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Non est ad astra mollis e terris via.

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Der Sternenblog - Beitragsarchiv November 2024



30.11.2024


Meine Güte, was war das für eine ergiebige Nacht von gestern auf heute. Knackekalt und die ganze Nacht ein wunderschön transparenter Himmel! Ich hatte das große Geschirr aufgebaut und meinen Esprit-120ED zuerst auf den 5700 Lichtjahre entfernten IC5076 / LBN394 / VdB137 Reflexionsnebel im Schwan ausgerichtet.

2,8 Stunden Licht habe ich auf dem Objekt gesammelt:

Aufnahmedaten:

Datum: 29./30.11.2024

Teleskop: Skywatcher Esprit 120ED APO | Kamera: ZWO ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 1008x10s =2,8 Stunden RGB ohne Filter| Kalibrierung: 50 Darks, 60 Flats und Darkflats|

gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS


Das Bild ist ein Crop, Norden ist oben!


Während mein APO fleissig war, habe ich mit meinen 3 Sehsternen die fehlenden Mosaik-Kacheln des IC1805 Herznebels und IC1795 Fischkopfnebels aufgenommen.

Das Mosaik ist eine Gemeinschaftsbelichtung von einem Astrokollegen und mir. Mosaik wird irgendwie gerade zu meinem neuen Hobby - das ist schon echt cool, was die Firma ZWO da auf die Beine gestellt hat:

--> hier geht's zur höheren Auflösung

Aufnahmedaten:

Datum: 11/2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 4178x10s = 11,6 Stunden | Seestar-Mosaikstacks gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS


Irgendwann war dann der Orion für meinen Skywatcher-APO sichtbar und ich habe auf den M78 / NGC2068 Reflexionsnebel (auch bekannt als "Casper the friendly Ghost") geschwenkt. Dadurch, dass der Nachbar seinen Baum beschnitten hat, konnte ich immerhin mehr als die bisher gewohnten 20 Minuten in Richtung Süden fotografieren. :)

Trotzdem sind es nicht mehr als 398x19s = 66 Minuten geworden. Das Ergebnis war ganz ok, aber mehr geht ja immer.

Ich hatte den M78 2021 und 2022 bereits mit dem kleinen APO (Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet) aufgenommen, damals sind in Summe 5,09 Stunden Belichtung herausgekommen.

Ich habe die Lights jetzt mal alle in einen Topf geworfen, kräftig umgerührt und bei kleiner Flamme ein Stündchen köcheln lassen:

Insgesamt habe ich jetzt 6,2h Integrationszeit auf der Uhr (398x10s mit dem Esprit-120ED und 917x20s mit dem Omegon Pro 72/400).

Da muss noch mehr Licht dran! Ach ja - der Himmel ist voller Objekte die eigentlich 100 Stunden Belichtungszeit verdienen würden...

--> hier geht's zur höheren Auflösung

Aufnahmedaten:

Datum: 25.12.2021 und 06./07./08./09./10.03.2022

Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera ZWO ASI294MC Pro |Temp: -10°C | Belichtung: 917x20s=5,09 Stunden RGB ohne Filter | 100 Darks, 60 Flats und Darkflats, 30 BIAS

und

Datum: 29./30.11.2024

Teleskop: Skywatcher Esprit 120ED APO | Kamera: ZWO ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 398x10s = 1,11 Stunden RGB ohne Filter| Kalibrierung: 50 Darks, 60 Flats und Darkflats|

gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Gesamtintegrationszeit: 6,2h



Das Seestar in meinem Dach-Observatorium hat inzwischen eine Kachel des Orion-Widefield-Projektes unserer Astro-Community aufgenommen - es will ja schließlich jede Minute CS genutzt werden. ;)

Meine beiden mobilen Seestars mussten noch ein bisschen warten, bei denen hatte vorläufig noch eine Baumreihe den Bilck auf den Orion versperrt.

Natürlich sollten sich auch diese beiden inzwischen nützlich machen - geht ja nicht, dass die sich die Stativbeine in den Bauch stehen.

