricht dann irgendwann mit Fehlermeldung ab. APP registriert nicht nach Lage der Objekte sondern sucht nach Überlappungen.
Scheinbar geht das Programm dabei nach einer numerischer Reihenfolge vor und sortiert dann Session 11 direkt hinter Session 1.
Wenn es da keine Stern-Überlappungen gibt, dann kann nicht registriert werden.
Aber wie gesagt: das Stacken pro Panel geht sehr schnell und die Panels können danach prima zusammengeführt werden – damit komme ich klar.

Zusätzlich habe ich noch ein Seestar im Orion abgestellt - das hat weiteres Licht für unser Widefield-Projekt im Astrotreff gesammelt.
Ein Großteil meiner nächtlichen Exkursion wurde übrigens vom schaurig-schönen Bellen eines Fuchses begleitet.
Wenn man nicht weiß, was das ist, kann es einem schon durch Mark und Bein fahren... ;-)
Die Meteorschau der Nacht (link zu astrotreff.de)
20.11.2025
...und weiter geht's auf der Reise durch den Südhimmel.
Das zweite Objekt, dass ich für meine frischen Credits eintauschen konnte, ist die Fornax Dwarf Galaxy MCG-06-07-001.
Es handelt sich wieder um eine LRGB-Aufnahme. Der Datensatz hat mir reichlich Schwierigkeiten bereitet, denn es waren viele Sat-Spuren enthalten.
Im L-Kanal war kein einziger Frame ohne massive Satellitenspuren, da hat das Kappa-Sigma-Clipping von APP natürlich versagt. Abhilfe hat das Satellite-Removal-Tool" von SetiAstro geschaffen.
Im Unterschied zur Mittelwert-Ermittling im Kappa-Sigma-Clipping basiert dessen Trail-Erkennung auf einem KI-Modell.
Ich habe lange experimentiert - der Trick ist, das Programm an allen betroffenen Einzelframes auszuführen - dafür hat das Programm einen Batch-Prozess.
Der Haken bei "Clip Satellite Trail to 0.000" muss auf jeden Fall raus - ansonsten erkennt das Programm zwar die Trails, zeichnet diese aber wie mit einem dicken Edding nach.
Wenn die so "vorbehandelten" Daten dann gestackt werden, sind die Spuren verschwunden.
Kombiniert habe ich mit dem LRGBCombination-Process in Pixinsight, gestreckt habe ich diesmal per Autostretch (STF + Histogramm) und finalisiert habe ich in Photoshop.
Die Daten lagen wie folgt vor: L = 6x300s, R = 6x300s, G= 6x300s, B=6x300s, daraus ergibt sich eine Gesamt-Integrationszeit von 24x300s = 2 Stunden.
Das aufnehmende Teleskop ist ein Takahashi FSQ-106ED (106mm f/3.6) die Aufnahmekamera war eine QHY600M CMOS-Kamera.
Aufnahmestandort ist das Heaven’s Mirror Observatory in New South Wales, Australien.

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de
Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Takahashi FSQ106ED| Kamera QHY600M | Belichtung L= 6x300s, R=6x300s, G=6x300s und B=6x300s = 2 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

19.11.2025
Heute gab es neue Telescope-Live Credits!
Ich habe mir als erstes die Galaxiengruppe NGC3169, NGC3166 und NGC3165 im Sternbild Sextant am Südsternhimmel ausgesucht.
Die Daten lagen als LRGB wie folgt vor: 8x300s L, 6x300S R, 4x300s G und 4x300s B - die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 22x300s = 1,83 Stunden.
Ich habe die Daten mit dem LRGBCombination-Prozess in Pixinsight zusammengefügt, getreckt habe ich mit Bill Blanshans "Stretch_Unlinked"-Pixelmath-Script und finalisiert habe ich mit Photoshop.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung 8x300s L, 6x300S R, 4x300s G und 4x300s B = 1,83 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
18.11.2025
Heute Abend war es bis 21 Uhr klar.
Stellarium hat mir ein Closeup der Crew Dragon 11 versprochen. Pünktlich um 18:15:39 Uhr ist das Raumschiff vor den Saturn-Nebel (NGC7009) geflogen.
Visuell war das Teil gut auszumachen - es war sehr hell und sah fast aus wie ein einigermassen hoch fliegendes Flugzeug.
Ich habe auf den Saturnnebel draufgehalten und bin 1,5 Minuten vor dem Transit in den Scenery-Modus gewechselt. Das Tracking konnte ich über den Button in der "Joystick-Funktion"
aktivieren. Das hat auch alles gut funktioniert. Ich weiß ja - es wird nicht besser, wenn man den selben Fehler immer wieder macht... Ich habe mit 10ms/frame einfach zu lange belichtet.
Hier also ein weiteres Video eines fliegenden TicTac:

