Der Sternenblog - Neues von der Sternwarte
31.12.2025
Gestern Abend sollte es bis 22Uhr CS geben. Da es aktuell recht früh dunkel wird, wollte ich das natürlich ausnutzen und hatte den kleinen Apo auf die EQ6Pro geschnallt.
Ich habe den NGC6914 besucht, das ist ein Reflexionsnebel im Sternbild Schwan.
Leider war der Himmel nicht so toll wie versprochen - es zogen immer wieder Wolkenfelder durch. Von insgesamt 240x60s habe ich nur 144x60s = 2,4 Stunden verwenden können.
Der Mond hat den Himmel auch ordentlich aufgehellt, das war alles nicht so optimal. Aber immerhin - für einen schnellen Astrospaß hat es gereicht.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | Belichtung: 144x60s = 2,4 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Ich hatte gerade meine Deepsky-Session beendet, weil Wolken aufgezogen waren und hatte bereits meine flats erstellt.
Eigentlich wollte ich schon einpacken, bin dann aber doch nochmal auf den Mond geschwenkt.
Dem bloßen Auge nach war der eigentlich schon von einem Wolkenschleier bedeckt - umso faszinierender, was der Apo da noch draus gezaubert hat.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.12.2025 | 22:06 Uhr MEZ
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS
Die Meteorkamera hat nur ein Exemplar eingefangen (link zu astrotreff.de)
30.12.2025
Der Dezember meint es hier im Norden zum Ende hin wirklich gut mit mir.
Gestern Abend gab es schon einige Wolkenlücken, aber ab 2Uhr Morgens gab es bis zum Sonnenaufgang stabiles CS.
Ich habe den 72/400er Apo auf dem NGC281 "Pacman-Nebula" im Kassiopeia geparkt.
Weil der Mond immer noch etwas nervte, habe ich mich für eine Belichtung mit dem SVBONY SV220-Narrowband-Filter entschieden.
Von 280 gesammelten frames habe ich 266x60s = 4,43 Stunden verwendet.

Aufnahmedaten:
Datum: 30.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C mit SVBONY SV220 NB-Filter| Belichtung: 266x60s = 4,43 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie

...und wieder hatte die Meteorkamera "fette Beute" in Ihren Fangnetzen (link zu astrotreff.de)
28.12.2025
Wie wir alle wissen war der Dezember hierzulande (astro-) wettertechnisch eher bescheiden, aber zum Jahresende legt er scheinbar nochmal los.
Letzte Nacht war es schon wieder klar.
Ich hatte mich für VdB152 (& friends) - die "Sockenpuppe" im Kepheus entschieden und den 72/400er APO gewählt.
Ich habe von 708 60s-frames 97% verwendet - die Gesamt-Integrationszeit beträgt 687x60s = 11,45 Stunden.
Wohl gemerkt - in einer einzigen Nacht und (mal wieder) ohne jegliche Probleme vom ASIAir plus aufgezeichnet.
Trotz Mondlicht habe ich ich ohne Filter belichtet, der Supernova-Remnant in der Umgebung benötigt noch etwas Schmalband - da lege ich evt. nochmal nach.

Aufnahmedaten:
Datum: 27./28.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 687x60s = 11,45 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Der Mond steht aktuell im 1. Viertel:

Aufnahmedaten:
Datum: 27.12.2025 | 17:34 Uhr MEZ
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS
26.12.2025
In der vergangenen Nacht habe ich mit dem 72/400er APO den IC5146 "Kokon-Nebel" im Sternbild Schwan abgelichtet.
In den Nebel ist der offene Sternhaufen Collinder 470 eingebettet. Der Nebel befindet sich am östlichen Ende der langgezogenen Dunkelwolke Barnard 168.
Ich konnte 284x60s = 4,73 Stunden Licht einfangen, dann schob sich ein Baum in den Weg.

Aufnahmedaten:
Datum: 25./26.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 284x60s = 4,73 Stunden ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Und auch in dieser Nacht hat die Meteorkamera zwei fette Brocken abgelichtet:
26.12.2025 | 01:12:13 Uhr MEZ


26.12.2025 | 05:33:42 Uhr MEZ


25.12.2025
Letzte Nacht gab es bei uns CS und ich habe den kleinen 72/400er Apo mal auf dem IC405 "Flaming Star Nebula" im Fuhrmann laufen lassen.
Dank ASIAir läuft mein Setup zum Glück vollautomatisch durch die Nacht, so dass ich meinen Astro-Spleen am Heiligabend einigermaßen "sozialverträglich" ausleben konnte!
CS ist CS, da mach'ste nix!
Ich habe die Aufnahme ohne Schmalbandfilter gemacht. Der blaue Nebelanteil ist nämlich keine OIII-Emission sondern ein Reflexionsnebel - beleuchtet vom Stern AE Aurigae.
Von 514 frames habe ich 488x60s = 8,13 Stunden verwendet, die Bildbearbeitung erfolgte wie immer beim Morgenkaffee.
volles Feld:

Aufnahmedaten:
Datum: 24./25.12.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 488x60s = 8,13 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei Astrotreff.de

crop:


--> auch hier gibt es die volle Auflösung in der Galerie bei astrotreff.de
Die Meteorkamera hat u.a. zwei schöne Boliden eingefangen:
24.12.2025 | 20:17:14 Uhr MEZ


25.12.2025 | 06:08:21 Uhr MEZ


24.12.2025
Für gestern Abend waren zwei Stunden CS angesagt. Endlich! Leider hatte sich die Wettervorhersage diesmal in die andere Richtung verschätzt und es war fast die ganze Nacht klar.
Ich hatte nicht damit gerechnet und hatte einfach nur zwei Sehsterne auf die Wiese gestellt. Weil ich mit "nur 2h" gerechnet hatte, leider ohne Powerbank.
Bei 29% Akkustand habe ich dann abgebrochen und bin zum Orion gewechselt, um unser Widefield-Prjekt im Astrotreff voranzutreiben - diesmal mit Powerbank.
Leider war es dann so kalt, dass die Seestars nach kurzer Zeit das Aufladen eingestellt haben - ich habe also viel "klaren Himmel" verschenkt.
Egal - mein erstes Objekt war der NGC7822 im Kepheus, da habe ich mit zwei Seestars im Mosaikmodus drauf belichtet. Ein paar Frames musste ich wegen durchziehender Wolken verwerfen, insgesamt sind 908x10s = 2,52 Stunden Gesamt-Integrationszeit zusammengekommen.
Das Mosaik habe ich auf die "interessanten" Nebelanteile zurechtgecropt.