Ich habe mit den Geräten dann noch ein schnelles Plejaden-Mosaik-Intermezzo angeworfen.

Immerhin 531x10s = 1,47h Mosaikframes konnte ich von den "Seven Sisters" (aka M45) sammeln:

Aufnahmedaten:

Datum: 30.11.2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 531x10s = 1,47 Stunden | Mosaikstack-Subframes gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Norden ist oben!

Den Rest der Nacht haben dann auch die mobilen Geräte am Mosaik-Projekt gearbeitet, inzwischen konnte ich am APO meine Flatframes machen.Als alles im Kasten war, war es bereits halb fünf Uhr Morgens. Ich hatte bei der ganzen Jonglage mit den 4 Teleskopen glatt vergessen, mich hinzulegen. Aber es hat so einen mega Spaß gemacht - ich war irgendwie nicht mal müde!

Am Abend wurde es dann schon wieder klar. Nachdem ich die letzte CS-Nacht durchgemacht hatte, fehlte mir irgendwie die Energie für "größeres". Man wird ja nicht jünger!

Für eine schnelles Mosaik der "Great Wall" im NGC7000 Nordamerika-Nebel hat es trotzdem gereicht - meine 3 Sehsterne haben insgesamt 1039x10s = 2,89 Stunden Licht gesammelt:

Da soll noch einer sagen, der November hätte nichts zu bieten!

Freuen wir uns auf eine hoffentlich ergiebigen Dezember!



26.11.2024

Ja, der November... Heute (26.11.2024) um 4 Uhr Morgens sollte es eigentlich klar werden. Da ich heute meinen freien Tag habe, hatte ich mir den Wecker gestellt.

Was soll ich sagen - das war nichts dolles. Die Wetterprognose änderte sich minütlich und immer wieder zogen dicke Wolkenfelder durch. Ich habe den Himmel trotzdem kräftig ausgewrungen und ausgequetscht, bis ein M42 Mosaik herausgekommen ist.

Na klar - da ist Luft nach oben, der Running Man (Sh2-279 / NGC1977) ist etwas schwächlich und sollte vorm nächsten Halbmarathon auf jeden Fall noch etwas trainieren. ;)

Immerhin: mit 3 Sehsternen am Start konnte ich 553x10s = 1,54 Stunden Licht im Mosaikmodus sammeln.

Der Mosaikmodus ist übrigens mein neues Hobby - das funktioniert wirklich sehr gut!

Aufnahmedaten:

Datum: 26.11.2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 553x10s = 1,54 Stunden mit dem Dual-Narrowband-Filter | 3x Seestar-Mosaikstack gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Der Mond steht aktuell bei 24%, abnehmend, hier eine Aufnahme von 06:21 Uhr MEZ:

Aufnahmedaten:

Datum: 26.11.2024 | 06:21 Uhr MEZ

Teleskop: Seestar S50 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 1% von 939 frames | bearbeitet mit PS



... und eine Aufnahme bei Tageslicht um 08:47 Uhr MEZ:

Aufnahmedaten:

Datum: 26.11.2024 | 08:47 Uhr MEZ

Kamera: Canon R7 mit Sigma 18-300mm F3,5-6,3 Objektiv | Belichtung 1/15 Sek.| Brennweite: 300mm |Blendenwert: 8,38 EV (f/18,2) | ISO: 100



23.11.2024

Hmm... naja... ich habe heute mal das Seestar in die Sonne gehalten (sie war tatsächlich zu sehen!) . So richtig gut fand ich das mit dem Seestar noch nie - das konnte die Stellina besser.Ich spekuliere da ein wenig auf das Origin, das perspektivisch u.s. die Weisslicht-Aufnahmen übernehmen soll.

Ich hatte echte Probleme, das Seestar-RAW-AVI in Autostakkert zu stacken. Es wurden immer leichte aber sichtbare Rand-Artefakte produziert. Ich habe die Modi "Planet" und "Surface" ausprobiert und es wurdeleider nicht besser. Erst als ich das AVI in PIPP etwas "vorbehandelt" hatte, ging es einigermassen - aber weg waren die Artefakte nicht.