Nach dem Exkurs in die Raumfahrt wollte ich den Sehstern noch ein bisschen an der frischen Luft lassen und habe 245x10s= 40,8 Minuten im Mosaikmodus am NGC7789 (aka "Carolines Rose" oder "Herschels Spiralhaufen")
im Sternbild Kassiopeia gesammelt. Der offene Sternhaufen hat die Trumpler Klassifikation II1r und ist ca. 8000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt:

Aufnahmedaten:
Datum: 18.11.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 245x10s = 40,8 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

17.11.2025
Letzte Nacht gab es tatsächlich eine knappe Stunde CS. Das war aber zwischen zwei Regengebieten eingeklemmt und erschien mir doch ein bisschen kurz für ein Astrofoto.
Immerhin hat die Meteor-Kamera ein paar Schnappschüsse machen können (link zu astrotreff.de)
Für den Abend hatte mir das Wolkenradar bis 21Uhr CS versprochen und ich hatte meinen kleinen 72/400er Apo aufgesattelt.
Um kurz nach 21Uhr war immer noch keine Wolke zu sehen.
Die Aufnahme hatte ich schon beendet und das Flatpanel aufgesetzt. Während die Flat-Sequenz lief, bin ich kurz nach drinnen gegangen.
Und plötzlich hörte ich von draußen ein lautes Prasseln. Ein heftiger Regenschauer.
Ich bin dann etwas in Panik geraten, habe den Apo von der Montierung gerissen und dabei auch noch das Flatpanel heruntergeworfen.
Unter Absingen schmutziger Lieder habe ich das triefnasse Equipment ins Haus getragen und erstmal die Optik trockengefönt.
Das Flatpanel hat den Sturz zum Glück überlebt, nur eine von den Plastik-Klemmschrauben ist abgebrochen.
Und was soll ich sagen: genau 5 Minuten später war der Himmel wieder klar.
Achja, der November... drinnen ist es einfach sicherer! Das kommt da von, wenn man versucht jede Lücke zu nutzen...
Egal - dem Equipment und dem Herrchen geht es den Umständen entsprechend gut und ich habe immerhin 200x60s Licht von der Dunkelwolke LDN1164 / Barnard 174 (& friends) im Kepheus einsammeln können.
Wegen der sporadisch durchziehenden Wolken habe ich 50 Minuten sausen lassen, die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 150x60s = 2,5 Stunden.
Hier die Ansicht im Astrotreff-Viewer. Die Annotation kann mit dem kleinen Bleistift-Symbol oder mit der Taste "a" an und ausgeschaltet werden:
LDN1164 / Barnard 174 (& friends) ![]()

Aufnahmedaten:
Datum: 17.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 250x60s = 2,5 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Detail:

Bei einem Exemplar (18.11.2025 | 01:09:36 Uhr MEZ) erkennt man auf der Aufnahme meiner Horizont-Kamera eine persistente Plasmaspur:

14.11.2025
Heute habe ich mich an die Bearbeitung eines Seestar S50-Mosaiks vom Astrokollegen Heiko gemacht.
Das Mosaik vom IC1396 enthält insgesamt 25 Stunden Licht.
--> Vollansicht im Astrotreff Viewer (link zu astrotreff.de) (Annotation ein/aus mit dem Bleistift-Symbol oder Taste "a")


13.11.2025
Ach, wenn doch nur mal "richtiges CS" wäre...
In der vergangenen Nacht war es mal wieder "nicht Fleisch, nicht Fisch" - es zogen andauernd irgendwelche Wolkenfelder durch, in der zweiten Nachthälfte nervte der Mond...
Mit dem 72/400er Apo habe ich auf den NGC7380 "Wizard Nebula" (aka "Zaubernebel") im Kepheus belichtet.
Von 569x60s habe ich 121 frames wegen "Wolke" verworfen, übrig geblieben sind 448x60s= 7,46 Stunden Gesamt-Intergrationszeit.
Obwohl ich mein Glück wieder einmal ohne Filter versucht habe, hatte ich mir eigentlich mehr erhofft. Ich bräuchte einfach mal Neumond und durchgehend CS - aber wer von uns bräuchte das nicht... Egal, weil November ist, zeige ich das Bild trotzdem.