Aufnahmedaten:
Datum: 23.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 908x10s =2,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

22.12.2025
Heute konnte ich bei all den Wolken zumindest den Mond in einer kleinen Lücke erwischen.
Unser Begleiter steht aktuell bei 8% zunehmend, das Bild habe ich mit dem kleinen Seestar S30 aufgenommen und beim Stacking mit Autostakkert
habe ich 3fach Drizzle angewendet:

Aufnahmedaten:
Datum: 22.12.2025 | 17:36 Uhr MEZ
Teleskop: Seestar S30 | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1008 frames, 3x Drizzle| bearbeitet mit PS
19.12.2025
Gestern Abend gegen 18 Uhr wurde es tatsächlich für 2 Stunden klar. Ich habe mir spontan einen Sehstern gegriffen und habe den Sh2-106 im Schwan besucht.
702x10s = 1,95 Stunden der gesammelten Frames habe ich verwendet.
Hier also das winzige "kosmische Hustenbonbon" mit 2 Zoll Öffnung fotografiert :

Aufnahmedaten:
Datum: 18.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 702x10s =1,95 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

crop, hochskaliert auf 1200px Breite:

Und ein weiterer Remote-Datensatz aus meinem Schnäppchenshopping bei Telescope Live - die Bearbeitung: wie immer beim Morgenkaffee...
Der NGC1555 (aka "Hind's Variable Nebula") im Sternbild Taurus/Stier ist ein Reflexionsnebel der vom veränderlichen Stern T Tauri beleuchtet wird.
Es handelt sich um ein Herbig-Haro-Objekt. Die Annotation zeigt oberhalb des NGC1555 den NGC1554 "Struve's lost Nebula" an.
Der Nebel ist tatsächlich "lost" - die Identifikation ist unsicher. An den Koordinaten von NGC1554 befindet sich kein Nebel.
Allerdings gibt es dort einen Stern 14. Größenklasse, etwa 4 Bogenminuten west-südwestlich von T Tauri, sodass die Möglichkeit besteht, dass der von Struve entdeckte Nebel einen veränderlichen Stern umgab und nur gelegentlich aufleuchtet (vielleicht sogar in einem jahrhundertelangen Zyklus). Es könnte sich aber auch einfach nur um einen Beobachtungsfehler handeln.
Bei der Bearbeitung hatte ich so meine Schwierigkeiten - insgesamt schien mir die Schärfe (Fokus?) nicht gut. Das Material war außerdem mal wieder von reichlich Sat-Spuren durchzogen.
Die Rohdaten lagen in LRGB wie folgt vor: L=41x300a, R=38x300s, G=47x300S und B=45x300s - das ergibt eine Gesamt-Integrationszeit von 14,25 Stunden.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung: L=41x300a, R=38x300s, G=47x300S, B=45x300 = 14,25 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

18.12.2025
Aus der letzten Discount-Aktion bei Telescope-Live habe ich noch ein paar Credits übrig. Ich habe mich für einen relativ tief belichteten M45-Datensatz entschieden.
Die Daten lagen in LRGB wie folgt vor: L=33x300s, R=23x300s, G=23x300s, B=26x300s. Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 8,75 Stunden.
Das aufnehmende Teleskop war ein Takahashi FSQ-106ED f/3.6 Refraktor, die Kamera war eine QHY600M CMOS-Kamera.
Aufnahmestandort ist das Heaven's Mirror Observatory in Yass, New South Wales, Australien.
Die volle Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de oder im Viewer:

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Takahashi FSQ-106ED| Kamera QHY600M | Belichtung L=33x300s, R=23x300s, G=23x300s, B=26x300s = 8,75 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

08.12.2025 -16.12.2025
Ein Besuch der Insel Malta - Ich versuche auf solchen Reisen ja immer ein wenig "astronomisches" in das Besichtigungsprogramm einzubauen (siehe auch hier und hier).
Auch Malta hat da etwas zu bieten und darüber möchte ich berichten und Euch auf einen Kurztrip mitnehmen.
Zu Malta selber: die Insel ist ein faszinierender arabisch-europäischer Kulturmix, die Architektur hat zum Teil deutlich arabische Einflüsse.
Auch an der Sprache merkt man die Nähe zum Maghreb - das Malti ist eine semitische Sprache und übrigens die einzige, die mit lateinischem Alphabet geschrieben wird:

Ein ziemlich verrückter Mix, wir hatten täglich so um die 20°C und es gibt trotzdem (jede Menge) Weihnachtsdeko, jedes Dorf hat einen Weihnachtsmarkt inkl. Glühweinstand...
Dazu kommt, dass Malta bis 1964 unter britischer Verwaltung stand - es gibt hier z.B. die typischen roten Telefonzellen und Linksverkehr.
Auf Malta gibt es viel (historisches) zu sehen, allerdings ist die Republik ziemlich klein. Die Hauptinsel misst von Nordwesten nach Südosten knapp 30km, das bedeutet natürlich, dass die Bebauung sehr dicht ist.
Die Städte gehen nahtlos ineinander über - wenn man mit dem Auto im Südosten im Großraum Valetta unterwegs ist, dann fühlt es sich an, als würde man durch eine einzige große Stadt fahren.
Im Westen und auf der Nachbarinsel Gozo geht es ein wenig beschaulicher zu, hier gibt es schroffe Steilküste und wunderschöne Aussichtspunkte.
Auf Gozo gibt es in der Nähe des Örtchens Nadur - abseits der Lichtverschmutzung der Hauptinsel - das "Malta National Optical Astronomy Observatory".
Da die Entfernungen nicht so riesig sind und wir einen Mietwagen hatten, sind wir mit der Autofähre einfach mal "auf blauen Dunst" übergesetzt - in der Hoffnung, dort den Hausmeister anzutreffen...
Die Überfahrt nach Gozo geht übrigens blitzschnell - es fahren 4 Fähren und wir haben nie lange warten müssen. Die Schiffe fahren ca. 20 Minuten und gezahlt wird erst auf dem Rückweg - man kann auf dem Weg nach Gozo also einfach auf das Schiff fahren, ohne ein Ticket zu lösen.
Am Observatorium war natürlich niemand, die Gerätschaften werden wohl überwiegend "remote" bedient. Aber eigentlich hatten wir das auch nicht erwartet.
Das Observatorium selbst ist nicht sehr spektakulär - ein 3m Dome, im inneren ein 500mm Ritchey-Chrétien-Teleskope - einige Amateur-Astronomen haben so etwas vermutlich zuhause...

Gelohnt hat sich der Ausflug trotzdem, in der direkten Umgebung lässt es sich gut wandern, allerdings nur, wenn die rote Flagge nicht oben ist...

Auf der Hauptinsel - in Kalkara - gibt es das "Esplora Interactive Science Centre" inklusive Planetarium, das konnten wir natürlich nicht auslassen.

Im Esplora-Centre gibt es viele interaktive naturwissenschaftliche Experimente - für kleine und große Kinder!
Tornado-Simulation:

Wie schwer ist der 3kg Koffer auf dem Mars?

Astrobotanik mit simulierter Bodenbeschaffenheit:

Geschichte der Raumfahrt:


Das Planetarium ist natürlich das Highlight - als wir da waren, lief gerade eine interessante Show über Lichtverschmutzung, deren Auswirkungen und Ansätze zur Vermeidung.



Insgesamt ein sehr lohnenswerter Besuch.
Und natürlich hatte ich auch ein "Telesköpchen" (S30) dabei. Unser Quartier hatten wir in Pembroke / St. Giljan aufgeschlagen, das ist quasi nur eine Bucht von der Mega-Bebauung (und Lichtverschmutzung) von Sliema und Valetta entfernt. Aus Richtung Pembroke war der Orion kaum zu erkennen:

Unser Zimmer hatte zum Glück einen Balkon zum Meer hin, da wurde es dann doch relativ dunkel.

Im Prinzip hatten wir 5 halbwegs klare Nächte. Nie durchgehend, immer wieder zogen Wolken durch. Der Vorteil am Smartie ist aber ja, dass man es einfach laufen lassen kann.
Der Kleine hat sich tapfer durch die Nächte gekämpft, ich musste aber einiges an Material entsorgen.
Zudem war der Balkon bis 22Uhr "zwangsbeleuchtet" und zeigte nach Nordwesten - da war die Objektauswahl leider auch etwas eingeschränkt. Richtung Zenit ging wegen des darüber liegenden Balkon auch nichts... Aber egal - man nimmt ja, was man kriegen kann... ;-)
Das erste meiner Urlaubs-Mitbringsel ist ein Mosaik von Nordamerika-Nebel (NGC7000), Pelikan (IC5070) & friends.
Die Zielobjekte waren um 23:30Uhr bereits im Meer "abgetaucht", ich habe also in Etappen gesammelt.
Die Gesamt-Integrationszeit habe ich wegen der sporadisch durchziehenden Wolken auf 718x10s = 1,99 Stunden zusammengedampft.

Aufnahmedaten:
Datum: 08.12.,10.12.,11.12.,13.12. und 14.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 427x10s = 1,19 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Außerdem habe ich ein Mosaik von Hummerschere (Sh2-157) ,Bubble (NGC7635), M52 und NGC7538 mitgebracht.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt hier 1861x10s = 5,17 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 10./11.12.,11./12.12.,12./13.12. und 13./14.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 1861x10s = 5,17 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Als drittes Objekt habe ich mich mit dem Winzling am Sh2-132 "Löwennebel" versucht. Die Gesamt-Integrationszeit beträgt hier 939x10s = 2,61 Stunden:

Aufnahmedaten:
Datum: 09.12.2025
Teleskop: ZWO Seestar S30 | Belichtung: 939x10s = 2,61 Stunden | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Insgesamt haben wir - auch abseits des "astronomischen" viel gesehen und konnten dem heimischen Grau mal ein paar Tage entfliehen.
05.12.2025
Ein weiterer "Remote-Datensatz" von Telescope Live:
Diesmal ist es ein alter Bekannter - der NGC2237 "Rosettennebel" im Monocerus (Einhorn).
Der Nebelkomplex umfasst die NGC-Nummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.
Die Daten lagen diesmal als LRGBHa vor, die Gesamt-Integrationszeit beträgt 1,33 Stunden.
Wie es sich für einen Discount-Datensatz gehört, waren die EInzelframes mal wieder mit Sat-Spuren durchseucht und aufgrund der wenigen Frames pro Kanal hatte das Kappa-Sigma-Clipping natürlich wieder keine Chance. Ich habe den Frames vor dem Stacking also mal wieder einen "Vorwaschgang" mit dem SetiAstro "Satellite-Removal-Tool" angedeihen lassen.(Haken raus bei "Clip Satellite Trail to 0.000" !). Das hat soweit auch ganz ok funktioniert, es sind zumindest nur noch minimale Spuren zu sehen.
Nach der Vorwäsche habe ich mit APP gestackt und alles aufeinander registriert.
In Pixinsight habe ich mir dann erstmal eine RGB-Version mit Pixelmath gebaut (R=R, G=G, B=B).
In das RGB-Bild habe ich dann mit dem NBRGB-Combination-Script den Ha-Kanal eingemischt und im LRGBCombination-Prozess habe ich dann
diesen modifizierten Rotkanal mit L,G und B kombiniert. Das hat soweit gut funktioniert, nach der Streckung habe ich das ganze im Photoshop finalisert.
Ich habe allerdings im PS zur stärkeren Wichtung den HA-Kanal als Falschfarbenbild noch einmal zusätzlich untergemischt (Astronomy Tools | "B&W --> HA false color").
Es gibt sicherlich elegantere Wege um LRGBHa zu kombinieren, für mich hat das aber ganz gut funktioniert.
Für die Sternfarben habe ich die helligkeitsreduzierte RGB-Version als Layer im Modus "negativ Multiplizieren" auf das Starless-Bild gelegt (mit Tonwert-Korrektur).
Die Vorkalibrierung der Einzelframes war scheinbar auch nicht so toll, es gab wieder reichlich Hotpixel wegzutupfen - ich hoffe, ich habe alle erwischt.
Das aufnehmende Teleskop war diesmal ein ASA 500N - das ist ein korrigierter Newton mit 50cm Öffnung. Die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: ASA 500N | Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung L=2x300s, R=2x300s, G=2x300s, B=2x300s, Ha=4x600s = 1,33 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Details:


...und natürlich der "springende Panther":

04.12.2025
Ach ja, das Wetter...
Den fast vollen Mond konnte ich heute in einer winzigen Wolkenlücke erwischen. Leider hat es nicht mal für ein einminütiges Video gereicht und ich musste mich mit einem Schnappschuss begnügen.

Aufnahmedaten:
Datum: 04.12.2025
Teleskop: Seestar S50 | Einzelframe | bearbeitet mit PS
03.12.2025
Heute habe ich mich mal an die nicht wirkliche einfache Bearbeitung des Seestar-Mosaiks "IC 5146 - LDN 1024" der Astro-Kollegen Heiko und Dennis gemacht. In den Rohdatenstack sind 7421 Lights eingeflossen, die gesamt-Integrationszeit beträgt 20,6 Stunden.


27.11.2025
Der nächste Datensatz, den ich für meine monatlichen Credits erworben habe, war mal wieder so ein "Budget-Datensatz".
Ich sollte da die Finger davon lassen, die Daten waren - wie so häufig bei den budgetierten Datensätzen von Telescope Live - mal wieder eine technische Katastrophe...
Ich hatte mir die Nebel-Region Sh2-297 / Gum3 / VdB94 / CED90 ausgesucht - das ist quasi die Flügelspitze des Möwennebels IC2177 an der Grenze von Monceros und Canis Major.
Die Daten lagen als RGBHa vor und ausnahmslos JEDES Einzelbild war von fiesen vertikalen Linien durchzogen:

Das zog sich über die gesamte Aufnahmedauer -das sind definitiv keine Sat-Spuren, da muss der Sensor kaputt gewesen sein.
Oder über dem Teleskop hängt eine Hochspannungsleitung.
Wenn so etwas jedes Bild betrifft, dann hat die Mittlung des Kappa-Sigma-Clippings natürlich keine Chance.
Auch der Seti-Astro Satspuren-Entferner hat leider versagt - da war nichts zu machen.
Zusätzlich waren die bereits kalibrierten Einzelframes mit Hotpixeln und Artefakten übersät:
![]()
Ich musste also "chirurgisch" tätig werden und habe das Bild mit winziger Pipette und wechselnder Nutzung des Photoshop Clonestamps und des GIMP "Heilen"-tools verschlimmbessert.
Den "lässt es sich nach den Malerarbeiten noch platesolven?"-Test hat das Bild aber bestanden.
Abgesehen von diesem "Spezial-Vorwaschprogramm"... die Daten lagen als RGBHa wie folgt vor:
R=4x180s, G=3x180s, B=3x180s, Ha=13x600s = 2,67 Stunden Gesamt-Integration.
Kombiniert habe ich in Pixinsight mit Pixelmath: R=(R * 0.2) + (Ha * 0.8), G=G, B=B und gesteckt habe ich mit Bill Blanshan's "Streched_Unlinked"-Pixelmath-Script.
Hier nun das Ergebnis eines weiteren Versuches, aus Sch...rott Marzipan zu machen - keine Ahnung, ob mir das vollständig gelungen ist... :

Das aufnehmende Teleskop war diesmal ein ASA RC-1000AZ - das ist ein Ritchey Chrétien Reflektor mit 1m Öffnung. Die Kamera war eine FLI PL16803 CCD-Kamera.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.
Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: ASA RC-1000AZ | Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung R=4x180s, G=3x180s, B=3x180s, Ha=13x600s = 2,67 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

26.11.2025
Ein seltener Gast am wolkenverhangenen Himmel - da musste ich doch gleich mal die Canon zücken... ;)
Der Mond (27%, zunehmend) am 26.11.2025

Aufnahmedaten:
Datum: 26.11.2025
Kamera: Canon R7 mit Sigma 18-300mm F3,5-6,3 Objektiv |Brennweite 300mm|Belichtung 1/200 Sek.| Blendenwert: 5,38 EV | ISO: 250
23.11.2025
Eine Stunde CS hatte mir das Wolkenradar gestern versprochen - was fängt man damit an?
Sowas kann ich (natürlich) nicht verstreichen lassen und habe mit dem Seestar S50 auf den M15 / NGC 7078 Kugelsternhaufen im Pegasus gehalten.
186x10s = 31 Minuten brauchbare frames habe ich zusammenbekommen, immerhin.