In meiner Verzweiflung habe ich dann einfach ein Einzelframe genommen:

Aufnahmedaten:

Datum: 23.11.2024

Teleskop: Seestar S50 | Einzelframe | Bearbeitet mit PI (debayer) und PS


ARs lt. NOAA:

Einen Transit eines "Flugobjektes" habe ich auch noch eingefangen:



22.11.2024

Ganz früh am Morgen war heutre ein Blick auf den Mond möglich, der steht aktuell bei 61%, abnehmend.

Hier ein Bild von 04:50 Uhr MEZ:

Aufnahmedaten:

Datum: 22.11.2024 | 04:50 Uhr MEZ

Teleskop: Seestar S50 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 1% von 1080 frames | bearbeitet mit PS

Als ich heute von der Arbeit kam, gab es überraschend CS. Um kurz nach 22Uhr waren die Wolken bereits wieder da, aber ich habe die Gelegenheit genutzt und habe

meine 3 Seestars im Mosaikmodus auf den IC 1848 Seelennebel im Kassiopeia ausgerichtet.

Ich hatte das Objekt bereits mit dem 72/400 APO fotografiert und wollte mal schauen, was das Seestar im Mosaik-Modus so kann.

Ich muss sagen - ich bin begeistert - das klappt wirklich hervorragend - von Fehlfunktionen kann ich bisher nichts berichten.

Ich habe die drei von den Seestars produzierten Mosaik-Stacks im APP nochmal zu einem "großen Ganzen" verschmolzen.

Herausgekommen sind 1794x10s = 4,98 Stunden Gesamtbelichtung mit dem Dual-Narrowband Filter. Mit mehr Belichtungszeit wäre sicher noch viel mehr dabei herausgekommen,

aber die Wolken meinten, ich solle Feierabend machen.

Norden ist oben!


Aufnahmedaten:

Datum: 22.11.2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 1794x10s = 4,98 Stunden mit dem Dual-Narrowband-Filter | 3x Seestar-Mosaikstack gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS



21.11.2024

Gestern Nacht war die Wolkenlücke immerhin so groß, dass ich mit meinen 120ED Gassi gehen konnte. ;)

Ich habe mal auf den Offenen Sternhaufen Melotte 15 (aka Collinder 26) im Herznebel IC805 im Kassiopeia draufgehalten.

Die Gegend ist eigentlich für Schmalband / Falschfarbe prädestiniert - die wolkenfreie Zeit hat aber nur für RGB gereicht und auch das war eine knappe Geschichte.

Der Sternhaufen unten rechts im Bild ist Tombaugh-4.

Aufnahmedaten:

Datum: 20./21.11.2024

Teleskop: Skywatcher Esprit 120ED APO | Kamera: ZWO ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 985x10s =2,74 Stunden RGB ohne Filter| Kalibrierung: 50 Darks, 60 Flats und Darkflats|

gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Während mein APO beschäftigt war habe ich nebenbei mal ein Seestar im neuen Mosaikmodus an der M31 Andromeda-Galaxie ausprobiert.

Was soll ich sagen - es funktioniert!

Die effektive Belichtungszeit für alle Mosaik-Kacheln beträgt 536x10s = 1,49 Stunden:

Aufnahmedaten:

Datum: 20./21.11.2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 804x10s = 2,23 Stunden | bearbeitet mit PI und PS



Der Mond nimmt langsam wieder ab und steht bei 73%:

Aufnahmedaten:

Datum: 20.11.2024 | 22:11 Uhr MEZ

Teleskop: Seestar S50 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 1% von 879 frames | bearbeitet mit PS



20.11.2024

Heute Morgen um 3 Uhr bin ich kurz aufgewacht und durch das Dachfenster grinste mich der Mond und ein WOLKENFREIER (!) Himmel an!

Natürlich war ich sofort hellwach und habe mir ein Seestar geschnappt. Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: W-O-L-K-E-N-F-R-E-I.