Aufnahmedaten:
Datum: 12./13.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 448x60s = 7,46 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Am Morgen gabe es dann noch ein schönes Polarlicht. Als ich in aller Frühe die Flatframes für meine nächtliche Astroaufnahme machen wollte, habe ich kurz auf meine Himmelskameras geschaut. Das Polarlicht war voll im Gange. Ich habe mir meine Canon geschnappt, bin auf den Acker gerannt und... Speicherkarte nicht erkannt... Also bin ich im Laufschritt wieder rein, neue Speicherkarte holen. Zum Glück habe ich die letzten Zuckungen noch erwischt:

Das Geschehen auf der Meteorkamera:

07.11.2025
Es ist schon krass, dass CS sehr häufig mit Vollmond, Wolke und Nebel einhergeht. Das ist definitiv nichts für die Astrofotografie, aber sein lassen konnte ich es auch nicht - es ist ja CS. Ich habe letzte Nacht insgesamt 600x60s = satte 10 Stunden meinen kleinen APO mit ASIAir am IC1795 "Fish Head Nebula" im Kassiopeia laufen lassen - natürlich ohne Filter. Livin' on the Egde!
Das Hautproblem waren die durchziehenden Wolken und ich wiederhole meinen Respekt dafür, wie der ASIAir stoisch weitermacht und das Guiding jedesmal wieder aufnimmt. Und es war quasi Tageslicht-Fotografie bei dem hellen Mond. Die gesammelten 600x60s habe ich händisch auf 299x60s = 4,98 Stunden zusammendampfen müssen.
Das Resultat hat dafür alles, was man sich für eine gute Vollmond-Fotografie wünscht: es ist detaillos, kontrastarm und hat reichlich Gradienten... Aber egal, ich konnte meinen Spleen mal wieder ausleben und hatte Spaß. What more can you ask for?

Aufnahmedaten:
Datum: 06./07.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 299x60s = 4,98 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Mit dem Origin habe ich den Kometen C/2025 R2 (SWAN) besucht:
_1.jpg)
Aufnahmedaten:
Datum: 06.11.2025
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 584x10s = 1,62 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Um 05:30Uhr konnte ich dann auch noch einen "fotografischen Blick" auf den von der Presse so gehypten "Supermond" werfen, das Seeing war leider nicht so super...

Aufnahmedaten:
Datum: 06.11.2025
Teleskop: Seestar S50 | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1124 frames, | bearbeitet mit PS
Ein paar schöne Meteore gab es auch zu sehen:
06.11.2025 | 23:56:35 Uhr MEZ


07.11.2025 | 00:10:35 MEZ


03.11.2025
Letzte Nacht habe ich den Pelikan IC5070 im Schwan aufgenommen. Ich zeige hier jetzt mal kein "State-of-the-Art" - Astrobild sondern eine ganz besondere Aufnahmesituation und was daraus wurde. Wir beschweren uns ja alle oft über das miese Wetter. Ich persönlich versuche, jede mögliche Lücke zu nutzen und gestern hatte mir das Wolkenradar CS von 18 bis 21 Uhr versprochen. Der Mond steht bei 83%, zunehmend und leuchtet alles perfekt aus - aber hey... Versuch macht kluch!
Das einzig positive, was ich über die Bedingungen sagen kann ist, dass es trocken war.
Die insgesamt 165 gesammelten 60s-frames habe ich auf 61x60 Sekunden zusammengedampft und das hier ist dabei herausgekommen:

Aufnahmedaten:
Datum: 02.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 61x60s = 61 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Mit Nebelfilter wäre sicher noch mehr drin gewesen. Interessant fand ich, dass der ASiAir sich nach Durchzug von dicken Wolkenfeldern (Guidestar verloren) immer sofort wieder
gefangen hat. Mit meinem APT-Laptop hätte es bei fehlendem Guiding irgendwann eine Center-Drift gegeben und ich wäre am Ende Kepheus gelandet.
Hier ein Video der Aufnahmebedingungen:
Dann habe ich das erste Mal den Mond mit meinem 72/400er APO und dem ASIAir plus abgelichtet.
Das Auffinden und die Videoaufnahme hat mit dem ASIAir wunderbar funktioniert - nichts zu meckern...