Aufnahmedaten:
Datum: 22.11.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 186x10s = 31 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Dann kamen auch sofort die Wolken zurück und ich hatte ich mein Seestar schon wieder abgebaut.
Völlig überraschend wurde es ab 22:30 Uhr dann doch wieder klar - ich habe das Seestar dann nochmal rausgestellt und habe 269x10s im 1,5fach-Mosaik-Modus an der M33-Galaxie im Sternbild Triangulum gesammelt.
Und da ich ja grundsätzlich immer alle alten Daten aufbewahre, habe ich die Rohdaten einer Aufnahme aus dem Oktober 2023 dazu addiert. Weil mein Rechner gerade mit einem anderen Stack ziemlich beschäftigt ist, habe ich in einer zweiten Instanz mit APP einfach den APP-Stack aus 2023 und den aktuellen Seestar-Stack zusammengestapelt. Das Ergebnis war ganz ok. Da die Aufnahme aus 2023 kein Mosaik war, habe ich die unterschiedlich belichteten Ränder etwas weggecropt.
Die Gesamt-Integrationszeit beträgt 647x10s = 1,8 Stunden.

Aufnahmedaten:
Datum: 22.10.2023 und 22.11.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 647x10s =1,8 Stunden |gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
23.11.2025 | 00:02:55 Uhr MEZ


22.11.2025
Die Meteore der Nacht - zwei schöne Boliden waren dabei:
21.11.2025 | 21:05:23 Uhr MEZ


22.11.2025 | 00:39:03 Uhr MEZ


21.11.2025
Endlich konnte ich meinen kleinen Apo "mobilisieren".
Bei Kleinanzeigen hatte ich für relativ kleines Geld einen gebrauchten HEQ5 Pro-Montierungskopf erworben und habe den mit einem Geoptik-Adapter an das bisher brach liegende Stativ meiner EQ6Pro adaptiert.
In der vergangenen Nacht konnte ich das Setup erstmals ausprobieren. Während der Esprit 120ED sein erstes Mono-Adventure beginnen durfte, habe ich den 72/400er APO auf die HEQ5 geschnallt:

Insgesamt ist das EQ5-Erlebnis natürlich etwas "fipsiger" - von der schweren EQ6 bin ich anderes gewohnt. Die Azimut-Schrauben haben irgendwie einen sehr kurzen "Stellweg" -
ich könnte mir vorstellen, diesen durch etwas längere Schrauben zu verbessern. Ich habe beim Polaralignment schlussendlich den gesamten Kopf gelöst und etwas gedreht.
Das ging so leidlich, bei der EQ6 geht es viel präziser. Auch die Einstellung der Teilkreise beim Austarieren empfand ich als ziemlich fummelig.
Aber für ein mobiles, relativ leichtes Setup kann ich nicht meckern.
Der ASIAir hat die Montierung sofort erkannt, die Montierung kommt gut mit dem Gewicht des Apos+Anbauteilen klar und das Guiding war prima.
Als Testobjekt habe ich mir den "Dark Shark Nebula" LDN1235 im Kepheus ausgesucht.
Ich habe insgesamt 500x60s=8,33 Stunden Licht eingefangen. Der Orientierung wegen habe ich das Bild gecoppt.

Aufnahmedaten:
Datum: 20./21.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 500x60s = 8,33 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de

Mein Fazit: die HEQ5Pro ist für den mobilen Einsatz mit dem Omegon 72/400 Apo absolut tauglich und der ASiAir macht quasi ein Smartie draus - ich bin soweit zufrieden..
Mit dem Esprit 120ED habe wie gesagt "nebenbei" endlich meine ersten Mono-Tests machen können. Ich habe mich eventuell ein wenig übernommen mit meinem „Test-Projekt“.
Ich wollte dem wunderschönen Bild der Umgebung des „SNR G108.2-00.6“ von Astrotreff User "pete_xl" nacheifern und habe ein (seeeehr) großzügiges Mosaik im ASIAir von 5x5 Kacheln programmiert.
Mein Plan war, zunächst ein Filter pro Nacht anzuwenden und ich habe mit Luminanz begonnen.
Das ganze Projekt ist alleine von der Datenmenge her eventuell etwas dick aufgetragen, aber jetzt habe ich schonmal angefangen...
Später werde ich – für kleinere Projekte – Fokus-Offsets definieren, das wird auch die Erstellung der Flats vereinfachen.
Apropos Fokus:
leider ist dieser bei einigen Kacheln etwas aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte „Autofokus bei 5° Temperaturänderung“ eingestellt – in der Nacht wurde es aber knackekalt und der Sprung hat sich als zu groß erwiesen. Bei den schadhaften Panels werde ich das nochmal wiederholen. Wie gesagt – ich übe ja noch.
Beim Stacking mit APP hat es sich als sinnvoll erweisen, die Kacheln einzeln zu stacken und dann die Resultate miteinander zu verheiraten – sonst dauert es ewig.
Ich bin dazu diesem Tutorial von Frank Sackenheim gefolgt. Das Tutorial enthält allerdings einen Stolperstein: Frank hat zum Test nur zwei Panels in zwei Sessions gestackt, hat die Integration im ersten Step auf "per session" gestellt und sich gewundert, das da bereits aufeinander registriert wurde.
Ich habe festgestellt, dass APP auch im Integrationsmodus "normal" immer alle Sessions aufeinander registriert. Wenn man – so wie ich – 25 Panel hat, dann wird es schwierig, ein Referenzframe zu finden und die Registrierung bricht dann irgendwann mit Fehlermeldung ab. APP registriert nicht nach Lage der Objekte sondern sucht nach Überlappungen.
Scheinbar geht das Programm dabei nach einer numerischer Reihenfolge vor und sortiert dann Session 11 direkt hinter Session 1.
Wenn es da keine Stern-Überlappungen gibt, dann kann nicht registriert werden.
Aber wie gesagt: das Stacken pro Panel geht sehr schnell und die Panels können danach prima zusammengeführt werden – damit komme ich klar.