Ich habe dann erstmal den Mond abgelichtet und bis die Lücke vorbei war habe ich den beiden Offenen Sternhaufen NGC 7510 und King 19 im Kepheus einen Besuch abgestattet.

Herausgekommen sind 338x10s = 56 Minuten Gesamt-Integrationszeit - immerhin...

Aufnahmedaten:

Datum: 20.11.2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 338x10s = 56 Minuten | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Der Mond steht aktuell bei 79%, abnehmend - hier ein Bild von 03:11 Uhr MEZ:

Aufnahmedaten:

Datum: 20.11.2024 | 03:11 Uhr MEZ

Teleskop: Seestar S50 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 1% von 811 frames | bearbeitet mit PS

19.11.2024

Ja ja... das Wetter.

Da ich immer mal wieder neidvoll sehe, dass einige Kollegen sich per remote in die VDS-Sternwarte auf der Hakos-Farm einloggen und sich so über die Schlechtwetter-Phasen hangeln, habe ich mich mal probeweise bei Telescope Live angemeldet.

Das ist natürlich nicht das selbe, wie direkt hinter dem Teleskop zu stehen und es ist ( wider erwarten) auch nicht so spannend - aber man kann dort für kleines Geld auf sogenannte "One Click Observations" zugreifen. Diese "Observations" sind Rohdaten, die man sich gegen "credits" herunterladen kann. Eine gute Gelegenheit, mal ein bisschen Mono-/Schmalbandkombi in Pixinsight zu üben und somit eine perfekte Schlechtwetter-Aufgabe.

Natürlich ist es generell ein wesentlicher Teil unseres "Sports", die Bilder selber und unter teils widrigen Umständen aufzunehmen. Meine "intellektuelle Schöpfungshöhe" beschränkt sich hier lediglich auf die Bearbeitung der Rohdaten. Aber es ist wirklich interessant zu sehen, was mit einem Equipment, vom dem die allermeisten von uns nur träumen können unter einem glaskarem Himmel frei von Lichtverschmutzung so möglich ist.

Die von Euch bearbeiteten Daten können übrigens frei veröffentlicht und anderweitig verwendet werden. Ihr könnt Eure Bilder sogar auf T-Shirts drucken und verkaufen:

Telescope Live ownership policies

Wenn Ihr die Bilder postet, solltet Ihr lediglich eine "crediting line" einfügen.

Übrigens: auch die Profi-Rohdaten sind nicht perfekt - ich hatte teilweise ordentlich Gradienten zu entfernen.

Die Einzelframes sind bereits kalibriert, die Kalibrierungsframes können auf Wunsch aber heruntergeladen werden.


Ich hatte heute mit dem Sh2-308 "Dolphin Head Nebula" im Canis Major begonnen. Der blasenförmige Nebel umgibt einen Wolf-Rayet-Stern - den EZ Canis Majoris.

Die Rohdaten stammen von einem ASA500N Newton aus dem El Sauce Observatorium in Río Hurtado in der Coquimbo Region in Chile:

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: ASA500N F3.6 Newton | Kamera FLI PL 16803 | 4x300s R, 4x300s G, 3x300s B, 4x600s OIII, 4x600s HA = 2,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Und weil draussen Dauerregen herrscht und ich heute meinen freien Tag habe und ich gerade so im Flow bin, habe ich mir auch noch die Daten des NGC3372 Eta-Carinae-Nebulas gesichert. In dieser "One Click - Observation" lagen nur Schmalband-Daten (HA, OIII, SII) vor und ich habe diese mit Pixelmath wie folgt verheiratet:

R=.4*Ha + .6*Sii

G=.4*Oiii + .3*Ha + .3*Sii

B=Oiii

Diesmal ist das aufnehmende Gerät ein Officina Stellare RH200 20cm F3-Refraktor mit einer FLI ML 16200 Kamera auf einer Astro-Physics 1200GTO Montierung.