Aufnahmedaten:
Datum: 02.11.2025 | 21:42 Uhr MEZ
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS
Und dann gab es da noch diesen "Budget-Datensatz" bei Telescope Live von M108, den ich lieber hätte liegenlassen sollen...
Der LRGB-Datensatz besteht aus nur 8 frames (je 2x600s pro Filter).
Ausnahmslos JEDER frame war von einem vertikalen Streifen durchzogen, es sieht aus, als hätte ein A380 direkt über dem Teleskop geparkt.
Kappa-Sigma-Clipping war also schonmal nicht...
Außerdem sind TL-Lightframes normalerweise bereits kalibriert, aber diesmal hatte der Praktikant das wohl vergessen.
Die Bilder waren durchsetzt von Hotpixeln, es gab 3 fette Dust-Donuts und eine schöne Vignette...


Nun bin ich so erzogen, dass ich generell nichts wegschmeissen kann und habe mich an die unheilvolle Aufgabe gemacht, das Bild zu "restaurieren".
In der Zeit, wo ich das gemacht habe, hätte ich die Galaxie locker selbst aufnehmen können.
Ich habe sämtliche Hotpixel auf subatomarer Basis wegretuschiert, den fetten Streifen habe ich mit dem "Heilen"-Tool von Gimp geheilt und die Retusche-Arbeiten
habe ich größtenteils mit einem nur wenige Pixel großen Klonstempel im Photoshop durchgeführt. Bei ungefähr 500 Hotpixeln...
Vermutlich ist mir der eine oder andere Stern dabei abhanden gekommen und ich entschuldige mich dafür ausdrücklich bei den Bewohnern des Planeten, der diesen Stern umkreist hat!
Zumindest ließ sich das Bild hinterher noch platesolven, das beruhigt mich ein wenig.
Um die gröbsten Schnitzer zu kaschieren, habe ich den Hintergund dann noch ein bisschen plattgemacht.
Hier das Ergebnis meines Rettungsversuchs:

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Officina Stellare 70cm F/8 RC| Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung L= 2x600s, R=2x600s, G=2x600s und B=2x600s = 1,33 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
Aufnahmestandort ist das IC Astronomy Observatorium im Oria, Almeria, Spanien.

01.11.2025
in der zweiten Nachthälfte ab Mitternacht wurde es heute klar.
Ich habe meinen kleinen APO aufgesattelt und habe als erstes Objekt den Eulenhaufen NGC457 im Kassiopeia besucht.
Belichtet habe ich 51x60s= 51 Minuten.

Aufnahmedaten:
Datum: 01.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 51x60s = 51 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Das zweite Objekt von heute Morgen (01.11.2025) - eine Stippvisite im Orion mit dem kleinen Apo: M42 und der "Running Man" NGC1977.
Aufgenommen habe ich (wegen des Kerns vom M42 kurzbelichtet) 411x10s = 68,5 Minuten ohne Filter.

Aufnahmedaten:
Datum: 01.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 411x10s = 68,5 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Das letzte Objekt am Morgen des 01.11.2025: bevor gegen 5Uhr die Wolken kamen, konnte ich noch 55x60s = 55 Minuten auf den Rosettennebel NGC2237 im Monoceros (Einhorn) gehalten.Der Nebelkomplex umfasst die NGC-Nummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.

Aufnahmedaten:
Datum: 01.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 55x60s = 55 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

..und auch das Origin habe ich in den Orion gehalten. Ich habe jetzt in 2 Nächten 1253x10s = 3,48 Stunden Licht am M78 sammeln können.

Aufnahmedaten:
Datum: 18.10. und 01.11.2025
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1253x10s = 3,48 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS































