Zusätzlich habe ich noch ein Seestar im Orion abgestellt - das hat weiteres Licht für unser Widefield-Projekt im Astrotreff gesammelt.
Ein Großteil meiner nächtlichen Exkursion wurde übrigens vom schaurig-schönen Bellen eines Fuchses begleitet.
Wenn man nicht weiß, was das ist, kann es einem schon durch Mark und Bein fahren... ;-)
Die Meteorschau der Nacht (link zu astrotreff.de)
20.11.2025
...und weiter geht's auf der Reise durch den Südhimmel.
Das zweite Objekt, dass ich für meine frischen Credits eintauschen konnte, ist die Fornax Dwarf Galaxy MCG-06-07-001.
Es handelt sich wieder um eine LRGB-Aufnahme. Der Datensatz hat mir reichlich Schwierigkeiten bereitet, denn es waren viele Sat-Spuren enthalten.
Im L-Kanal war kein einziger Frame ohne massive Satellitenspuren, da hat das Kappa-Sigma-Clipping von APP natürlich versagt. Abhilfe hat das Satellite-Removal-Tool" von SetiAstro geschaffen.
Im Unterschied zur Mittelwert-Ermittling im Kappa-Sigma-Clipping basiert dessen Trail-Erkennung auf einem KI-Modell.
Ich habe lange experimentiert - der Trick ist, das Programm an allen betroffenen Einzelframes auszuführen - dafür hat das Programm einen Batch-Prozess.
Der Haken bei "Clip Satellite Trail to 0.000" muss auf jeden Fall raus - ansonsten erkennt das Programm zwar die Trails, zeichnet diese aber wie mit einem dicken Edding nach.
Wenn die so "vorbehandelten" Daten dann gestackt werden, sind die Spuren verschwunden.
Kombiniert habe ich mit dem LRGBCombination-Process in Pixinsight, gestreckt habe ich diesmal per Autostretch (STF + Histogramm) und finalisiert habe ich in Photoshop.
Die Daten lagen wie folgt vor: L = 6x300s, R = 6x300s, G= 6x300s, B=6x300s, daraus ergibt sich eine Gesamt-Integrationszeit von 24x300s = 2 Stunden.
Das aufnehmende Teleskop ist ein Takahashi FSQ-106ED (106mm f/3.6) die Aufnahmekamera war eine QHY600M CMOS-Kamera.
Aufnahmestandort ist das Heaven’s Mirror Observatory in New South Wales, Australien.

--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de
Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Takahashi FSQ106ED| Kamera QHY600M | Belichtung L= 6x300s, R=6x300s, G=6x300s und B=6x300s = 2 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS

19.11.2025
Heute gab es neue Telescope-Live Credits!
Ich habe mir als erstes die Galaxiengruppe NGC3169, NGC3166 und NGC3165 im Sternbild Sextant am Südsternhimmel ausgesucht.
Die Daten lagen als LRGB wie folgt vor: 8x300s L, 6x300S R, 4x300s G und 4x300s B - die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 22x300s = 1,83 Stunden.
Ich habe die Daten mit dem LRGBCombination-Prozess in Pixinsight zusammengefügt, getreckt habe ich mit Bill Blanshans "Stretch_Unlinked"-Pixelmath-Script und finalisiert habe ich mit Photoshop.
Das Aufnahmeteleskop ist ein Planewave CDK24 - das ist ein korrigierter 24" Dall Kirkham Reflektor, die Kamera war eine QHY 600M Pro.
Aufnahmeort ist das El Sauce Observatory in Rio Hurtado in der Coquimbo Region in Chile.

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Planewave CDK24 | Kamera QHY 600M Pro | Belichtung 8x300s L, 6x300S R, 4x300s G und 4x300s B = 1,83 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
--> eine höhere Auflösung gibt es in der Galerie bei astrotreff.de zu sehen

Die Meteore der Nacht (link zu astrotreff.de)
18.11.2025
Heute Abend war es bis 21 Uhr klar.
Stellarium hat mir ein Closeup der Crew Dragon 11 versprochen. Pünktlich um 18:15:39 Uhr ist das Raumschiff vor den Saturn-Nebel (NGC7009) geflogen.
Visuell war das Teil gut auszumachen - es war sehr hell und sah fast aus wie ein einigermassen hoch fliegendes Flugzeug.
Ich habe auf den Saturnnebel draufgehalten und bin 1,5 Minuten vor dem Transit in den Scenery-Modus gewechselt. Das Tracking konnte ich über den Button in der "Joystick-Funktion"
aktivieren. Das hat auch alles gut funktioniert. Ich weiß ja - es wird nicht besser, wenn man den selben Fehler immer wieder macht... Ich habe mit 10ms/frame einfach zu lange belichtet.
Hier also ein weiteres Video eines fliegenden TicTac:

Nach dem Exkurs in die Raumfahrt wollte ich den Sehstern noch ein bisschen an der frischen Luft lassen und habe 245x10s= 40,8 Minuten im Mosaikmodus am NGC7789 (aka "Carolines Rose" oder "Herschels Spiralhaufen")
im Sternbild Kassiopeia gesammelt. Der offene Sternhaufen hat die Trumpler Klassifikation II1r und ist ca. 8000 Lichtjahre von unserem Sonnensystem entfernt:

Aufnahmedaten:
Datum: 18.11.2025
Teleskop: ZWO Seestar S50 | Belichtung: 245x10s = 40,8 Minuten| gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