Aufnahmeort ist wieder das El Sauce Observatorium in Chile:

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Officina Stellare RH200 20cm F3-Refraktor | Kamera FLI PL 16200 | 5x600s HA, 5x600s OIII, 3x600s SII = 2,17 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Es hat mir fast ein bisschen weh getan, die Sterne wieder auf das Starless zu legen, die vielen Details gehen fast ein bisschen unter.

In der Region ist wirklich viel los:

Weil ich gerade so im "Flow" war, habe ich auch noch ein drittes Bild bearbeitet.

Diesmal ist es eine LRGB-Kombi des NGC2070 Tarantel-Nebels in der Großen Magellanschen Wolke im Sternbild Schwertfisch (Dorado) geworden.

Ich habe versucht, die Sternfarben zumindest etwas geradezurücken - die habe ich mir aus dem RGB gezogen.

Das aufnehmende Gerät war diesmal ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 61cm Dall-Kirkham-Reflektor und die verwendete Kamera war eine QHY 600M Pro.

Aufnahmeort war wieder das El Sauce Observatorium in Río Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Norden ist oben!

Aufnahmedaten:

Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live

Teleskop: Planewave CDK24| Kamera QHY 600M Pro | 3x600s L, 2x600s R, 2x600s G und 2x600s B = 1,5 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS



17.11.2024

Heute war mal ein "Schlechtwetterprojekt" dran.

Einige Astrokollegen und meine Wenigkeit hatten mit unseren Seestars schon vor einiger Zeit gemeinsam Licht am IC405 "Flaming Star Nebula" im Fuhrmann gesammelt.

Ich hatte das Objekt im Januar schon einmal auf dem Schirm - seinerzeit hatte ich 931x10s =2,59h mit dem Dual-Narrowband-Filter zusammenbekommen.

Jetzt - mit den Lights der Kollegen sind es 9228x10s = 25,8 Stunden geworden.

5202 Lights sind mit dem Dual-Narrowband-Filter aufgenommen worden und 4026 mit dem IR-Cut.

Im Vergleich zu meinem "2,59h Erstlingswerk" bin ich etwas enttäuscht - ich hatte irgendwie mehr erwartet. Ich habe allerdings die beiden Filtervarianten im APP einfach zusammengeschmissen - evt. wäre es schöner gewesen, die Schmalbanddaten nochmal auseinanderzupflücken. Naja - die Bearbeitung hat mich auf jeden Fall den Regen vergessen lassen - mission accomplished!

Aufnahmedaten:

Datum: 01-10.2024

Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 9228x10s = 25,8 Stunden, davon 14,45h mit dem Duo-Narrowband-Filter und 11,18h mit dem IR-Cut-Filter

gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

15.11.2024

Es gibt so Dinge, die sollte man einfach sein lassen. Gestern Nacht tat sich nach einer langen Zeit mit komplett geschlossener Wolkendecke endlich eine Art "Lücke" auf. Wenn man der Prognose glauben darf, war das für die nächsten Wochen auch dle letzte. Aufgrund der Wolken war ich mir nicht mal sicher, welche Mondphase wir gerade haben und ich musste feststellen: es ist fast Vollmond. Der angekündigte "klare Himmel" erwies sich als milchige Suppe, es waren kaum Sterne zu sehen. Und in meiner Sternwarte wartet (aha -deshalb heißt das so!) mein niegelnagelneuer Esprit 120ED.

Ich habe also Quatsch gemacht und mein Zeug trotz der widrigen Bedingungen aufgebaut und auf den NGC7635 Bubble Nebula im Kassiopeia geschwenkt.Auf Guiding habe ich mal wieder verzichten müssen, bei den vielen durchziehenden Wolken hätte das eh keinen Zweck gehabt. Einen Filter habe ich natürlich auch nicht benutzt, wenn schon, denn schon!Dafür hat das Bild dann auch alle zu erwartenden Features: es ist konstrastarm, hat einen mega Gradienten und ordentlich Walking Noise - mehr kann man wirklich nicht verlangen!

Aufnahmedaten:

Datum: 14.11.2024

Teleskop: Skywatcher Esprit 120ED APO | Kamera: ZWO ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 803x10s =2,23 Stunden RGB ohne Filter| Kalibrierung: 50 Darks, 60 Flats und Darkflats|

gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Der Mond steht aktuell bei 95%, zunehmend:

Aufnahmedaten:

Datum: 14.11.2024 | 20:58 Uhr MEZ

Teleskop: Seestar S50 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 1% von 1287 frames | bearbeitet mit PS

03.11.2024

Ach ja, der November...

eigentlich sollte die vergangene Nacht (02./03.11.2024) komplett klar werden - und das bei Neumond.

Ich hatte große Pläne, eigentlich sollte es das "First Light" für meinen Neuzugang, das Skywatcher Esprit 120ED werden - mit richtig langer und tiefer Belichtung.

Aus Zeitgründen konnte ich leider erst am späten Nachmittag mit der Einrichtung beginnen - das C11 musste von der Montierung, der APO drauf, das Ganze musste auf meiner EQ6Pro ausbalanciert werden, einige Kabel waren zu kurz und mussten verlängert werden, das Guidescope musste auf die optische Achse des Primärtubus abgestimmt werden, die Aufnahmesoftware und der Platesolver brauchten die neuen Scope-Daten, usw.

Vom Gewicht ist der vollaufgerödelte Skywatcher dem C11 übrigens durchaus ebenbürtig - das ist schon ein ganz ordentlicher Trumm.

Tja - was soll ich sagen - bis zum Einbruch der Dunkelheit hatte der Wetterbericht dann mein CS auf "bis 21 Uhr" zusammengedampft. Ich habe mir dann die Einrichtung von phd2 und den damit verbundenen Kalibrierungslauf geschenkt und habe einfach mit 10s/frame "kurzbelichtet". Das packt die EQ6 auch gut ohne Guiding - Dithering fällt dann natürlich flach.

Nach etwa 40 Minuten stand dann auch schon der Meridian-Flip an und um 20:50Uhr hat es sich dann zugezogen. Dementsprechend ist das Ergebnis auch etwas "mager" und auch bei der Auswahl des Bildfeldes hätte ich mir mehr Mühe geben können. Aber immerhin - ich konnte dem Highend-APO mal den Himmel zeigen.

Isn't she a beauty?

Das Ergebnis krankt ein wenig an der geringen Gesamt-Integrationszeit, aber alles funktioniert - der APO und auch der Flattener tun, was sie sollen.

Aufnahmedaten:

Datum: 02.11.2024

Teleskop: Skywatcher Esprit 120ED APO | Kamera: ZWO ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 598x10s =1,66 Stunden RGB ohne Filter| Kalibrierung: 50 Darks, 60 Flats und Darkflats|

gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

In den frühen Morgenstunden (00:45:15 Uhr MEZ) hat sich ein schöner Bolide am Himmel gezeigt:



at1

Da mich das "Astrofieber" gepackt hat, habe ich mich an einen Nachbau des AllSky-Kamera-Projektes von Thomas Jacquin gemacht. Auf seiner GitHub-Seite gibt es eine genaue Projektbeschreibung. Eine 125mm-Doppelmuffe (Sanitärrohr), 2 Muffenstopfen, eine Plexiglas-Kuppel, ein Raspberry Pi 4 und eine Kamera - fertig ist das Himmels-Observatorium. Der Raspberry fertigt über Nacht Bilder, Sternenspur-Aufnahmen (Star-Trails), Timelapse-Videos und Keogramme für die Bewölkungsanalyse an. Für die Star-Trail-Aufnahmen werden automatisch die Bilder analysiert und die Fotos mit Bewölkung werden entfernt. Am Ende der Nacht lädt ein Script dann die "Ausbeute" auf meinen Server hoch. Eine konfigurierbare web-Seite stellt der Autor ebenfalls auf GitHub zur Verfügung. Ich hoffe, dass es mir durch die Dauerbeobachtung des Himmels gelingt, zum Beispiel Bilder von Sternschnuppen "einzufangen".

Durch einen Klick auf den Button gelangt Ihr zu einem Live-Bild meines "Observatoriums"

Allsky-Livebild

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