17.11.2025
Letzte Nacht gab es tatsächlich eine knappe Stunde CS. Das war aber zwischen zwei Regengebieten eingeklemmt und erschien mir doch ein bisschen kurz für ein Astrofoto.
Immerhin hat die Meteor-Kamera ein paar Schnappschüsse machen können (link zu astrotreff.de)
Für den Abend hatte mir das Wolkenradar bis 21Uhr CS versprochen und ich hatte meinen kleinen 72/400er Apo aufgesattelt.
Um kurz nach 21Uhr war immer noch keine Wolke zu sehen.
Die Aufnahme hatte ich schon beendet und das Flatpanel aufgesetzt. Während die Flat-Sequenz lief, bin ich kurz nach drinnen gegangen.
Und plötzlich hörte ich von draußen ein lautes Prasseln. Ein heftiger Regenschauer.
Ich bin dann etwas in Panik geraten, habe den Apo von der Montierung gerissen und dabei auch noch das Flatpanel heruntergeworfen.
Unter Absingen schmutziger Lieder habe ich das triefnasse Equipment ins Haus getragen und erstmal die Optik trockengefönt.
Das Flatpanel hat den Sturz zum Glück überlebt, nur eine von den Plastik-Klemmschrauben ist abgebrochen.
Und was soll ich sagen: genau 5 Minuten später war der Himmel wieder klar.
Achja, der November... drinnen ist es einfach sicherer! Das kommt da von, wenn man versucht jede Lücke zu nutzen...
Egal - dem Equipment und dem Herrchen geht es den Umständen entsprechend gut und ich habe immerhin 200x60s Licht von der Dunkelwolke LDN1164 / Barnard 174 (& friends) im Kepheus einsammeln können.
Wegen der sporadisch durchziehenden Wolken habe ich 50 Minuten sausen lassen, die Gesamt-Integrationszeit beträgt also 150x60s = 2,5 Stunden.
Hier die Ansicht im Astrotreff-Viewer. Die Annotation kann mit dem kleinen Bleistift-Symbol oder mit der Taste "a" an und ausgeschaltet werden:
LDN1164 / Barnard 174 (& friends) ![]()

Aufnahmedaten:
Datum: 17.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 250x60s = 2,5 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Detail:

Bei einem Exemplar (18.11.2025 | 01:09:36 Uhr MEZ) erkennt man auf der Aufnahme meiner Horizont-Kamera eine persistente Plasmaspur:

14.11.2025
Heute habe ich mich an die Bearbeitung eines Seestar S50-Mosaiks vom Astrokollegen Heiko gemacht.
Das Mosaik vom IC1396 enthält insgesamt 25 Stunden Licht.
--> Vollansicht im Astrotreff Viewer (link zu astrotreff.de) (Annotation ein/aus mit dem Bleistift-Symbol oder Taste "a")


13.11.2025
Ach, wenn doch nur mal "richtiges CS" wäre...
In der vergangenen Nacht war es mal wieder "nicht Fleisch, nicht Fisch" - es zogen andauernd irgendwelche Wolkenfelder durch, in der zweiten Nachthälfte nervte der Mond...
Mit dem 72/400er Apo habe ich auf den NGC7380 "Wizard Nebula" (aka "Zaubernebel") im Kepheus belichtet.
Von 569x60s habe ich 121 frames wegen "Wolke" verworfen, übrig geblieben sind 448x60s= 7,46 Stunden Gesamt-Intergrationszeit.
Obwohl ich mein Glück wieder einmal ohne Filter versucht habe, hatte ich mir eigentlich mehr erhofft. Ich bräuchte einfach mal Neumond und durchgehend CS - aber wer von uns bräuchte das nicht... Egal, weil November ist, zeige ich das Bild trotzdem.

Aufnahmedaten:
Datum: 12./13.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 448x60s = 7,46 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Am Morgen gabe es dann noch ein schönes Polarlicht. Als ich in aller Frühe die Flatframes für meine nächtliche Astroaufnahme machen wollte, habe ich kurz auf meine Himmelskameras geschaut. Das Polarlicht war voll im Gange. Ich habe mir meine Canon geschnappt, bin auf den Acker gerannt und... Speicherkarte nicht erkannt... Also bin ich im Laufschritt wieder rein, neue Speicherkarte holen. Zum Glück habe ich die letzten Zuckungen noch erwischt:

Das Geschehen auf der Meteorkamera:

07.11.2025
Es ist schon krass, dass CS sehr häufig mit Vollmond, Wolke und Nebel einhergeht. Das ist definitiv nichts für die Astrofotografie, aber sein lassen konnte ich es auch nicht - es ist ja CS. Ich habe letzte Nacht insgesamt 600x60s = satte 10 Stunden meinen kleinen APO mit ASIAir am IC1795 "Fish Head Nebula" im Kassiopeia laufen lassen - natürlich ohne Filter. Livin' on the Egde!
Das Hautproblem waren die durchziehenden Wolken und ich wiederhole meinen Respekt dafür, wie der ASIAir stoisch weitermacht und das Guiding jedesmal wieder aufnimmt. Und es war quasi Tageslicht-Fotografie bei dem hellen Mond. Die gesammelten 600x60s habe ich händisch auf 299x60s = 4,98 Stunden zusammendampfen müssen.
Das Resultat hat dafür alles, was man sich für eine gute Vollmond-Fotografie wünscht: es ist detaillos, kontrastarm und hat reichlich Gradienten... Aber egal, ich konnte meinen Spleen mal wieder ausleben und hatte Spaß. What more can you ask for?

Aufnahmedaten:
Datum: 06./07.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 299x60s = 4,98 ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Mit dem Origin habe ich den Kometen C/2025 R2 (SWAN) besucht:
_1.jpg)
Aufnahmedaten:
Datum: 06.11.2025
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 584x10s = 1,62 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS

Um 05:30Uhr konnte ich dann auch noch einen "fotografischen Blick" auf den von der Presse so gehypten "Supermond" werfen, das Seeing war leider nicht so super...

Aufnahmedaten:
Datum: 06.11.2025
Teleskop: Seestar S50 | gestackt mit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 1124 frames, | bearbeitet mit PS
Ein paar schöne Meteore gab es auch zu sehen:
06.11.2025 | 23:56:35 Uhr MEZ


07.11.2025 | 00:10:35 MEZ


03.11.2025
Letzte Nacht habe ich den Pelikan IC5070 im Schwan aufgenommen. Ich zeige hier jetzt mal kein "State-of-the-Art" - Astrobild sondern eine ganz besondere Aufnahmesituation und was daraus wurde. Wir beschweren uns ja alle oft über das miese Wetter. Ich persönlich versuche, jede mögliche Lücke zu nutzen und gestern hatte mir das Wolkenradar CS von 18 bis 21 Uhr versprochen. Der Mond steht bei 83%, zunehmend und leuchtet alles perfekt aus - aber hey... Versuch macht kluch!
Das einzig positive, was ich über die Bedingungen sagen kann ist, dass es trocken war.
Die insgesamt 165 gesammelten 60s-frames habe ich auf 61x60 Sekunden zusammengedampft und das hier ist dabei herausgekommen:

Aufnahmedaten:
Datum: 02.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 61x60s = 61 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Mit Nebelfilter wäre sicher noch mehr drin gewesen. Interessant fand ich, dass der ASiAir sich nach Durchzug von dicken Wolkenfeldern (Guidestar verloren) immer sofort wieder
gefangen hat. Mit meinem APT-Laptop hätte es bei fehlendem Guiding irgendwann eine Center-Drift gegeben und ich wäre am Ende Kepheus gelandet.
Hier ein Video der Aufnahmebedingungen:
Dann habe ich das erste Mal den Mond mit meinem 72/400er APO und dem ASIAir plus abgelichtet.
Das Auffinden und die Videoaufnahme hat mit dem ASIAir wunderbar funktioniert - nichts zu meckern...

Aufnahmedaten:
Datum: 02.11.2025 | 21:42 Uhr MEZ
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C | gestackt miit Autostakkert, Verwendungsrate 10% von 2066 frames | bearbeitet mit PS
Und dann gab es da noch diesen "Budget-Datensatz" bei Telescope Live von M108, den ich lieber hätte liegenlassen sollen...
Der LRGB-Datensatz besteht aus nur 8 frames (je 2x600s pro Filter).
Ausnahmslos JEDER frame war von einem vertikalen Streifen durchzogen, es sieht aus, als hätte ein A380 direkt über dem Teleskop geparkt.
Kappa-Sigma-Clipping war also schonmal nicht...
Außerdem sind TL-Lightframes normalerweise bereits kalibriert, aber diesmal hatte der Praktikant das wohl vergessen.
Die Bilder waren durchsetzt von Hotpixeln, es gab 3 fette Dust-Donuts und eine schöne Vignette...


Nun bin ich so erzogen, dass ich generell nichts wegschmeissen kann und habe mich an die unheilvolle Aufgabe gemacht, das Bild zu "restaurieren".
In der Zeit, wo ich das gemacht habe, hätte ich die Galaxie locker selbst aufnehmen können.
Ich habe sämtliche Hotpixel auf subatomarer Basis wegretuschiert, den fetten Streifen habe ich mit dem "Heilen"-Tool von Gimp geheilt und die Retusche-Arbeiten
habe ich größtenteils mit einem nur wenige Pixel großen Klonstempel im Photoshop durchgeführt. Bei ungefähr 500 Hotpixeln...
Vermutlich ist mir der eine oder andere Stern dabei abhanden gekommen und ich entschuldige mich dafür ausdrücklich bei den Bewohnern des Planeten, der diesen Stern umkreist hat!
Zumindest ließ sich das Bild hinterher noch platesolven, das beruhigt mich ein wenig.
Um die gröbsten Schnitzer zu kaschieren, habe ich den Hintergund dann noch ein bisschen plattgemacht.
Hier das Ergebnis meines Rettungsversuchs:

Aufnahmedaten:
Rohdaten / credits: Image processed by Jochen Vollstedt, original data from Telescope Live
Teleskop: Officina Stellare 70cm F/8 RC| Kamera FLI PL16803 CCD | Belichtung L= 2x600s, R=2x600s, G=2x600s und B=2x600s = 1,33 Stunden | gestackt mit APP, bearbeitet mit PI und PS
Aufnahmestandort ist das IC Astronomy Observatorium im Oria, Almeria, Spanien.

01.11.2025
in der zweiten Nachthälfte ab Mitternacht wurde es heute klar.
Ich habe meinen kleinen APO aufgesattelt und habe als erstes Objekt den Eulenhaufen NGC457 im Kassiopeia besucht.
Belichtet habe ich 51x60s= 51 Minuten.

Aufnahmedaten:
Datum: 01.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 51x60s = 51 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Das zweite Objekt von heute Morgen (01.11.2025) - eine Stippvisite im Orion mit dem kleinen Apo: M42 und der "Running Man" NGC1977.
Aufgenommen habe ich (wegen des Kerns vom M42 kurzbelichtet) 411x10s = 68,5 Minuten ohne Filter.

Aufnahmedaten:
Datum: 01.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 411x10s = 68,5 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

Das letzte Objekt am Morgen des 01.11.2025: bevor gegen 5Uhr die Wolken kamen, konnte ich noch 55x60s = 55 Minuten auf den Rosettennebel NGC2237 im Monoceros (Einhorn) gehalten.Der Nebelkomplex umfasst die NGC-Nummern NGC2237 (Westlicher Teil), NGC2238 (Südöstlicher Teil), NGC2239 (Südlicher Teil), NGC2246 (Östlicher Teil) sowie den zentralen Sternhaufen NGC2244.

Aufnahmedaten:
Datum: 01.11.2025
Teleskop: Omegon Pro APO AP 72/400 Quintuplet | Kamera: ASI294MC Pro @-10°C| Belichtung: 55x60s = 55 Minuten ohne Filter | Bin: 1x1 | Temp: -10°C | 30 Darks | 30 Flats | 30 BIAS

..und auch das Origin habe ich in den Orion gehalten. Ich habe jetzt in 2 Nächten 1253x10s = 3,48 Stunden Licht am M78 sammeln können.

Aufnahmedaten:
Datum: 18.10. und 01.11.2025
Teleskop: Celestron Origin RASA | Belichtung: 1253x10s = 3,48 Stunden mit Player One Anti-Halo UV/IR-Cut-Filter | gestackt mit APP | bearbeitet mit PI und PS








